Wir sind Tourismushelden!

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Tourismushelden 2024

TOURISMUSHELDEN!

Wow! Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg, die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg, die Baden-Württembergischen IHKs und die Messe Stuttgart als Veranstalterin der CMT küren am 17. Januar 2024 auf der CMT die Tourismushelden Baden-Württemberg 2024. Ausgezeichnet werden dabei „Menschen, die das Reise- und Genießerland Baden-Württemberg für Einheimische und Gäste erlebbar machen“. Ausgezeichnet wird unter anderem mein Projekt „Der Ostalbwanderer“!

Das freut mich ungemein. Nicht weil ich auf Preise stehe, sondern weil es das dokumentiert, was ich seit März 2023 fast täglich erlebe: eure Begeisterung und Dankbarkeit für mein Projekt!

eBike Anhänger Kinderanhänger Gepäckanhänger Fahrrad

Wie geht es weiter?

Bis März wird noch wöchentlich ein Ausflugstipp folgen. Dauerhaft kann ich diese Schlagzahl nicht aufrecht erhalten. Ich habe einen Job, und ich stelle nur Wanderungen vor, die ich selbst für Euch gelaufen bin. Aber natürlich wird das Projekt weitergehen und auch nach dem 01. März werden Ausflugstipps hier folgen, und bis dahin gibt es hier schon einen Grundstock von insgesamt 60 Wanderungen! 

Zusätzlich werde ich mich ab März auf mein Projekt „Wanderführer“ stürzen. Zur Wandersaison 2025 wird mein erstes gedrucktes Wanderbuch erscheinen. Dieses Buch könnt ihr bereits heute hier unverbindlich vorbestellen.

Daneben habe ich noch ein paar weitere Ideen, mit denen ich Euch noch die nächsten Jahre mit coolen Ideen für schöne Erlebnisse auf der Ostalb versorgen kann. Seid gespannt!

Bulls Lacuba Evo 25

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Ausflugstipps
#062 Kreuzweg am Hohenrechberg

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Seit 2003 veranstaltet die italienischsprachige katholische Gemeinde San Giovanni Bosco am Karfreitag eine eindrucksvolle Kreuzweg-Prozession

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Die Alamannen

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Wer waren die Alamannen, die von Norden kommende die Römer von der Ostalb jagten? Ein Dokument zur Frühgeschichte.

Die Alamannen

Die Alamannen

Die Alamannen

Die römischen Besatzer in unserer Region sind gut dokumentiert und jedes Kind kennt sie. Aber was sind gleich wieder Alamannen? Heißen die nicht Alemannen? Waren die hier bei uns? Der Ostalbwanderer hat Antworten.

Was sind Alamannen?

Das Wort „Alamannen“ stammt vom römischen „Alamanni“, was soviel bedeutet wie „Männer insgesamt“. Um das Jahr 200 n. Chr. wandern Menschen unterschiedlicher germanischer Stämme aus dem Elbe-Saale-Gebiet in Süddeutschland ein. Überwiegend gehörten sie dem Stamm der Sueben (Schwaben) an. Zwangsläufig stieß man irgendwann auf den Limes, wenn man sich damals auf eine Wanderung gen Süden machte.

Erst als man die Römer rechtsrheinisch zurückdrängte und das ehemals römische Gebiet selbst besiedelte formte sich aus den losen Haufen der zugewanderten Gruppen der Stammesbund der Alamannen. Die Alamannen bezeichnet sich selbst nie als solche, die Eigenbezeichnung war Suben (Schwaben). Der Name Alamannen oder Alemannen ist zeitgenössisch nur in gelehrten römischen bzw. frühmittelalterlichen Schriften überliefert.

Expansion der Alamannen

Expansion der Alamannen von 200 bis 500 n. Chr.
Quelle: http://www.rhetorik-netz.de/rhetorik/alemann.htm, Kartenmaterial aus dem Klett Sprachbuch A/B 10 (1975, ISBN 3123260003) [public domain]

Kurze Geschichte der Alamannen

213 fielen Alamannen erstmals dokumentiert in die Grenzprovinzen Rätien und Obergermanien ein. 259/260 wird der obergermanische/rätische Limes dann in breiter Front von Alamannen überrannt. Für 250 Jahre sind die Alamannen nun die uneingeschränkten Herren in „Alamannien“ und auf der wenig besiedelten Ostalb. 

Sie nutzen die römischen Steingebäude nicht weiter, sondern bauen ihre eigenen Siedlungen aus Holz und Flechtwerk.

496 verlieren die Alamannen in der Schlacht bei Zülpich gegen den Frankenkönig Chlodwig I und läuten damit ihren Niedergang ein. Alamannien wird Teil des Fränkischen Reiches, regiert von einem alamannischen Herzog. Ein Teil der Alamannen steht kurzzeitig unter der Schutzherrschaft der ostgotischen Könige. 722 unterwirft der Frankenkönig Karl Martell die Alamannen endgültig, 746, beim Gerichtstag von Cannstatt erlischt das Alamannenreich endgültig.

Rätischer und obergermanischer Limes

Alamannen – was wir wissen

Neben wenigen, hauptsächlich römischen Texten, haben wir unser heutiges Wissen über die Alamannen vor allem den Archäologen zu verdanken, die in akribischer Kleinarbeit die Lebensweise der Alamannen aus Münzen, Alltagsgegenständen wie Gewandspangen, Gräberfeldern und ausgegrabenen Bauwerken rekonstruieren. 

Alamannenschädel
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Der Ostalbwanderer – das Buch!

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Den Ostalbwanderer gibt es demnächst auch als Buch. Hier kannst Du ihn unverbindlich vorbestellen und bekommst eine Info, sobald das Buch verfügbar ist. Für die ersten 100 Bestellungen denke ich mir noch eine besondere Überraschung aus! 

Wanderführer

Bereits seit einigen Monaten bin ich im Kontakt mit dem Einhorn-Verlag. Im Dezember haben wir den Autorenvertrag unterzeichnet und im Frühjahr setze ich mich hin und beginne mit dem Schreiben für das erste Ostalbwanderer-Buch!

Pünktlich zur Wandersaison 2025 wird das Buch dann erhältlich sein. Wie auch auf meiner Webseite gilt: alle Wanderungen sind selbst erwandert und detailliert beschrieben. Auch im Buch wird es die Möglichkeit geben neben der Karte auch eine .gpx-Datei herunterzuladen, was das nachwandern einfacher macht.

Ostalbwanderer Einhornverlag Wanderführer

Der Geschäftsführer des Einhorn Verlags, Jörg Schuhmacher, und der Ostalbwanderer unterzeichnen den Autorenvertrag.

Zu viel möchte ich noch nicht verraten, aber so viel sei schon verraten: es werden über 40 Wanderungen werden, die im neuen Wanderbuch zu finden sein werden. Die Mischung wird ähnlich sein wie auf der Webseite: bekannte Wanderziele und wenig bekannte Pfade sollen sich die Waage halten. Alle Wanderungen sind so angelegt, dass sie auch Kindern Freude bereiten.

Weihnachtsaktion Ostalbwanderer Hilfe für Togo

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    Ein E-Bike für die Ostalb?

    Ein E-Bike für die Ostalb?

    Ein E-Bike für die Ostalb?

    Die letzten Jahre haben wir uns auf das Wandern verlegt, aber als unsere Kinder noch jünger waren, waren wir hauptsächlich mit Fahrrad und Kinderhänger auf der Ostalb unterwegs. Hier findet ihr einen Erfahrungsbericht über unsere E-Bikes für den Fahrradausflug auf der Ostalb.

    2016 haftete dem E-Bike noch der Ruf eines „Rentner-Fahrrades“ an, trotzdem haben wir uns für zwei E-Bikes entschieden und damit fast jedes Wochenende einen Familienausflug gemacht.

    Ich bin jahrelang mit dem Fahrrad in die Schule gefahren. Für ein Kind vom Aussiedlerhof war das Fahrrad für mich die Verbindung zur Außenwelt. Aber es machte mir nie Spaß all die Berge auf der Ostalb hochzustrampeln. Also blieb das Fahrrad stehen, sobald es möglich war und wurde durch ein Herkules Prima 5S ersetzt, dass nach diversen Modifikationen mit 40km/h für Mobilität sorgte. 😉

    Die Berge waren dann auch der Grund, warum es ein E-Bike wurde. Für uns die absolut richtige Entscheidung. In den ersten Jahren, als unsere Kinder zu Klein zum Wandern waren, waren wir rund 1.000km pro Saison mit dem Rad unterwegs.

    Donauradweg

    Die Ausrüstung

    2016 kauften wir uns zwei E-Bikes, Lacuba Evo von der ZEG Eigenmarke Bulls bei Fahrrad Schmidt in Schwäbisch Gmünd. Dazu einen zweisitzigen Kinderanhänger Croozer Kids For 2. Mit allen Dreien, Fahrrad, Hänger und Fahrradhändler sind wir bis heute hoch zufrieden. 

    eBike Anhänger Kinderanhänger Gepäckanhänger Fahrrad

    E-Bike Bulls Lacuba Evo 25

    Unser Anforderungsprofil an ein E-Bike, das wir uns angelesen hatten: Mittelmotor, wenn möglich von Brose. Stärkster Akku, den man (damals) kaufen konnte, Bremsen die einen Hänger auf der Ostalb sicher bremsen, geeignet für Feldwege und Ausflüge auf der Ostalb.

    Geworden ist es das Bulls Lacuba Evo 25 (2016). Optisch ein schönes Fahrrad mit einem im Rahmen versteckten 625Wh-Akku. Das war der stärkste damals verfügbare Akku. 50km, 1000 Höhenmeter mit Hänger und zwei Kinder sind problemlos möglich, wenn man mit dem Akku haushaltet auch mehr. 

    Bulls Lacuba Evo 25

    Außerdem war das Bulls Lacuba Evo 25 das einzige Modell mit zwei Kettenrädern was zu mehr Gängen führt. Gerade wenn man mit dem Hänger auf einem rutschigen Feldweg mit +20% Steigung unterwegs ist habe ich das sehr zu schätzen gelernt.

    Gerne hätte ich noch größere Scheibenbremsen gehabt, aber die gab es nur bei Montainbikes, und das wollte ich nicht. Ohne Schutzblech sifft man den Hänger bei feuchter Straße schnell ein. Alle 500km sind neue Beläge fällig, wenn man mit Hänger hauptsächlich die Berge der Ostalb erfährt. In der Ebene halten sie deutlich länger.

    Wir sind mit den Fahrrädern und dem Service bei Fahrrad Schmidt bis heute total zufrieden und die Entscheidung für ein E-Bike war die Richtige!

    Bulls Lacuba Evo 25 Rahmen

    Croozer Kids For 2

    Um damit erst ein, später zwei Kinder transportieren zu können war ein Hänger und eine neue Hinterachse am Fahrrad notwendig. An der Beratung bei Fahrrad Schmidt hat uns gefallen, dass der Junior-Chef ebenfalls junger Vater war, der mit seinen Kindern unterwegs war.

    Es wurde der Croozer, weil er über einen Gepäckraum verfügte und gefedert war. Er kann mit einer durchsichtigen Plane wasserdicht verschlossen werden. Wenn die Sonne scheint kann die Plane hochgerollt werden und die Kinder werden durch ein darunterliegendes Fliegengitter vor Steinchen und Insekten geschützt, sodass sie den Fahrradausflug ungestört genießen können.

    Croozer Kids For 2

    Das Gepäckfach ist wirklich Gold wert! Neben der Ausrüstung für einen Fahrradausflug passt auch ein Wocheneinkauf für die Familie rein. Die Zuladung bis 45kg zGM reicht völlig aus, erfordert aber kräftige Waden oder ein E-Bike.

    Familienausflug und Einkauf mit dem Croozer

    Als Zusatzausrüstung haben wir auf Empfehlung von Fahrrad Schmidt einen Babysitz gekauft. Es handelt sich dabei um eine Art Hängematte, die in den Sitz eingehängt wird. Unser Zweiter saß ab ca. 6 Monate darin und fühlte sich in Verbindung mit der Federung des Croozer pudelwohl.

    Zusätzlich haben wir uns das Croozer Sun Cover geholt, einen herunterziehbaren Sonnenschutz. Beides kann ich sehr empfehlen!

    Croozer Hängematte und Sonnenschutz

    Croozer Babysitz (rechts) und der Sonnenschutz Sun Cover im Einsatz.

    Seltener im Einsatz, aber wirklich praktisch ist das Jogger-Set. Innerhalb einer Minute kann man aus dem Fahrradanhänger einen Kinderwagen machen. Das Jogger-Set ist relativ groß, wir haben es deshalb nur zu bestimmten Touren eingepackt. 

    Croozer Jogger-Set

    Regenverdeck hochgerollt, Mückengitter geschlossen, Sonnenschutz heruntergelassen und Jogger-Set montiert. Der Croozer ist sehr multifunktional.

    Immer dabei war hingegen das Buggyrad. Man koppelt den Hänger vom Rad ab, steckt das kleine Rad vorne rein und hat dann einen Buggy, in dem man ein eingeschlafenes Kind herumschieben kann.

    Croozer Buggyrad

    Für den Fahrradausflug mit zwei Kindern passt alles in den Kinderanhänger. Für unsere Radreise 2019 haben wir zusätzlich den Lastenanhänger Croozer Cargo Pakko mit 135L Volumen und den Stauraummaßen 80x48x40cm (LxBxH) gekauft. Er ist deutlich schmäler als der Zweisitzer und fällt hinter dem Fahrrad quasi nicht auf.

    Croozer Cargo Pakko

    Erfahrung

    Fahrradanhänger sind in der Radfahrer-Community heftig umstritten. Wobei ich keine Stimme von Hängerfahrern kenne, die sich negativ über ihr Anhängsel äußern.

    Wir sind rundum zufrieden mit unserer Wahl. Mit E-Bike und Hänger kann man auch mal Sonntag mit zwei Kleinkindern aufs Kalte Feld radeln ohne sich total auszupowern. Mittlerweile haben wir uns mehr auf das Wandern verlegt, aber mit Kleinkindern war der Kinderhänger für uns die optimale Lösung um die Heimat zu erkunden.

    Wenn wir aktuell Fahrradausflüge machen, hängt für Steigungen eine Follow me-Tandemkupplung am Fahrrad, mit dem man das Rad des Nachwuchses auch mal eine Steigung hochziehen kann. Im Keller liegt noch die (günstigere) Alternative Trail Gator. Ich habe es noch nicht übers Herz gebracht, den Schrott bei eBay Kleinanzeigen an einen unbedarften Mitmenschen zu verticken. Meine Kritik: schlecht zu montieren, Umbauten am Kinderfahrrad notwendig (Bremszug), frickelig. Nach zwei Montageversuchen habe ich mir dann ein Follow me gekauft.

    Follow me Tandemkupplung

    Das Fahrrad meines Großen über das Follow me an meinem Fahrrad angehängt.

    Fährst du auch Fahrrad mit den Kindern? Möchtest du auch Fahrradtouren hier lesen? Schreib es mir in die Kommentare!

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    Die Weihnachtsaktion des Ostalbwanderers schenkt Freude und Hoffnung in Westafrika. Jetzt mitmachen!

    Mein anderes „Hobby“

    Ich bin quasi in den Verein Hilfe für Togo e.V. hineingeboren worden und arbeite seit Jahren im Vorstand mit. Hilfe für Togo arbeitet komplett ehrenamtlich in der Entwicklungshilfe für Westafrika. Wir kümmern uns um die Bereiche Wasser, Ernährung, Gesundheit, Bildung, Ausbildung, Landwirtschaft und Aufforstung.

    Derzeit ist unsere 50. (!) Schule in Bau. Wir betreiben ein Ausbildungszentrum in dem wir jährlich ca. 80 jungen Togoern eine kostenlose Berufsausbildung nach deutschen Standards im Dualen System ermöglichen und vieles mehr.

    Aufforstung in Misahoe

    Alle Mitglieder des Vereins Hilfe für Togo e.V. arbeiten ehrenamtlich, auch unsere regelmäßigen Reisen nach Togo bezahlen wir aus eigener Tasche. Jeder gespendete Euro soll den Menschen in Togo zugute kommen. Wir arbeiten völlig transparent, auf unsere halbjährlichen Reisen nach Togo werden wir regelmäßig von interessierten Spendern begleitet, die sehen wollen was mit ihrem Geld passiert.

    Weitere Infos zum Verein gibt es auf www.hilfe-fuer-togo.de oder gerne auch beim Ostalbwanderer direkt (markus@ostalbwanderer.de). 

    Weihnachtsaktion Ostalbwanderer Hilfe für Togo

    Der Ostalbwanderer im Ausbildungszentrum des Vereins in Kpalimé / Togo an einem Traktor. Die Maschine wurde vom Verein nach Togo verschifft und arbeitet seit Jahrzehnten in unseren Landwirtschaftsprojekten. Gewartet wird sie von den KfZ-Lehrlingen des Ausbildungszentrums.

    Die Idee

    Derzeit ist eine große Delegation, wie immer auf eigene Kosten, in Togo unterwegs. Es werden neu gebaute Schulen an die Menschen übergeben, bestehende Projekte besucht und kontrolliert und es werden Pläne für neue Projekte geschmiedet. Wir haben bereits das Spendengeld für neue Schulen zusammen, die wir 2024 bauen werden. Diese Schulen benötigen Ausstattung, Lehrmaterial, aber vor allem SCHULBÄNKE!

    Da kommst du ins Spiel: für 42 Euro kannst du eine Schulbank in Togo finanzieren!

    Schulbänke in Togo

    Wie läuft das ab?

    Du füllst unten das Bestellformular aus. Wir beauftragen die Schreinerei in unserem Ausbildungszentrum mit dem Bau deiner Schulbank. Das Holz kommt zum Teil aus unseren eigenen Aufforstungen. Nachhaltige Waldbewirtschaftung ist für alle Lehrlinge in unserem Ausbildungszentrum, egal welchen Beruf sie lernen, Teil der Ausbildung. Alle Azubis arbeiten während ihrer Lehre auch auf den Aufforstungen des Vereins mit und bekommen das Know-How gezeigt, wie sie in ihrer Heimatregion aufforsten können. Ohne diese Aufforstungen würden wir gar nicht mehr an genügend Bauholz kommen, um unsere Projekte zu realisieren. Örtliche Landwirtsfamilien werden beauftragt rund um unsere Aufforstungen Brandschutzstreifen anzulegen, um die Wälder vor Buschfeuern zu bewahren.

    Weihnachtsaktion 2023

    Deine Bank wird mit einem frei wählbaren Text beschriftet. Dann wird die Bank fotografiert und das Foto zu uns geschickt. Wir geben es dann an dich weiter. Sobald die nächste Schule fertig ist, wird die entsprechende Anzahl an Bänken dorthin transportiert und die Schüler haben nicht nur ein tolles neues Gebäude, sondern auch einen tollen Arbeitsplatz aus nachhaltig erzeugtem Holz, hergestellt von jungen Togoern, die damit nicht nur ihr Leben bestreiten, sondern auch noch ein sehr gefragtes Handwerk erlernen!

    Natürlich bekommst du im Nachgang auch eine Spendenbescheinigung, damit du weißt, dass Dein Geld angekommen ist. Wir sind als gemeinnütziger Verein anerkannt und du kannst diese Spendenbescheinigung mit der Steuererklärung einreichen!

    Schulbänke in Togo

    Bestellen




      Du hast Fragen zur Aktion, zum Verein oder möchtest uns dauerhaft als aktives oder passives Mitglied unterstützen? Schreibe mir eine Mail oder rufe mich an! +49-171-1660272!

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      Das Ries-Ereignis

      Das Ries-Ereignis

      Das Ries-Ereignis

      Die Entstehung des Nördlinger Ries und des Steinheimer Beckens sind so unfassbar gewaltige Vorgänge, dass man sie kaum begreifen kann. Hier gibt es eine Chronologie der Ereignisse. Im Ausflugstipp #044 „Das Rieskratermuseum“ gibt es den passenden Ausflugstipp.

      Das Ries-Ereignis

      Deutschland vor 15 Millionen Jahren. An einem schönen Tag im subtropischen Regenwald zwischen dem was heute Nürnberg ist und dem was heute Stuttgart ist, döst ein Machairodus faul in der Sonne und schaut irritiert auf den weißen Fleck am Himmel, der immer größer wird und schließlich heller als die Sonne ist. Was die Säbelzahnkatze sieht, ist ein 1,5km großer Asteroid der gerade durch die Erdatmosphäre auf seine Einschlaggeschwindigkeit von 72.000km/h abgebremst wird. 

      Ries Ereignis

      35 Millisekunden vor dem Einschlag

      In weniger als drei Sekunden durchquert der Asteroid unsere Atmosphäre und nähert sich mit 20 Meter pro Sekunde im 30°-Winkel der Oberfläche. Die Luft zwischen der Erdoberfläche und dem Asteroiden wird komprimiert und erhitzt sich dadurch so stark, dass auf der Erdoberfläche das Gestein und aufliegende Erde verdampft. Insgesamt werden in den nächsten Minuten 3.000km³ Erde verdampfen. Plus der Asteroid.

      Blick aus dem Museumsfenster auf St. Laurentius

      10 Millisekunden nach dem Einschlag

      Der Asteroid schlägt auf und übt einen Druck von 4-5 Millionen bar, also 400.000-500.000 Tonnen pro Quadratmeter, auf die Erde aus. Die Oberfläche der Erde wird 10.-30.000°C heiß. Dadurch wird geschmolzenes Gestein mit deutlich über 72.000km/h nach Osten weggeschleudert. In einem eng umgrenzten Gebiet in Böhmen und Mähren sind diese Sande noch heute als erstarrte Glastropfen zu finden.

      Blick aus dem Museumsfenster auf St. Laurentius

      60 Millisekunden nach dem Einschlag

      Der Asteroid hat die Sedimentgesteine des Jura und des Trias, die knapp 800m mächtig sind, durchschlagen und dringt in das Grundgebirge ein. Insgesamt dringt der Asteroid ca. einen Kilometer in die Erde ein. Innerhalb von einem Kilometer von 72.000km/h auf null zu bremsen ist eine ziemlich unsanfte Angelegenheit. Unser Asteroid, ein 1,5km großer Stein, wird auf weniger als die Hälfte seiner Größe zusammengepresst.

      Die Hauptauswurfphase beginnt. Eine bunte Mischung aus glühenden Gesteinen aller Schichten wird mit 18.000 km/h aus dem Kegel nach außen geschleudert. Die Stoßwelle breitet sich im Gestein mit Überschallgeschwindigkeit aus, Gestein schmilzt und wird umgewandelt.

      Blick aus dem Museumsfenster auf St. Laurentius

      10 Sekunden nach dem Einschlag

      Der Asteroid ist komplett verdampft. Bei dieser Explosion, die der Sprengkraft von mehreren hunderttausend (!) Atombomben entspricht wird ein Krater von 8 Kilometer Durchmesser und 4 Kilometer Tiefe aufgesprengt. In einer Entfernung von 40km um den Aufschlagort bildet sich eine geschlossene Decke aus ausgeworfenem Material, die zunächst bis zu 100m mächtig ist.

      Eine Wolke aus glühendem Gestein schießt etwa 100km in die Höhe. Nach dem Durchlaufen der Stoßwelle federt die Erde zurück und in der Mitte des Kraters beginnt sich ein Zentralberg zu bilden.

      Blick aus dem Museumsfenster auf St. Laurentius

      1 Minute nach dem Einschlag

      Der Krater und der Zentralberg sind nicht stabil, die steilen Wände stürzen ein, teilweise kilometergroße Gesteinsschollen rutschen in Richtung des Zentrums. Der Krater erweitert sich auf einen Durchmesser von ca. 24 Kilometer. Der einstürzende Zentralberg drückt innerhalb des Kraters einen Ring auf, den inneren Ring, der heute noch sichtbar ist.

      Blick aus dem Museumsfenster auf St. Laurentius

      10 Minuten nach dem Einschlag

      Nach drei Minuten war das Kraterwachstum beendet, einige Minuten später kollabierte die Glutwolke über dem Krater und glühendes Gestein regnete auf den Krater und die Umgebung herab. Der 500m tiefe Krater wird ca. 400m hoch von glühendem Impaktgestein gefüllt. Dieses Impaktgestein, der Suevit, ist heute das typische Gestein im Nördlinger Ries. Allerdings dauerte es erst einmal ca. 2.000 Jahre, bis das glühende Kraterloch von ca. 600°C auf 100°C abgekühlt war.

      Blick aus dem Museumsfenster auf St. Laurentius

      Auswirkungen

      3km³ Gestein sind verdampft, 150km³ Gestein wurde aus dem Krater geschleudert, 1.000km³ Gestein wurden bewegt. Insgesamt wurden 5.000km² Fläche mit Gestein bedeckt. Umgerechnet in heutige wissenschaftliche Einheiten entspricht das 1,95 Saarland oder 700.280 Fußballfeldern.

      Der Einschlag ist auf der ganzen Welt zu hören, nach 17 Stunden hört man ihn auf der anderen Seite der Erde, irgendwo im Pazifik vor Australien.

      In Paris, 500km Luftlinie entfernt, bebte die Erde und ein starker Wind (6 Bft) war zu spüren. In Frankfurt konnte man einen Feuerball sehen, etwa 10 mal so groß und so hell wie die Sonne und ein Sturm von ca. 200km/h entwurzelte 1/3 aller Bäume.

      Der Ur-Main und die Ur-Altmühl flossen ca. 10km östlich des Kraters nach Süden, ihr Strom wurde durch die Auswurfmassen unterbrochen und es staute sich ein See von der Größe des Bodensees bis nach Nürnberg. Der See verlandete erst nach ca. 2 Millionen Jahren.

      Nördlinger Ries

      Interessiert? Im Ausflugstipp #044 „Das Rieskratermuseum“ gibt es den passenden Ausflugstipp.

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      Die Alamannen

      Die Alamannen

      Wer waren die Alamannen, die von Norden kommende die Römer von der Ostalb jagten? Ein Dokument zur Frühgeschichte.

      Die Kelten

      Die Kelten

      Die Kelten

      Die Kelten beherrschten von ca. 800 v. Chr. bis zum Erscheinen der Römer nach Christi Geburt die Ostalb. Als die Römer um 60 n. Chr. auftauchten und um 160 n. Chr. den Limes in unserer Region errichten vermischten sich die Kulturen zuerst, bevor sie mit dem Erscheinen der von Norden einströmenden Alamannen im 3. Jahrhundert verschwand. 

      Was sind Kelten?

      Die Definition, was ein Kelte war ist nicht so einfach. Kelten waren nie ein Volk, oder gar eine Nation. Sie waren unterschiedliche ethnische Gruppen mit vergleichbarer Kultur.

      Es gibt daher eine archäologische Definition, die aufgrund vergleichbarer Funde in Europa die ehemaligen Bewohner als Kelten deklariert. Es gibt die sprachwissenschaftliche Definition, die aufgrund antiker Quellen und sprachwissenschaftlicher Belege für keltische Worte in modernen Sprachen das Verbreitungsgebiet umreißt. Es gibt die ethnologische Definition, die Volksstämme mit ähnlichen Gebräuchen und Glaubensvorstellungen zusammenfasst. Schließlich git es noch die sehr imperalia Definition der Römer: alles was Rom als Kelte bezeichnet ist gefälligst ein Kelte.

      Keltendorf Bopfingen

      Die Eisenzeit

      Da dies keine Seminararbeit werden soll begnügen wir uns damit, dass die Kelten die Bewohner des Gebiets zwischen Nordostfrankreich bis zur nordöstlichen Balkanhalbinsel während der Eisenzeit waren.

      Die mitteleuropäische Eisenzeit umfasst den Zeitraum von 800 v. Chr. bis 15 v. Chr.  Sie wird in eine frühe Eisenzeit (Hallstattzeit) und eine späte Eisenzeit (Latènezeit) ab 450 v. Chr. unterteilt.

      Bereits in der vorhergehenden Bronzezeit haben die Menschen einen hohen kulturtechnischen Stand erreicht. Zu dieser gehörten Bestattungsriten („Urnenfeldkultur“), große durch Wälle geschützte Siedlungen, vielfach auf Inselbergen, Kupferbergbau, Bronzebearbeitung und Keramikherstellung.

      Hallstattkultur

      Quelle: NordNordWest, Public domain, via Wikimedia Commons

      Hallstattzeit

      Die Menschen der Hallstattkultur bildeten eine deutliche Hierarchisierung der Gesellschaft heraus. Man findet in dieser Zeit reich ausgestattete Fürstengräber und Fürstensitze. Das alte Fernhandelssystem für Kupfer und Zinn zur Bronzeherstellung wurde aufgegeben, es etablierten sich neue Fernhandelswege mit Handelsstationen, die sich am Eisenhandel orientierten. Durch Funde von griechischer Keramik, massaliotischen Weinamphoren und etruskischen Bronzegefäßen konnte ein Handel mit dem Mittelmeerraum nachgewiesen werden.

      Hallstattkultur

      Fürstengrab bei Bopfingen

      Lathènezeit

      In der Lathènekultur werden die etruskischen und grichischen Einflüsse deutlicher. Man ahmt die dortige Kunst nach woraus sich schließlich ein eigener, neuer Kunststil entwickelt. 

      Es setzen Wanderungen der keltischen Stämme ins Donaubecken, nach Makedonien und Griechenland ein, vermutlich aufgrund einer Verschlechterung des Klimas. Es kommt zu einem ersten Geldwesen, wobei griechische und römische Münzen nachgeahmt werden.

      Die Siedlungen wachsen an, erstmals sind in den Siedlungen eigene Handwerkerviertel erkennbar. 

      Fernsehturm auf dem Rosenstein und Teufelsklinge

      Keltische Wallanlagen am Rosenstein

      Untergang der Kelten

      200 v. Chr. erreichte das keltische Siedlungsgebiet seine größte Ausdehnung. Danach wurde der keltische Einfluss von Norden her durch das Vorrücken germanischer Stämme zurückgedrängt.

      Im Süden waren die Verhältnisse unter dem Einfluss des römischen Imperiums anders gelagert. Zwar konnte die keltische Kultur unter römischer Besatzung weiterbestehen, sie verschmolz allerdings mit dieser, römische und keltische Kulturelemente vermischten sich und im Westen, dem heutigen Frankreich, wurde daraus die gallorömische Kultur, im Osten die norisch-pannonische Kultur.

      Die Ostalb liegt an der Grenze der beiden Einflusszonen. Von Norden rückten die Alamannen ein, im Süden assimilierten die Kelten die romanische Kultur. Schließlich verschwand die Kultur und machte Platz für die Römische Kaiserzeit, die Europa bis zur Zeit der Völkerwanderung (375-568) dominieren sollte.

      Römischer Wachturm Lorch

      Der Limes bei Lorch (Rekonstruktion eines Wachturms)

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      #062 Kreuzweg am Hohenrechberg

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      Die Alamannen

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      Fingerverletzungen

      Fingerverletzungen

      Fingerverletzungen

      Eine der häufigsten Verletzungen, die ich bei Kindern behandle, sind Schnittwunden am Finger. Wie man Fingerverletzungen richtig behandelt zeige ich hier. Denn mach Dir nichts vor: auch Du wirst noch ein paar Mal Erste Hilfe leisten müssen, bevor die Kleinen flügge sind.

      Schnittwunden

      Schnittwunden werden passieren, spätestens wenn Du Deinem Kind ein Messer kaufst. In aller Regel ist das mit ein paar Tropfen Blut und einem gehörigen Schreck getan. Fast alle Patienten benötigten bisher ein Pflaster hauptsächlich als Placebo für die Seele, erst ein Junge hat es geschafft sich mit dem Messer so zu schneiden, dass ich einen Wundnahtstreifen („Klammerpflaster“) verwendet habe. Ansonsten reichte ein normales Pflaster.  Wie im Artikel „Erste Hilfe-Set für unterwegs“ beschrieben, nutze ich nicht die häufig verwendeten Pflastersets, sondern Pflasterstreifen, in meinem Fall die Hansaplast Classic, 6cm. Der Vorteil ist, dass man diese Pflaster auf jede erdenkliche Form zuschneiden kann.

      Fingerverletzungen

      Klassische Schnittverletzungen mit dem Messer treffen sehr oft die Finger. Wie man mit Pflasterstreifen einen Finger sauber verarztet lernst Du hier. Eine Fähigkeit, die übrigens meine Pfadi-Kids auch ab 6 Jahren mit großer Begeisterung lernen! Ich plädiere sehr dafür, Kindern die Erste Hilfe früh nahe zu bringen,. Auch aus dem Grund, dass ich viele ältere Kinder erlebt habe, die bei einem Notfall sehr hysterisch werden, weil sie nicht wissen was zu tun ist.

      Erste Hilfe-Set für das Wandern mit Kindern

      Fingerkuppen-Pflaster

      Den Pflasterstreifen auf gut die doppelte Länge des fertigen Verbandes zuschneiden

      Fingerkuppenverband Schritt 2

      Mittig, links und rechts zwei Dreiecke ausschneiden.

      Fingerkuppenverband Schritt 3

      Die Wunde reinigen und desinfizieren. Den Finger etwas unterhalb der Mitte auf dem Pflaster platzieren. Die Wundauflage dabei logischerweise zur Wunde hin.

      ACHTUNG: Es gibt die Rechtsauffassung, dass Wunddesinfektion eine Medikamentengabe sei. Als Leiter einer Jugendgruppe sei dies deshalb ohne Einwilligung der Eltern nicht erlaubt. Grund ist die Gefahr, dass das Kind mit einer lebensbedrohlichen allergische Schockreaktion auf das Desinfektionsmittel regieren könne. Diese Rechtsauffassung teilen auch viele großen Jugendverbände. Wie Du mit diesem Wissen in der Jugendarbeit umgehst musst Du entscheiden. Ich persönlich halte eine Wunddesinfektion, gerade bei mehrtägigen Lagern für das geringere Risiko…

      Fingerkuppenverband Schritt 4

      Die unteren Flügel um den Finger kleben. Gut sitzend, aber nicht zu straff.

      Fingerkuppenverband Schritt 5

      Die Dreiecke links und rechts seitlich am Finger festkleben.

      Fingerkuppenverband Schritt 7

      Die obere Hälfte umschlagen und festkleben. Fertig ist ein wunderschöner Fingerkuppenverband!

      Fingerkuppenverband Schritt 8
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      #062 Kreuzweg am Hohenrechberg

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      Die feindlichen Brüdern

      Die feindlichen Brüdern

      Die feindlichen Brüdern

      Die „Sage von den feindlichen Brüdern“ auf dem Graneggle und dem Rechbergle (Schwarzhorn) beschäftigt sich mit den beiden geheimnisvollen Burgen auf den benachbarten Bergen, von denen heute wenig bis nichts mehr bekannt ist.

      Die feindlichen Brüder

      Auf dem Rechbergle (Schwarzhorn) stand vor alter Zeit eine Burg, ihm gegenüber lag das Graneggle, dazwischen das steile Christental. Der vom Heldenberg hatte zwei Söhne. Um jedem von ihnen eine Burg zu hinterlassen, lies er auf dem Graneggle eine Burg erbauen und verband sie mit der auf dem Rechbergle mit einer ledernen Brücke. Die beiden Brüder ritten auf der Brücke hin- und her.

      Der vom Rechbergle war böse. Bei der Jagd am Schwarzhorn kam der vom Graneggle aus dem Tal herauf an einem Schäferhaus vorbei und verliebte sich in die junge Schäferin. 

      Hochzeit & Duell

      Es sollte zur Hochzeit kommen und der Brautzug sollte zur Nacht vor sich gehen. Der vom Rechbergle lauerte mit seinen Knappen an einer Klinge und wartete, bis der Zug vorüber kam. Er überfiel die Braut und Knappen seines Bruders und sperrte sie in seiner Burg ein. Das betrübte den vom Graneggle und Tag für Tag sann er auf Rache. 

      Jeden Tag stellte der vom Rechbergle sich mit seiner Beute an der Brücke auf und neckte seinen Bruder auf der anderen Seite. Eines Tages sah er ihn, wie er seinen Bogen spannte und herüberzielte. Er tat es ihm gleich und beide Brüder fielen im selben Augenblick getroffen von der Brücke und stürzten ins Tal. Beide Burgen verloren den Herren und verfielen.

      Grundmauern der Burg Granegg über dem Christental
      Schwarzhornhaus

      Auf dem „Rechbergle“ (Schwarzhorn) steht heute keine Burg mehr, dasfür das Schwarzhornhaus, eine Selbstversorgerhütte der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

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      Magazin
      Die Alamannen

      Die Alamannen

      Wer waren die Alamannen, die von Norden kommende die Römer von der Ostalb jagten? Ein Dokument zur Frühgeschichte.

      Tipp der Woche
      Der Holzbrockler vom Heldenberg

      Der Holzbrockler vom Heldenberg

      Der Holzbrockler vom Heldenberg

      Hauptmann von Roth, bekannt als kopfloser Reiter vom Reiterleskapelle, aus der Sage zur Entstehung des Reiterleskapelle, soll heute noch sein Unwesen als Holzbrockler (Holzsammler)  am Heldenberg treiben.

      Der Heldenberg

      Gar ungemütlich geht es am Winzinger Heldenberg her, wo der Geist Hauptmann Roths selbst am hellichten Tage sein Unwesen treibt. Oft wurden Holzleser, Kinder und Erwachsene verschreckt und eilten heulend und verstört zurück ins Tal wo sie die verstörenden Erlebnisse den staunenden Zuhörern erzählten.

      Das Lesen von Holz war in vergangenen Zeiten eine häufige Arbeit der ärmeren Schichten, denen der Lehensherr das Recht gewährte in seinen Wäldern Totholz für den heimischen Herd zu sammeln. Wenn diese Holzbrockler ihr Reisig beieinander hatten, so schnürten sie es zu einem den Kräften des Trägers angemessenen Bündel. Hierbei wurden zu lange Holzstücke auf die richtige Länge zerbrochen. Man hört daher bei diesem Geschäft ein beständiges Knacken und Krachen.

      Christental-Stausee & Heldenberg

      Der Holzbrockler

      Einmal waren zwei arme Weiber und ein Büblein auf dem Heldenberge droben um Holz zu lesen. Eben waren sie daran, das Reisig zusammenzubrechen, da hörten sie in der Nähe ein Knacken, als ob da auch jemand Holz zerbräche. Da das Krachen fortdauerte, ging eines der Weiblein der Richtung desselben nach und bemerkte zu ihrem Schrecken ein kleines, grüngekleidetes Männlein, dass Reisig über das Knie zerbrach und die ganzen kleinen Holzstücke auf einen hoch aufgetürmten Haufen warf. Im Nu aber saß das Männlein auf einem Pferde ohne Kopf, umgeben von zahllosen kopflosen Hunden und fort jagte die gespenstische Erscheinung unter Sturmgetöse, Krachen und Hundegebell durch den Wald nach dem Christentale und Granegg hinüber; es war als ob alle Stämme, Äste und Zweiglein des Waldes geknickt würden.

      Keuchend, in atemloser Hast eilten die Holzleser nach Hause und meldeten den schrecklichen Vorfall.

      In ähnlicher Weise ängstigte der Holzbrockler gar oft die Leute auf dem Heldenberg, wodurch der Berg in so üblen Ruf kam, dass er oft längere Zeit verödet stand, da sich jeder scheute,den dort hausenden Unholden zu nahe zu kommen.

      Geheimnisvolles Christental von Florian Setzen

      Eine Empfehlung, wenn Du mehr über das Christental erfahren willst. Das Buch meines Jugendfreundes und Historikers Florian H. Setzen über die Sagenwelt des Christentals (Nur noch antiquarisch erhältlich).

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      #062 Kreuzweg am Hohenrechberg

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      Heidenschlacht im Christental

      Heidenschlacht im Christental

      Heidenschlacht im Christental

      Woher stammt der Name Christental? Der wissenschaftlich zwischenzeitlich widerlegten Sage nach von einer Heidenschlacht im Christental. Trotzdem ist die Geschichte zu spektakulär um sie nicht zu erzählen.

      Die Schlacht im Christental

      J. A. Rink, Leiter des Gräflich Rechbergischen Archivs zu Donzdorf verfasste 1802, auf Grundlage älterer Quellen, unter anderem auf die Aufzeichnungen eines „Thomas Lirers (Lyrers) aus Rankweil“, die der Historiker Florian H. Setzen mittlerweile widerlegte, folgende Beschreibung der Schlacht, die zu dem Namen „Christental“ geführt haben soll:

      Auf dem bekannten Tecker Berg bey Kirchheim im Wirtenbergischen wohnte ein Graf, Herr oder Dynast von Teck, so erzählt Lyrers Chronik und der Dominikaner Felix Fabri.

      Dieser Graf opferte noch den Götzen, und vielleicht mag er auch mit den hie und da angesiedelten Christen nicht sanft verfahren seyn.

      Genug, das vernahm ein christlich schwäbischer Herzog Romulus oder Rumelius, und er machte es sich zur Pflicht, dem Unfug ein Ende zu machen und den Grafen mit seinem Anhange nach damaliger Sitte durch die Schärfe des Schwertes zur Liebe und Duldung predigenden Christusreligion zu bekehren.

      Romulus kam mit 24.000 Mann und lagerte sich im Thal bei Hausen, nicht weit von Teck. Der Graf rüstete sich auf seiner Seit zur Gegenwehr und wurde von einem nordischen Markgrafen, der zu Burgau hausete biedermännisch unterstützet.

      Die Schlacht begann, aber die Christen siegten, und 13.000 Heiden fielen auf dem Schlachtfelde.

      Unter den Gefangenen war der Markgraf selbst und vier Brüder mit den rothen Löwen (Die von Rechberg). Die Gefangenen wurden auf den nicht weit entfernten Rehberg (Rechberg) geführt, wo sie eine Wohnung zu bauen anfingen und die christliche Lehre annahmen.

      Diese neue christliche Kolonie, wovon ohne Zweifel das benachbarte Christenthal seinen Namen erhielt, beschäftigte sich nun häufig nach ihrer Väter Sitte mit der Jagd, theils sich zu ernähren, theils die Zeit zu verkürzen.

      Um aber des Abends nicht immer den hohen Berg hinaufsteigen zu därfen erbauten sie im Thale an der Rems eine Curia, Hof, oder Villam, die sie Gmünd nannten

      […]

      Nach einer anderwärts angestellten kritischen Untersuchung fällt die Hauptsache der Begebenheit, die nach Chroniken Weise mit so vielem fabelhaften untermischt ist, in die Mitte des siebten Jahrhunderts, oder gegen Ende dessen (650-699) gerad also in die Zeit, wo die irischen Missionaren, Gallus, Collumban, Kilian, Emeran, Rupert, und Bonifaz Deutschland durchliefen, um das Evangelium zu predigen.

      Von Chronist zu Chronist wurde die Geschichte immer reichhaltiger ausgeschmückt. Bernhard Kaißer (1911) lies die siegreichen Christen die Heiden bis Heidenheim verfolgen, woraus sich dessen Name ergeben sollte. Bernhard Gaugele (1910) verlegte die ganze Schlacht ins Christental und den Wohnort der angeblichen Stammväter der Grafen von Rechberg vom Rechberg auf das Rechbergle (Schwarzhorn).

      So wurde eine spätestens durch die Publikation von Setzen 1994 widerlegte Geschichte im 21. Jahrhundert zu einer auf Schilder geprägte Wahrheit, woher der Name „Christental“ stammt.

      Tafel zur Herkunft des Namen "Christental"
      Geheimnisvolles Christental von Florian Setzen

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      #062 Kreuzweg am Hohenrechberg

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      Jakob Veit & das goldene Kegelspiel

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      Jakob Veit & das goldene Kegelspiel

      „Jakob Veit“ und „Das goldene Kegelspiel“ sind zwei Sagen rund um die geheimnisvolle und sagenumwobene Burg auf dem Graneggle, die von den dortigen Schätzen erzählen.

      Das Goldene Kegelspiel

      Der alte Herr vom Graneggle bei Wißgoldingen hatte ein wunderschönes goldenes Kegelspiel mit einer goldenen Kugel. Bei Ritterfesten und anderen Anlässen wurde mit diesen Kegeln auf Burg Granegg gespielt. Wahrscheinlich in Kriegszeiten, so erzählt man sich, sind die Kegel auf dem Graneggle vergraben worden. Noch jetzt liegen sie im Berg. Manchmal, bei Gewitter, wenn ein Regenbogen über dem Graneggle steht, kommen sie heraus. Schon mancher will sie dort droben gesehen haben.

      Die Sage von Jakob Veit

      Es war ein armer Bauer und Holzhacker, Jakob Veit aus einem dem Christental benachbarten Gehöft. Veit war ein junger, sehr kräftiger und fleißiger Mann, der aber durch seinen Hunger nach Reichtum ins Unglück stürzte.

      Eines Tages war Jakob Veit in der Nähe der Ruine Granegg mit Holzfällen beschäftigt. Schon seit Jahren kam er im Winter hier herauf ohne sich für die verfallenen Gemäuer zu interessieren.

      Eines Tages jedoch, als er sich von der schweren Arbeit ausruhte, fiel sein Blick auf die Ruine und ein unstillbarer und unchristlicher Hunger nach Gut und Geld überkam ihn.

      Er gedachte diesen Hunger dadurch zu stillen, dass er die Schätze, die dort in der Ruine verborgen seien, und von denen er so oft gehört hatte, heben wollte. Der bisher leidlich zufriedene Mann wurde unglücklich, er verlor von dieser Stunde an die Lust an jeglichem Geschäft und klagte „Jahraus, jahrein muss ich mich schinden und plagen um meine Familie ernähren zu können. Ach, hätte ich nur einen kleinen Teil der Schätze, die dereinst dort oben funkelten und jetzt tief im Schutt vergraben sind – wie glücklich und froh könnte ich mit meiner Familie werden!

      Der Schatz von Burg Granegg

      Während der müde Mann seine Wünsche halblaut vor sich hinmurmelte, bemerkte er durch die leeren Fensterhöhlen der Ruine, wie sich in deren Inneren scheinbar kleine Kinder ungemein lebhaft hin- und her bewegten. Gleichzeitig meinte er ein Gezwitscher wie von Vogelstimmen zu hören. Rasch sprang Veit auf und kletterte die Halde bis zur Ruine hinauf.

      Durch eines der Fenster sah Veit wie sich fünf Zwerge mit Bärten bis zum Boden in einer ihm fremden Sprache lebhaft unterhielten und dabei aus einem Gewölbe die kostbarsten Geschmeide, silberne und goldene Schalen, Armbänder, funkelnde Edelsteine und ein goldenes Kegelspiel zu den Füßen eines der Männlein legten, der scheinbar das Oberhaupt war.

      Der Veit konnte kein Auge von den Schätzen lassen, als plötzlich eine große Eule dahergeflattert kam, sich auf eine Burgmauer setzte und dreimal hintereinander ein gräßlich anzuhörendes „Uhu“ ausstieß. Während Veit seine Augen nach dem gräßlichen Vogel richtete, erfolgte ein donnernder Schlag der den ganzen Berg erzittern lies. Mit einem Schlag waren die Zwerge mitsamt ihren Schätzen verschwunden.

      Keine Vertiefung im Boden zeugte mehr von dem Gewölbe, aus dem die Männlein die Schätze herbeischleppten. Vor Schreck fast gelähmt ergriff ihn Furcht und Grausen, da ihn der unheimliche Vogel dreimal umkreiste, bevor er seinen Flug nach Westen, dem Rechbergle zu fortsetzte. „Du Teufelsvieh!“ schrie Jakob Veit ihm hinterher, bevor er, einen letzten Blick nach der Ruine werfend, hinabstieg und in trüber Stimmung nach Hause ging.

      Geheimnisvolles Christental von Florian Setzen

      Eine Empfehlung, wenn Du mehr über das Christental erfahren willst. Das Buch meines Jugendfreundes und Historikers Florian H. Setzen über die Sagenwelt des Christentals (Nur noch antiquarisch erhältlich).

      Die Wandlung des Jakob Veit

      Der lebenslustige junge Mann war, seit er die Schätze auf dem Graneggle geschaut hatte, wie umgewandelt. Die Arbeit ward ihm zur Last, schweigsam und einsilbig schlich er umher. Familie und Nachbarn konnten sich dieses eigentümliche Verhalten nicht erklären. Was er auch tat geschah mit Widerwillen und unpünktlich. Vor allem aber nutzte Veit jede sich bietende Gelegenheit um mit Hammer und Hacke zur Burg hinaufzusteigen um das Tor zum Eingang der unterirdischen Gewölbe zu finden.

      Die Zigeunerkarawane

      Eines Tages, in den frühen Morgenstunden als der bedauernswerte Mann in der Absicht die Burg zu besteigen gerade unterhalb des Graneggs angekommen war und auf einem Geröllhaufen rastete, hörte er aus der Ferne wilde Gesänge und schmetternde Musik. Eine Zigeunerkarawane mit vielen Wagen näherte sich ihm und das vielköpfige braune Volk machte gerade vor ihm Halt.

      Kaum standen die Wagen, sprang ein lebhafter brauner Geselle von einem der Wagen, den Veit ob seines schwarzen Talars und einem der Stola ähnlichen farbigen Bande fast für einen Pfarrer gehalten hatte. Kaum dem Wagen entstiegen machte derselbe verwegene Luftsprünge, schlug Purzelbäume, raste wie närrisch und schlug schließlich mit einer langen Haselgerte nach allen Richtungen in die Luft, dabei immer unverständliche Worte murmelnd. Die männlichen und weiblichen Glieder der Bande umstanden das Schauspiel mit ernsten, fast andächtigen Mienen als würde es sich um etwas recht wichtiges handeln.

      Der Pakt mit dem Zigeuner

      Nach diesem Hokuspokus streckte sich der braune Kerl in seiner ganzen Länge zu Boden, verweilte in dieser Lage längere Zeit wie in lebloser Erstarrung. Hierauf erhoben sich der Zigeuner und näherten sich langsam und gemessen dem traurig dasitzenden Veit. „Guter Mann“ redete er diesen an, „du sitzt so erschöpft und traurig da, als sei dir ein großes Unglück widerfahren?„. „Getroffen!“ rief der Veit, sich erhebend „wie soll ich dieses Lebens froh werden bei dieser harten Arbeit, die kaum mich und meine Familie zu nähren vermag, während sich in den Gewölben der Burg dort hoben Schätze in Hülle und Fülle finden? Nur einen einzigen Kegel des goldenen Spiels, dass ich geschaut habe möchte ich mein nennen – all meine Not hätte ein Ende!„.

      Dir kann geholfen werden“ sprach feierlich der Zigeuner. „Ich werde mich sogleich auf die Burg begeben und mit den bewachenden Berggeistern ein ernstes Wörtchen reden. Geh jetzt nach Hause, bei Sonnenuntergang erwarte ich dich an dieser Stelle!„.

      Die Schatzsuche

      Als sich die Sonne anschickte hinter dem Heldenberg ihren Tageslauf zu vollenden, stellte sich Veit an der besagte Stelle ein. Der Zigeuner erwartete ihn bereits. Letzterer, der Meister der Bande war gänzlich alleine, während sich die Karawane, dem Lautertale zu, entfernt hatte.Flugs stiegen die beiden zur Ruine hinauf und der Zigeuner zeigte Veit einen schmalen Spalt hinter Geröll und Gestrüpp, der als Eingang zu den Gewölben zu dienen scheinte.

      Unter Zaubersprüchen und kräftigen Lufthieben mit der Haselgerte beschrieb der Meister mehrere Kreise und überreichte dann Veit eine Wünschelrute. „Nun bist du gewappnet“ sagte er „steig in der nächsten Mitternachtsstunde durch die enge Spalte hinab zu den herrlichen angehäuften Schätzen. Zwei Pforten des unterirdischen Gewölbes werden sich mit dem Schlag der Wünschelrute öffnen, doch erst in der zweiten Halle wirst du die reichen Kleinodien zu schauen bekommen.“

      Nimm den was du mit beiden Händen fassen kannst und zu tragen vermagst, was dir am besten gefällt. Aber hüte dich dabei deinen Mund zu öffnen! Ein einziger Laut und alle Herrlichkeit verschwindet. Statt glücklich wirst du unglücklich sein dein Leben lang. Kannst du aber schweigen bist du gegen jeglichen Schaden gefeit, da ich die Macht der Berggeister gebändigt habe.“ Nach diesen Worten verließ der Meister der Zigeunerbande unseren Veit, dieser aber setzte sich dem engen Pförtlein des Gewölbes gegenüber, um hier die Mitternachtsstunde zu erwarten. 

      Grundmauern der Burg Granegg über dem Christental
      Grundmauern der Burg Granegg über dem Christental
      Grundmauern der Burg Granegg über dem Christental

      Das Gewölbe

      Als die Mitternachtsstunde angebrochen war fasste sich Veit ein Herz und schlüpfte durch die bezeichnete Felsspalte in einen dunklen Gang hinab, wo ihn nach wenigen Schritten ein eisernes Tor am weiteren vordringen hinderte. Auf einen Schlag mit der Wünschelrute öffnete sich dieses krachend. Mutig betrat Veit ein mit mattem Dämmerlicht spärlich erhelltes Gemach, das von allerlei kriechendem Gewürm wimmelte. Das in ihm aufsteigende Grauen überwindend, schritt Veit beherzt zum etwa 20 Schritt entfernten zweiten Tor, das nach der Berührung mit der Zauberrute unter ähnlichem Geräusch als das Erste sich öffnete. Veit stand auf der Schwelle einer hell erleuchteten großen Halle, worin ihm die edelsten Metalle, Diamanten und Perlen entgegenfunkelten.

      Das goldene Kegelspiel

      Nach kurzer Zeit erwog Veit, welche Stücke der herrlichen Kleinodien er sich auswählen sollte. Die Wahl ward ihm zur Qual, zudem er mitten in seinem sinnen bemerkte, dass unter allen aufgehäuften Schätzen das wertvollste, nämlich das goldene Kegelspiel fehlte, von welchem er sich gerne das ein oder andere Stückchen angeeignet hätte.

      Immer noch in Gedanken mit dem goldenen Kegelspiel beschäftigt sprang unter donnerähnlichem krachen ihm gegenüber ein drittes Tor auf. Der erschreckte Veit blickte in einen großen mit rosigem Lichte erhellten Saal, worin fünf wunderschöne Burgfräulein, bedient von unseren fünf Zwergen, sich mit dem goldenen Kegelspiel belustigten.Veit hörte fröhliches Geplauder und silberhelles Lachen, wenn ein Fräulein recht viele Kegel zu Boden gestreckt hatte.

      Im Anschauen vergas Veit alles, auch das Zugreifen. Die Ritterfräulein und Zwerge hatten anscheinend bisher von dem Eindringling keine Notitz genommen. Plötzlich jedoch waren sämtliche Augen auf Veit gerichtet. Ja, eines der Fräulein näherte sich Veit und sprach mit glockenheller Stimme „Willst du nicht mitkommen und mitspielen?“ Alle Vorsicht und die Anweisungen des Meisters vergessend rief Veit beim Anblick des holden Fräuleins entzückt „Oh ja, wie gerne!

      Krankheit

      Ein donnerähnliches Krachen und grollen folgte den wenigen Worten. Der ganze Berg erbebte und kam in kreisende Bewegung. Veit aber wurde von unsichtbaren Mächten in die Höhe gerissen, worauf ihm die Sinne schwanden. 

      Noch fast bewusstlos fand ihn sein besorgtes Weib früh morgens am Fuß von Granegg liegend. Der arme Mann hatte die Sprache verloren, konnte nicht mehr gehen und musste von mitleidigen Nachbarn nach Hause getragen werden. Mit dem wiedererwachenden Bewußtsein hatte es seine eigene Bewandtnis. Veit erkannte nicht mehr seine nächsten Angehörigen und ebensowenig seine besten Freunde.

      Jedoch besserte sich dieser traurige Zustand allmählich. Gleich einem begabten Knaben lernte er bald wieder sprechen und übte sich mit Erfolg in den Arbeiten seines Geschäfts. Aber die Erinnerung an sein ganzes Leben vor dem Tage, da er auf Granegg die verhängnisvollen Worte sprach, war gänzlich und vollständig in seinem Gedächtnis ausgelöscht. So sehr seine Frau bat, so sehr er sich bemühte den finsteren Vorhang seines Gehirns zu zerreisen, es gelang ihm nicht. 

      Ein schwerer, dumpfer Druck lastete auf seinem ganzen Wesen und zwei Jahre nach dem Vorfall auf Granegg waren dessen Körperkräfte so zerrüttet, dass seine Tage gezählt schienen.

      Rückkehr der Zigeuner

      Am Nachmittag eines sonnigen Frühlingstages wünschte der Kranke vor das Haus gebracht zu werden um sich an den linden Strahlen der Frühlingssonne zu wärmen. Das Weib stützte den kranken Körper, der ohne Hilfe sich nicht mehr aufrecht zu halten vermochte und brachte ihn zu einem kleinen Ruhebänkchen an der Mittagsseite des Hauses. Nach einer Zeit hörte man von Fern schmetternden Trompetenschall, die surrenden Klänge des Tamburins, die gellenden Töne der Zimbeln und wilde, aufgeregte Gesänge. Es näherte sich die uns schon bekannte Zigeunerhorde der Hütte unseres todesschwachen Veit. Kaum hatte dieser die schauerliche Musik vernommen, als er sich straff aufrichtete und fest stand, als hätte ihm nie etwas gefehlt. 

      Klar und deutlich sah er sein ganzes Leben, wie es gewesen war bis zu jenem schrecklichen Tage, an welchem er nach der Anweisung des Meisters die Schätze auf Granegg heben wollte. 

      Die Horde war inzwischen näher gekommen. Voran hüpfte und tänzelte der Meister, der mit der Haselgerte ganz gewaltig in der Luft herumfuchtelte, als hätte er mit den Mächten dort einen Kampf auszufechten.

      Die Rache des Veit

      Als sich der Meister Veit gegenüber befand sprang dieser ihm mit einem Ruck und Satz an die Kehle desselben und schrie „Du Elender! Meine Ruhe, meinen Frieden, mein Glück hast du mir genommen! Du bist der Mörder meines jungen Lebens!

      Auffallen musste, dass von der zahlreichen Bande nicht eine Hand sich rührte um dem Meister zu Hilfe zu eilen. Veit umklammerte noch immer die Kehle des Zigeuners, als sein Weib herbeikam und mit sanfter Gewalt seine Hand von der Kehle des leblos daliegenden Zigeuners lösen musste. Mit einer Gefühllosigkeit ohne gleichen luden einige Glieder der Horde ihren anscheinend leblosen Führer auf einen Karren, worauf sich die Karawane unter ähnlichem Tumult wie bei ihrer Ankunft dem Remstale zu entfernte. 

      Spät abends kam noch die Nachricht, die uralte Zigeunermutter habe mit ihren Zaubertränklein den totgeglaubten Anführer wieder ins Leben zurückgerufen. Von da an hat das Christental niemals wieder die braunen Gäste gesehen.

      Die Beichte des Veit

      Unser unglücklicher Veit aber lag nach dem grausigen Auftritt ohnmächtig auf dem Boden. Hilfsbereite Hände trugen ihn auf sein Ruhebett, wo er bald aus seiner Ohnmacht erwachte und etwas Speise zu sich nahm. Gleich darauf aber fiel er wieder in einen tiefen Schlummer, aus dem ihn erst die Morgensonne des folgenden Tages weckte. Seine Augen blickten hell und klar und er fühlte sich ganz glücklich, als ihm seine Frau erzählte, dass sein Zusammentreffen mit dem Zigeuner ihn nicht zu dessen Mörder gemacht habe.

      Sodann befahl er seiner Frau seine Freunde und Nachbarn auf sein Stübchen zu bitten. Bald füllte sich dasselbe mit teilnehmenden Freunden, denen er in rührender Weise erzählte, wie er durch seinen ungezügelten Hang nach Reichtum so bitter unglücklich geworden sei. Auch einem herbeigerufenen Seelsorger machte er dieselbe Mitteilung und lies dabei nicht die kleinste Kleinigkeit aus.

      Der Verstand des Mannesblieb fortdauernd klar, aber dessen Körper konnte die Folgen des aufregenden Auftritts am Tage zuvor nicht mehr überwinden.

      Veit bereute sein verfehltes Leben, empfing in innigster Andacht die Sakramente und hauchte in Anwesenheit seiner Familie und fast der ganzen Nachbarschaft seine Seele aus. Zur selben Stunde des folgenden Tages, an welchem er tags zuvor mit dem Meister der Zigeuner zusammengetroffen war.

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      Es steht etwas besonderes an! Die nächsten fünf Tage gibt es jeweils eine Sage um das Christental auf www.ostalbwanderer.de! Für den 9. Juli führt mein Tipp der Woche nämlich auf eine Sagenreise in dieses geheimnisvolle Tal.

      Die Entstehung der Reiterleskapelle geht, der Sage nach, auf eine unheimliche nächtliche Begegnung des wohlhabenden Bauern Reuterle aus Tannweiler am Christentalpass zurück.

      Ritter von Roth

      Am 20. Februar des Jahres 1621 verstarb Joachim Berchtold von Roth aus Winzingen. Von Roth war Besitzer des Schlosses Winzingen nebst zugehörigem Rittergut. Er hatte es 14 Jahre vor seinem Tod, im Jahre des Herrn 1607, von seinem Schwager Philipp von und zu Neuhausen und Alfdorf erworben.

      Für den Schwager Philipp war der Tod seines Verwandten ein wirtschaftlicher Glücksfall. Erbte er doch das Schloss zurück und verkaufte es im selben Jahr an Freiherr Benjamin von Bubenhofen ein zweites Mal. Auch die Winzinger Bürger atmeten auf, war Roth doch als Tyrann und Jungfernschänder bekannt, unter dem die Bauern arg litten.

      Begräbnis in Winzingen

      Weniger glücklich über den Tod des Hauptmanns von Roth war der wohlhabende Bauer Reuterle vom Hof zum Tanner, der dem Winzinger Herrn eine beachtliche Summe Geldes geliehen hatte. Reuterle war einer der besten Freunde Hauptmann Roths, war oft zu Gast auf Schloss Winzingen und half dem Hauptmann manches Mal aus finanziellen Unannehmlichkeiten.

      Also machte sich der Bauer mit dem Pferd auf den Weg von Tannweiler über den Christentalpass hinab nach Winzingen zum Begräbnis des Ritters, getrieben auch von der Absicht sein verliehenes Geld von den Erben zurückzufordern.

      Der Geist des Ritters

      Bereits während des Begräbnisses ereigneten sich gruselige Dinge. Von Roth war, wie damals üblich, im Schlosshof aufgebahrt. Während der Aussegnung durch den lutherischen Winzinger Pastor zeigte sich der Geist des Roth am obersten Dachladen in Form eines kleinen, grün gekleideten Männleins, dass die versammelte Trauergemeinde mit wüsten Worten verspottete, sich schließlich auf dem Sarg breit machte und keine Anstalten mehr machte von dort zu verschwinden. Die Sargträger, denen man lange zureden musste den Sarg anzuheben, vermochten es nicht. Eine unsichtbare Hand hielt den Sarg am Boden fest. Schließlich kam ein altes Weiblein um den Geist mit Weihwasser zu besprengen, worauf selbiger feuerprustend und zischend emporfuhr und verschwand.

      Reiterleskapelle am Christentalpass

      Amtmann Kugler

      Am Abend nach der Beerdigung ordnete der Bauer Reuterle mit dem Amtmann David Kugler seine Geldangelegenheiten. Dabei saß man etwas zu lange beisammen, wohl bei einem guten Glas Weines aus dem Keller des Verstorbenen. Erst nachts gegen 11 Uhr machte sich der Reuterle auf den Heimweg. Dabei ist ihm haarsträubendes widerfahren. 

      Unheimliche Begegnung

      Der Bauer hatte gerade die Anhöhe oberhalb des Christentals erreicht, als unter Hundsgekläff und Sturmgebraus der Hauptmann Roth auf einem Pferd ohne Kopf, begleitet von einer Horde Hunden ohne Köpfe, vom Graneggle her auf den armen Bauer zugesprengt kam. Im Schreck hob der Bauer seinen Hut und rief „Guten Abend, Herr Hauptmann!“ Das hätte er besser gelassen, denn der Geist erhob ein schreckliches Gebrüll und schrie den Bauer an: „Würde ich Dich nicht so gut kennen, ich zerrisse Dich zu Zunder und Fetzen!“.

      Dann stürmte der berittene Geist weiter in wilder Jagd zum Heldenberg hinüber. Dabei vollführte er schrecklichen Lärm und Gebrüll. Den Bauer überkam die Angst und ihm schwanden die Sinne.

      Das Gelöbnis des Reuterle

      Gerade als die Wißgoldinger Kirchenglocken am Morgen das Angelusläuten anhoben, erwachte der arme Bauer aus seiner Ohnmacht. Noch an Ort und Stelle betete er einen „Engel des Herrn“, empfahl die Seele des verstorbenen Freundes der Gnade Gottes und gelobte für die Seelenruhe seines Kameraden eine Kapelle zu erbauen.

      Dieses Gelübte löste er auch ein, zwischen Heldenberg und Schwarzhorn, am oberen Ende des Christentales steht seitdem die St. Leonhards-Kapelle, Reuterles Kapelle.

      Reiterleskapelle
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      Welche Messer erlaubt das Waffengesetz beim Wandern? Eine Frage, die vor 50 Jahren Irritationen ausgelöst hätte, ist heute durchaus relevant. Wie der geneigte Leser bereits an der Überschrift erahnen kann, sehe ich die Entwicklung kritisch. Trotzdem sollte man die Regeln zumindest kennen.

      Waffengesetz beim Wandern

      Es ist traurig, in einem Wanderblog das Waffengesetz zitieren zu müssen, aber leider notwendig.

      Der Gesetzgeber hat im Waffengesetz nach diversen Anschlägen Aktionismus betrieben, und eine ganze Reihe Messer verboten.

      Darunter zum Beispiel das Butterflymesser. In meiner Jugend war es ab 14 Jahren ein muss, sich so ein Teil im NATO-Shop im Gmünd Center für 15 Mark zu holen. Natürlich haben wir das auch in der Schule geführt. Damit würde man es heute in Spiegel Online schaffen, mindestens aber ein Ticket für den Schulpsychologen buchen. Damit du auf der sicheren Seite bist musst du folgendes wissen:

      Verbotene Gegenstände

      • Butterfly-, Fall-, Faustmesser und einige Springmesser sind verboten. Ausnahmen gibt es für unter anderem für Jäger.
      • Dolche, Schwerter und Wurfmesser sind für Volljährige erlaubt, dürfen aber nicht in der Öffentlichkeit geführt werden.
      • Feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12cm dürfen in der Öffentlichkeit nicht getragen werden.
      • Ebenso einhändig ausklappbare Klappmesser und jedes Messer das der Gesetzgeber in seiner allumfassenden Weisheit als Hieb- oder Stoßwaffe deklariert.
      Pfadfindermesser 13cm Klingenlänge

      Ein wunderschönes Pfadfindermesser von Linder. Dank 13cm langer Klinge darf es nicht geführt werden.

      Feldmesser Bundesheer mit Scheide (Österreich)

      Das Feldmesser des österreichischen Bundesheers. Günstig, robust und ein gutes Werkzeug, wenn man aufgrund Platz- und Gewichtsersparnis keine Axt mitnehmen will. Mein bevorzugtes Werkzeug für Fernwanderungen mit Biwak, wenn es auf das Gewicht ankommt. Leider mit über 16cm ein verbotener Gegenstand. Wenn Du damit jemanden abstichst wirst du nicht nur wegen Mordes, sondern auch wegen Tragen eines verbotenen Messers belangt. Da fühlt man sich doch gleich sehr beschützt. Danke Staat!

      Zwei Möglichkeiten gibt es, aus diesem Verbot herauszukommen:

      • Messer die nicht öffentlich getragen werden dürfen, kann man verschlossen. transportieren. Dann bekommt man erst Probleme, wenn man sie auspackt um damit zu arbeiten, oder
      • das Messer für einen „allgemein anerkannten Zweck“ mitführen.

      Was ist nun ein „allgemein anerkannter Zweck“ der zu einem berechtigten Interesse führt und die Mitnahme erlaubt?

      Das Niedersächsische Innenministerium antwortet darauf in einer glasklaren Stellungnahme, die so auch in den anderen Bundesländern gelten dürfte:

      Die Frage, ob ein „berechtigtes Interesse“ und somit gesetzeskonformes Verhalten vorliegt, hängt immer vom Einzelfall unter Einbeziehung sämtlicher Sachverhaltsumstände ab. Eine generelle Beantwortung Ihrer u.a. Frage ist daher leider nicht möglich. Die folgenden Hinweise können daher nur als Anhaltspunkt dienen.

      Der Zweck des Mitführens muss sich einem Durchschnittsbürger ohne Weiteres erschließen, damit von einem allg. anerkannten Zweck ausgegangen werden kann. Wann dies anzunehmen ist, muss differenziert beurteilt werden, je nachdem, welche Gegenstände konkret geführt werden.

      Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport

      Alle Klarheiten beseitigt? Als frei denkender Mensch stößt mir schon sauer auf, dass ich mich im Zweifelsfall vor einem Staatsdiener rechtfertigen muss, warum ich in der Öffentlichkeit ein Messer führe. Ich habe für mich persönlich festgestellt, dass ich einen anerkannten Zweck verfolge, wenn ich mit meinen Messern aus dem Haus gehe.

      Führen & Besitzen

      Allerdings ist es nicht so einfach, wie sich das der gemeine Untertan vorstellt, mit dem anerkannten Zweck. So stellt das OLG Stuttgart (Beschluss vom 14.06.2011 – 4 Ss 137/11) bereits klar, dass ein Rettungsmesser im Seitenfach der Autotüre um im Notfall eine Scheibe einzuschlagen oder einen Gurt aufzutrennen kein anerkannter Zweck ist. Mir als Feuerwehrmann erschließt sich der Zweck und ich habe das auch früher so praktiziert. Die Prädikatsjuristen kommen hier offenbar zu einer genauso weltfremden wie anderen Ansicht.

      Rettungsmesser

      Mein altes Rettungsmesser aus Feuerwehrtagen. Es ist richtig praktisch im Winter, weil es auch mit dicken Handschuhen mit einer Hand zu öffnen ist. Aus genau diesem Grund darf man es aber in der Öffentlichkeit nicht mehr tragen Das gelbe Teil hinten ist ein Gurtschneider, an der Spite hinten ein Körner um Einscheibensicherheitsglas zu entfernen.

      Der Beklagte mit dem Rettungsmesser im Auto führte das Messer, dass heißt er hatte es so positioniert, dass er es jederzeit sofort greifbar hatte, unvermittelt davon gebrauch machen konnte. Keine schlechte Idee, sollte man meinen. Diente es doch dazu im Notfall einen Gurt durchzutrennen.

      Besitz hingegen ist nur die „tatsächliche Herrschaft“ über eine Sache. Ich habe ein Messer, ich weiß wo es ist, aber ich kann es nicht direkt in die Hand nehmen. Also in den Rucksack damit? Nein, meinte die Staatsanwaltschaft Görlitz. Der Rucksack sei zwar geschlossen aber nicht verschlossen. Im konkreten Fall hatte ein Zugbegleiter ein Einhandmesser als Werbegeschenk erhalten und nutzte es dazu in seiner Pause Äpfel zu schneiden. Es lag in einem Etui im Rucksack neben der Vesperdose. Das Apfelmesser wurde staatlich eingezogen und es gab ein Verwarngeld in Höhe von 50€ wegen „verbotenen Mitführens einer Waffe“

      Also berufen wir uns auf den „anerkannten Zweck“? Auch hier ist der Untertan der Willkür staatlicher Rechtssprechung ausgeliefert, die den obigen Gummiparagraphen nach Tageslaune auslegt. Das wurde einem Dachdecker zum Verhängnis, der ein Cuttermesser als Teil seiner Ausstattung führte. In einem Holster am Gürtel, wie es Dachdecker eben so machen. „Anerkannter Zweck“ meinte das Amtsgericht zwar, aber dass er damit auf dem Heimweg an einer Tankstelle angehalten hat, wurde ihm zum Verhängnis. Der Umweg wird nicht mehr vom anerkannten Zweck gedeckt. Messer weg, Strafe. Wieder ein potentieller Amokläufer weniger. Deutschland atmet auf.

      Fazit

      De facto gibt es keine echte Definition was ein anerkannter Zweck ist. Man ist immer auf das Wohlwollen des Polizisten oder Richters angewiesen. Wer auf der sicheren Seite sein will, der führt statt einem Feldmessers besser ein Beil oder eine Axt mit sich. Alle anderen überlegen sich, wie groß die Chance ist erwischt zu werden und bedauern die Polizisten, die sich um so einen Scheiß kümmern müssen.

      Fiskars X7
      Kindgerechte Messerregeln

      WaffG § 42a

      Verbot des Führens von  Anscheinswaffen und bestimmten tragbaren  Gegenständen

      (1) Es ist verboten

      1. […]
      2. Hieb- und Stoßwaffen nach Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 2 Nr. 1.1 oder
      3. Messer mit einhändig feststellbarer Klinge (Einhandmesser) oder feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm

      zu führen.

      (2) Absatz 1 gilt nicht

      1. […]
      2. für den Transport in einem verschlossenen Behältnis,
      3. für das Führen der Gegenstände nach Absatz 1 Nr. 2 und 3, sofern ein berechtigtes Interesse vorliegt.
      Waffengesetz

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      Die Alamannen

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      Fronleichnam

      Fronleichnam

      Fronleichnam

      An Fronleichnam, dem Hochfest des Heiligen Leib und Blut Christi feiern wir die Gegenwart Jesu im Sakrament der Eucharistie mit Prozessionen. Dabei wird das Allerheiligste in Form einer Hostie in einer prachtvollen Monstranz durch die Gemeinde getragen. An verschiedenen Stationen werden Fürbitten dargebracht. Eine schöne Gelegenheit Kindern die regionalen religiösen Traditionen näherzubringen, die mit diesem Fest verbunden sind – heute nicht als Wanderroute, da ich denke man sollte die Prozession im eigenen Ort besuchen.

      Das Hochfest Fronleichnam

      Das Fest ist eng verbunden mit dem Gründonnerstag und der Einsetzung der Eucharistie durch Jesus Christus im letzten Abendmahl. Da die Karwoche kein prunkvolles Fest zulässt wurde Mitte des 13. Jahrhunderts das Fest Fronleichnam am ersten Donnerstag nach der Pfingstoktav eingeführt.

      Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben, sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.

      Johannes

      Joh 6,55-58

      Fronleichnam

      Prozession

      An die Heilige Messe schließt sich die Fronleichnamsprozession an. Der Pfarrer geht dabei unter einem Baldachin, der von den Ministranten getragen wird. Er hält eine festliche Monstranz in den Händen, in der sich eine Hostie befindet. Die Prozession führt zu vier Altären im Freien, an denen Fürbitten vorgebracht werden und Segensspendungen erteilt werden: für die Kirche (1. Segen), für Land & Volk (2. Segen), für das Gedeihen der Feldfrüchte (3. Segen) und für den Ort und seine Bewohner (4. Segen).

      Fronleichnam

      Fazit

      Für mich ist Fronleichnam ein besonderes Fest, bei dem der Glaube nicht nur hinter Kirchenmauern stattfindet, sondern in die Welt getragen wird. Egal wie du zum Glauben stehst, das Fest mit seinem lokalen Brauchtum; den Blumenaltären und den festlich geschmückten Stationen ist vielleicht auch für dich ein schöner Anlass die Prozession in deinem Heimatort zu besuchen?

      Fronleichnam

      Freust Du Dich schon auf die Blumenaltäre? Schreib es mir in die Kommentare!

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      Mit Kinder unterwegs

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      Die „drei Goldenen Regeln“ sind die wichtigsten Tipps für das Wandern mit Kinder. Sie beinhalten das Grundsätzliche, was Du brauchst um sicher wieder heim zu kommen und Spaß mit Deinen Kids zu haben.

      Es gibt drei Goldene Regeln für das Wandern mit Kindern, an die man sich halten sollte, wenn man mit Kindern draußen unterwegs ist. Hier findet ihr die wichtigsten Verhaltensregeln und Tipps rund um das Wandern und Radfahren mit Kindern.

      Mit Freude unterwegs!

      Zuallererst: Wenn die Kinder Freunde daran haben sich draußen zu bewegen, haben auch die Eltern Spaß. Andernfalls nicht.

      Stelle Dir folgende Szene vor: beim sonntäglichen Frühstückstisch sagt der Papa oder die Mama: „heute ist so schönes Wetter, wir gehen heute auf das Kalte Feld“. Daraufhin setzt allgemeines Gejammer ein, dass den ganzen Tag über anhält. Kommt Dir das bekannt vor?

      Das muss nicht sein! Kinder lieben es draußen zu sein und Abenteuer zu erleben. Damit das funktioniert solltest Du die folgenden drei Goldenen Regeln beachten

      Goldene Regeln

       

      • PLANUNG | Die Tour sollte Dein Kind nicht überfordern und sie sollte spannend sein.
      • AUSRÜSTUNG | Gute Schuhe und angepasste Kleidung sind obligatorisch. Darüber hinaus kann aber auch ein eigenes Taschenmesser oder ein Bestimmungsbuch für Vögel und Pflanzen motivieren.
      • VERPFLEGUNG | Ohne Mampf kein Kampf. Investiere ein paar Minuten vorab um dir zu überlegen wie ihr Euch verpflegen wollt. Kinder lieben Picknick! Aber auch eine rote Wurst auf dem Franz-Keller-Haus oder ein versprochenes Eis am Kiosk treiben die Motivation in die Höhe.
      Mit Kindern unterwegs

      Die Planung

      Apps, die man zur Planung einsetzen kann habe ich im Artikel Wandern im #Neuland schon beschrieben.

      Wichtige Fragestellungen für die Planung sind:

      • Wie  lange kann die Tour gehen (Strecke und Höhenmeter beachten!)? Bei allen vorgestellten Touren siehst du eine Karte aus der App Komoot über die Tour. Dort findest Du neben Strecke und Höhenmeter auch eine Einschätzung wie lange die Tour dauern wird.

       

      • Passt die Tour zur Witterung? (Hitze, Regenwahrscheinlichkeit, Schnee). Ich gebe bei allen Touren an, zu welcher Witterung die Tour passt.

       

      • Kann ich die Tour unter Umständen abkürzen? Ich gebe bei meinen Ausflugstipps entsprechende Hinweise, du findest auch Hinweise auf Schutzhütten dort.

       

      • Was macht die Tour interessant? (Ruine, Burg, Höhle, Spielplatz, Natur, Aussicht,…) Alle Touren, die ich Dir vorstellen werde haben deshalb zu Beginn eine Bewertung der Kriterien „Anspruch“, „Spaß“, Entdecken“ und Einkehren“. Jede Tour bietet interessantes für Kinder, dass ich natürlich im Text ausführlich vorstelle.
      Am Tiefenbach im Hölltal

      Es gibt eine pauschale Formel des Deutschen Wanderverbandes zur Bestimmung der maximalen Strecke als Tipp für das Wandern mit Kindern:

      Weglänge = Strecke x 1,5

      Außerdem berücksichtigt diese Formel noch nicht die zurückgelegten Höhenmeter. In der Faustformel wird deshalb pro 100 Höhenmeter ein Kilometer Wegstrecke abgezogen (Siehe Grafik unten). Die Faustformel soll den Einstieg erleichtern. Wenn Du und Deine Kinder Spaß am Wandern gefunden haben, dann werdet ihr ziemlich schnell mehr Kilometer schaffen.

      Tipps für das Wandern mit Kindern

      An Pfingsten 2022 bin ich mit meinem 4jährigen vom Wanderparkplatz „Tanzbödele“ bei Tannweiler über das Reiterles Kapelle, und den Christentalfelsen auf das Kalte Feld gestiegen. Nach einem Apfelschorle auf dem Franz-Keller-Haus ging es hinüber auf den Hornberg zum Fliegerfest. Flugzeuge gucken, beim Fest der Segelflieger eine Rote Wurst und dann hinauf zum Knörzerhaus, ein Eis essen. Zum Schluss die Ruine Graneggle und zurück zum Wanderparkplatz. Das waren 8,5km und knapp 300 Höhenmeter, nach Formel also ab 8 Jahre geeignet. Mein Vierjähriger hatte Spaß und war danach auch nicht am Ende seiner Kräfte. Auf der anderen Seite habe ich mit dem Kind eines Bekannten auch schon die Erfahrung gemacht, dass er mit mir nicht mehr wandern gehen will. Der Junge ist zwei Jahre älter als mein ältester Sohn, also habe ich mir gar keine Gedanken darüber gemacht, dass es für ihn zu anstrengend sein könnte und ihn damit überfordert. Tastet Euch also einfach gemeinsam heran.

      Die Witterung

      Ein wichtiger Tipp für das Wandern mit Kindern: mache Dir Gedanken um das Wetter! Es gibt ein paar wirkliche Gefahren beim Wandern, die Du meiden musst: bei Gewitter sollte man sich nicht draußen aufhalten, ebenso kann Sturm im Wald gefährlich werden – und bei Waldbrandgefahr solltest du vom Grillen auch auf ausgewiesenen Grillstellen absehen.

      Wettergefahren

      Es gibt auch immer wieder Gefahren, die nicht so offensichtlich sind: auch nach einem Sturm kann es in Wäldern noch gefährlich sein. Oder wenn Bäumen aufgrund Trockenheit oder Borkenkäferbefall absterben und umzustürzen drohen. Der Ostfels des Rosensteins war 2021 deshalb gesperrt. Aktuell (2023) ist der Hornbergsteig bis zum Dreikaiserbergblick gesperrt. Nimm solche Sperrungen ernst!

      Schneebruch

      Auch Schneebruch kann zu einer Gefahr werden. Er droht meist, wenn der Schnee schon länger liegt und vereist. Normalerweise informiert die Tagespresse darüber, auch gesunder Menschenverstand kann helfen.

      Regen

      Wenn es regnet solltest Du Dir keine Tour aussuchen bei der Du über rutschige Felsen kraxeln musst. Es gibt auch auf der „harmlosen“ Ostalb genug Möglichkeiten sich umzubringen, und es machen auch jedes Jahr Menschen davon gebrauch. Unsere Bergwacht, der ich an dieser Stelle ein herzliches „Vergelt’s Gott“ zurufen will, kann ein Lied davon singen.

      Regen. Na und?

      Ansonsten ist Wetter kein Grund zu Hause zu hocken, man sollte sich nur vorher überlegen, ob die Tour zum angesagten Wetter passt und bei unklarer Lage auch das Regenradar im Auge behalten. Bei starker Hitze bietet sich eine Tour durch die Flusstäler oder Klingen unserer Heimat an. Bei Regen sollte man die Tour kürzer halten, es hat aber den Vorteil, dass bei ansonsten überlaufenen Zielen wie dem Rosenstein oder dem Kalten Feld wenig los ist. Ich gebe bei meinen Touren immer Hinweise zum idealen Wetter für die jeweilige Tour an.

      Am Tiefenbach im Hölltal

      Highlights

      „Highlights“ sind wichtig für die Motivation. Stumpf 5 Kilometer auf einem Feldweg zu laufen dürfte bei Deinen Kindern nicht auf Begeisterung stoßen. Sicher kennst Du viele dieser Highlights schon. Fast jeder war schon am dem Franz-Keller-Haus auf dem Kalten Feld. Aber kennst Du auch den Gladiolenweg gleich unterhalb davon? Oder die Teufelsklinge am Rosenstein? Das Hafental bei Spraitbach? Wegen solcher Kleinode, die Du vielleicht nicht kennst, wenn Du nicht direkt daneben wohnst gibt es diesen Blog. Versuche in jeder Tour eines oder mehrere Highlights einzubauen, dann haben deine Kinder langfristig Freude daran draußen unterwegs zu sein.

      Planung

      Wenn Du meine bisherigen Touren anschaust ist dir vielleicht schon aufgefallen wie ich Touren plane:

      • den steilen Anstieg möglichst zu Beginn
      • die Highlights möglichst verteilt auf die Strecke
      • nach dem letzten Highlight einen möglichst kurzen Rückweg ohne Steigungen
      • genügend Pausen und Raum zum Toben einplanen – nicht hetzen
      • die Kinder geben das Tempo vor

      Die kleinen Dinge

      Und dann gibt es noch die kleinen Highlights, die Kinder begeistern. Pflanzen bestimmen, Vögel beobachten, Spuren von Wildtieren finden und bestimmen, ein Feuer machen, einen Stock schnitzen, einen Regenunterstand bauen, Fische beobachten, eine Ruine entdecken, alte Sagen am Ort des Geschehens kennenlernen. Dafür braucht es nicht viel, aber es macht den Kindern Spaß und treibt sie vom Spielzimmer hinaus in die Natur.

      Wenn Euch das interessiert, dann folgt meinem Blog, ich helfe Euch dabei unsere Heimat besser kennen zu lernen!

      Im Hölltal

      Ausrüstung

      Um mit dem Wandern anzufangen ist es nicht notwendig, sich komplett mit dem neuesten High-Tech-Equipment auszustatten. Trotzdem ist es sinnvoll sich vorab ein paar Gedanken über das Thema zu machen.

      Was brauchst Du um loszulegen?

      • Wanderkleidung 

        | Zieh deine Kinder so an, dass sie sich dreckig machen dürfen. Ordentliche Schuhe sind wichtig, eine Kopfbedeckung und Regenkleidung falls man überrascht wird. Denke an Wechselkleidung für die Kinder!

      • Rucksack 

        | Ich trage bei uns die Hauptlast, meine Kinder sollen Spass haben, deshalb ist die Verpflegung, das Erste Hilfe-Set und Wechselkleidung bei mir untergebracht. Ich nutze dafür den Tasmanian Tiger Modular Combat Pack 22L (22L, Frontloader mit Zusatzfächern) und für größere (Mehrtages-)Touren den Tasmanian Tiger Raid Pack Mk III (52L Toploader mit Zusatzfächern). Meine Kinder haben für ihre Ausrüstung je einen Deuter Waldfuchs 10 Kinderrucksack (10L, Toploader). Die Rucksäcke werde ich in einem eigenen Beitrag ausführlich vorstellen. Unsere Rucksäcke kann ich für unseren Zweck jedenfalls absolut empfehlen. Bei den Kinderrucksäcken führt auf Dauer kaum ein Weg am Waldfuchs vorbei.

      •  Erste Hilfe-Set

        | Das Set sollte funktional, aber nicht zu groß sein. Ich habe zu meinem Set den Artikel „Erste Hilfe unterwegs“ geschrieben.

      Im Hölltal

      Ausrüstung für Kinder

      Nur durch die Gegend laufen ist langweilig, ein wichtiger Tipp für das Wandern mit Kindern betrifft daher ihre „Ausrüstung“.

      Eine tolle Motivation für unsere Kinder nach draußen zu gehen war ihre eigene Ausrüstung. Anfangs wurde die noch im Kindergartenrucksack verstaut, zu Weihnachten gab es dann den Deuter Waldfuchs als Wanderrucksack.

      Becherlupe

      Ein guter Einstieg für die Kleinsten ist eine Becherlupe. Die gibt es aktuell von Wiemann für 3 Euro bei Amazon. Als ich das Set zusammenstellte maß ich der Lupe gar keine große Bedeutung zu, aber bis heute ist sie für meine Jungs ein tolles Spielzeug in dem Käfer und Würmer gefangen und betrachtet werden.

      Fernglas

      Das Kinderfernglas, das wir haben ist auf gut deutsch billiger China-Schrott. Allerdings muss man für ein vernünftiges Fernglas auch gutes Geld auf den Tisch legen. Es funktioniert noch, hat eine bescheidene Abbildungsleistung und ein Okular ist schon herausgefallen und musste geklebt werden. Trotzdem wird es auf jede Tour eingepackt – und irgendwann gibt es ein richtiges Glas.

      Entdeckerset (4 Jahre)

      Das war die erste Version unseres „Entdeckersets“, dass die Kinder ab 4 Jahre im Rucksack hatten. Das Messer ist ein „My first Victorinox H“.

      Taschenmesser

      Mit 4 Jahren gab es das erste eigene Taschenmesser. Aus meiner Erfahrung als Sippenleiter bei den Pfadfindern kann ich Euch sagen, dass sich jedes Kind einmal mit dem Taschenmesser schneidet, egal wie alt es ist. Danach werden die Messerregel akzeptiert. Das erste Messer war das Victorinox „My First Victorinox H“ . Ganz wichtig das ist das „H“, dieses Messer hat eine Säge dabei, im Gegensatz zu den Modellen ohne „H“. Der Papa hat eine Säge am Messer, also mussten die Kinder auch ein haben. Die benötigt allerdings mehr Fingerfertigkeit und richtig einsetzen konnte es mein Sohn erst mit 6.

      Fahrtenmesser

      Da ich meinen Großen öfter mit zu den Sippenstunden meiner Pfadfinder genommen habe wollte er ziemlich bald ein feststehendes Fahrtenmesser wie die großen Jungs. Wir haben ihm das Schnitzel UNU gekauft. Nachdem ich viele Fahrtenmesser meiner Sipplinge in der Hand hatte rate ich zu eben diesem Messer oder alternativ zum Herbertz Kindermesser. Zu Kindermessern habe ich hier einen eigenen Beitrag verfasst..

      Schnitzel UNU Kindermesser

      …das Schnitzel UNU Fahrtenmesser mit feststehender Klinge.

       

      Feuerstahl

      Ebenfalls mit 5 gab es einen Feuerstahl und einen Beutel für Zunder. Muss das so früh sein? Nein, aber es macht verdammt viel Spaß! In der Pfadfinderei beginnen wir ab sechs Jahren mit den Kindern Feuer zu machen. Feuer übt eine große Faszination aus und Deine Kinder werden früher oder später beginnen damit zu experimentieren. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass ich Ihnen das lieber selbst beibringe, ihnen die Feuerregeln erkläre und sie diese Erfahrung unter Aufsicht sammeln dürfen (und nicht wie der Papa mit einem Feuerzeug in einem alten Stall – zum Glück ist der nicht abgefackelt). Zum Thema Feuer machen gibt es hier einen Beitrag auf ostalbwanderer.de.

      Kompass

      Der Kompass wurde auch mit 5 Jahren in das Set aufgenommen. Natürlich kann man in diesem Alter noch keine Karten lesen, aber er dient der Beschäftigung mit den Himmelsrichtungen und einem Heranführen an das Thema Orientierung im Gelände. Außerdem hat mein Kind viel Spaß damit.

      Entdeckerset ab 5 Jahre

      Zum 5. Geburtstag gab es ein Upgrade. Ein Marschkompass, einen Feuerstahl mit einem Zunderbeutel und…

      Sonstiges

      Zu guter Letzt gehört zur Ausrüstung eine Sitzunterlage und eine Trinkflasche. Wir nutzen für die Kinder 600mL Aluminiumflaschen von SIGG, für uns selbst die 1L Flaschen von SIGG. Beachten sollte man, dass Wanderrucksäcke für Kinder außen links und rechts ein Fach für die Flaschen haben. Stecke ich da eine volle Flasche hinein kommt es zur einseitigen Belastung des Rückens. Bei Kindern gehört die Flasche IN den Rucksack! Die Sitzunterlage gehört beim Deuter Waldfuchs zur Serienausstattung und wird in das Rückenteil geschoben. Als „Picknickdecke“ habe ich mir eine „Elefantenhaut“ von der Bundeswehr besorgt. Robust, Wasserdicht, leicht, gut zu verstauen.

      SIGG Trinkflaschen

      1L SIGG-Flasche für Papa, 600mL-SIGG-Flasche für jedes Kind. Das Volumen reicht NICHT für einen Tag auf Tour! Aber man kann zusätzlich einkehren und dort auch Wasser nachbunkern. In die Flaschen kommt bei uns nur Wasser, schon wegen der Reinigung.

       

      Literatur für unterwegs

      Tipp für das Wandern mit Kindern: Bücher haben wir nicht fest im Gepäck, aber wir nehmen doch hin und wieder Jahreszeitabhängig welche mit. Der Markt ist vielfältig und das Thema einen eigenen Beitrag wert.

      Verpflegung

      Ausreichend Flüssigkeit ist wichtig beim Wandern! Dem steht entgegen, dass man nicht zu viel herumschleppen möchte. In der Regel trage ich 2x 1 Liter, meine Frau eine 1L-Flasche und die Kinder jeweils 600mL-Flaschen, die wir unterwegs auffüllen, wenn wir einkehren.

      Ein großes Event für unsere Kinder ist immer das Picknick unterwegs. Als Sitzunterlage hat sich dabei die Bundeswehr Nässeschutzplane bewährt, in Fachkreisen als „Elefantenhaut“ bekannt.

      Wir richten das Essen zu Hause her und verpacken es verzehrfertig. Für Gemüse und Käse hat sich die Buchsteiner Klickbox flach mit Inneneinteilung bewährt. Zum Transport von gekochten Eiern verwenden wir die aus der DDR stammenden Eierträger für zwei Eier, die bei Amazon noch erhältlich sind. Die mitgelieferten Löffel und den Salzstreuer kann man vergessen, aber die Eierträger sind top!

      Ein typisches Picknick beinhaltet bei uns:

      • Brezeln oder Brotscheiben
      • Paprika in Streifen geschnitten
      • Kohlrabi, gewürfelt
      • Karotten in Streifen geschnitten
      • Gurken in Scheiben geschnitten
      • Cocktailtomaten
      • Obst, je nach Saison Äpfel, Bananen, Mandarinen, Trauben, Kirschen
      • Grana Pardano, in Stücke gebrochen
      • Emmentaler gewürfelt
      • kleine Cabanossi
      • Saitenwurst oder Landjäger
      • gekochte Eier

      Natürlich kehren wir auch gerne ein. Es gibt viele herrliche Möglichkeiten dazu auf der Ostalb, die ich auch in meinen Ausflugstipps aufführe. Und es gibt viele tolle Feste, die man mit einer Wanderung verbinden kann. Ich werde die Klassiker, wie das Vatertagsfest im Haselbachtal oder das Fliegerfest auf dem Hornberg ebenso beschreiben wie unbekanntere Feste, die sich nichtsdestotrotz lohnen.

      Brotzeit - unsere Kinder lieben es beim Wandern ein Picknick zu machen
      Brotzeit - unsere Kinder lieben es beim Wandern ein Picknick zu machen

      Wie sind Eure Tipps für das Wandern mit Kindern? Welche Erfahrungen mit Ausrüstung, Vorbereitung, Planung und Verpflegung habt ihr? Habe ich etwas vergessen? Oder gar Unsinn geschrieben? Ich freue mich auf Eure Erfahrungen in den Kommentaren!

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      Der Ostalbwanderer geht offline! Und das ist toll, denn er bleibt online! Der Ostalbwanderer und die Rems-Zeitung kooperieren zukünftig, aus der beliebten Rubrik „Ausflugsziele“ in der Samstags-Ausgabe der Rems-Zeitung wird ab sofort die Rubrik „Mit dem Ostalbwanderer unterwegs“.

      Die Kooperation

      Bereits kurz nach dem Start des Ostalbwanderers nahm Thorsten Vaas, Redaktionsleiter der Rems-Zeitung Kontakt mit mir auf. Nach einem ersten Gespräch setzte ich mich mit Redakteur Franz Graser zusammen, der ein sehr kluges Interview mit mir führte. Das daraus entstandene Portrait erscheint morgen in der Samstags-Ausgabe, ich bin schon sehr gespannt!

      Was euch erwartet

      In der Rubrik „Unterwegs mit dem Ostalbwanderer“ wird der wöchentliche Ausflugstipp des Ostalbwanderers noch einmal in Wort und Bild dargestellt. Die nächsten Tage werde ich auf dieser Seite das Interview mit Franz Graser vorstellen. Ich freue mich schon darauf noch mehr Menschen zu erreichen und mich auch mit ihnen auszutauschen. 

      Wenn Ihr Fragen, Wünsche, Anregungen habt scheut euch nicht mich zu kontaktieren. Entweder per Mail unter markus@ostalbwanderer.de oder auf eurem bevorzugten Social Media-Kanal.

      Berg Heil!

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      Kochen am Feuer

      Kochen am Feuer

      Kochen am Feuer

      Feuer machen gehört dazu, wenn man draußen unterwegs ist. Als Lagerfeuer am Abend, oder noch besser als Kochfeuer für eine leckere Mahlzeit. Natürlich kannst du auch einfach eine Brotzeit einpacken, oder in ein Wirtshaus einkehren, aber über einem Feuer selbst zu kochen ist doch ein ganz besonderes Abenteuer! Wie man mit Kindern dabei Spaß hat lernst du in diesem Artikel, grundlegendes zum Feuer machen habe ich schon im Artikel „Unterwegs Feuer machen“ beschrieben.

      Werkzeug

      Wenn es mehr sein soll als eine Wurst, dann braucht man beim Kochen unterwegs einen Teller und Besteck.

      Zum Transport von Getränken habe ich für den Sommer eine 1L-Aluflasche von SIGG und für den Winter eine 1L-Thermoskanne aus Aluminium.  Für die Kinder haben wir kleinere SIGG-Flaschen und auch eine kleinere Thermoskanne. Zusätzlich eine Alu-Tasse, einen Alu-Suppenteller und ein kleines Mäppchen mit Besteck.

      Eine der besten Investitionen war das faltbare Gemüsemesser „Victorinox Swiss Classic“, seitdem ich das besitze, ist es immer im Rucksack dabei. Super scharf und gut zu verstauen!

      Geschirr & Besteck
      Vespermesser Victorinox

      Transport

      Wir versuchen Müll so gut es geht zu vermeiden. Unser Essen, egal ob Brotzeit oder Lebensmittel zum Kochen, transportieren wir in Tupperdosen. Wirklich praktisch sind auch die flachen Vesperdosen von Jako-o mit variablen Abtrennungen innen, und die aus der DDR stammenden Eierbehälter, die es auf amazon noch zu kaufen gibt. Für Öl habe ich eine kleine 100mL-Flasche mit Bügelverschluß und einen kleinen Salz- und Pfefferstreuer. Damit ist man für alles gerüstet!

      Brotzeit
      DDR Eierbehälter

      Kühlbox

      Unter anderem von Tatonka gibt es eine Kühlbox für Outdoor und Wandern. Sie bringt natürlich nicht die Isolierung einer großen Kunststoffbox mit, aber um rohes Fleisch während einer Tagestour kühl zu halten reicht es völlig. Im Sommer habe ich die gerne im Rucksack.

      Kühlbox mit Kühlakkus für Wandern und Outdoor

      Der Klassiker: Rote Wurst

      Das simpelste Essen unterwegs. Einen Wecken und eine Rote Wurst einpacken und los geht es. Mit einem Taschenmesser und einem Feuerzeug in der Hosentasche hat man alles dabei, was man dazu braucht. 

      Auf dem Franz-Keller-Haus kann man sogar rohe Rote kaufen und dann selbst grillen. Stöcke schnitzen und Feuer machen ist an sich schon ein Abenteuer für die Kinder!

      Rote Wurst grillen

      Stockbrot

      Stockbrot als kleiner Snack geht genauso einfach wie eine Rote Wurst. Man wickelt einfach etwas Hefeteig um einen Stock und backt es über der Glut. Einen Klumpen Hefeteig kann man gut transportieren.

      Ostalbwanderer Hotdog

      Mein spezieller Tipp: Wenn man sich einen Stock sucht, der dem Durchmesser einer Saitenwurst entspricht kann man das Stockbrot nach dem Backen abziehen und eine Saitenwurst in die Öffnung stecken.

      Das geht mit einer kalten Wurst (das Stockbrot ist ja heiß), man kann aber die Saiten auch parallel im Hordentopf erwärmen oder grillen. Das funktioniert natürlich auch mit dickeren Stöcken und einer Roten Wurst.

      Stockbrotteig

      Stockbrot kann man mit ganz gewöhnlichem Pizzateig backen. Da das aber eine gewisse Teigruhe über Nacht braucht, haben wir für spontane Aktionen fertigen Pizzateig aus dem Supermarkt in der Gefriertruhe. Der kommt bereits fertig ausgerollt und man muss ihn nur noch in Streifen schneiden und um den Stock wickeln. Ich halte zwar nichts von Convinience-Food, aber für diesen Anwendungsfall verwenden wir ihn.

      Stockbrot mit Wurst

      Tee & Kaffee

      Gerade für Wanderungen in der kalten Jahreszeit habe ich oft meinen Perkolator dabei um damit einen heißen Tee aus selbstgezogenen Kräutern herzustellen. Im Garten wächst dazu bei uns Minze und Salbei. Einfach am Morgen ein paar Blätter einstecken und dann kann es losgehen. Für den Winter trockne ich die Blätter und lege mir einen kleinen Vorrat an.

      Perkolator

      Der Perkolator, meiner stammt von Petromax, ist eine emaillierte Eisenkanne in dessen Inneres man ein Steigrohr stellen kann. Oben in das Steigrohr wird eine kleine Dose mit den Kräutern eingesteckt. Wahlweise geht das auch mit Kaffeepulver.

      Das kochende Wasser steigt das Rohr empor, fließt durch die Dose und nach kurzer Zeit hat man heißen Tee oder Kaffee. Den Perkolator kann man direkt in die Glut stellen. Da auch der Griff heiß ist muss man einen Grillhandschuh mitnehmen. Mit Minze oder Salbei aus dem eigenen Garten bekommt man einen herrlich schmackhaften Tee hin, der gekauften Tee um Längen schlägt. Speziell Minze wächst wie Unkraut. Im Herbst trockne ich mir immer einen Vorrat für den Winter, im Sommer pflücke ich Ihn frisch vor der Wanderung. Die Kinder lieben den Tee!

      Feuer & Kochen: der Perkomax
      Pfefferminztee Perkomax

      Aus dem Hordentopf

      Der Pfadfinder kocht auf Fahrt gerne in einem großen Topf über offenem Feuer. Töpfe dafür gibt es in verschiedenen Größen bei Outdoorausstattern oder Amazon. Dort werden auch fertige Dreibeine angeboten um den Topf einzuhängen. Damit man das Dreibein nicht mitschleppen muss kann man aus drei Stöcken und einer Schnur auch selbst sehr schnell ein Dreibein herstellen.

      Parallelbund

      Parallelbund Knoten

      I, Lwan98, CC BY-SA 3.0

      Wir beginnen mit einem Mastwurf, oder wie in der Abbildung mit einem Zimmermannsschlag, dann fädeln wir das Seil zwischen den Stöcken 5-8 mal durch und spannen den Bund durch mehrere Umwicklungen der Zwischenräume. Am Ende wieder Zimmermannsschlag oder Mastwurf – fertig ist das Dreibein.

      Dreibein und Hordentopf

      Rezepte

      Im Hordentopf kann man jede Menge One-Pot-Gerichte herstellen. Für den Einstieg kann man sich auch einer Dose „Feuertopf“ aus dem Discounter bedienen. Schöner wird es natürlich, wenn man richtig kocht, denn in einem Topf kann man richtig gut kochen! Lediglich was die transportierten Güter, insbesondere Wasser angeht, sollte man sich vorher überlegen, was man durch die Gegend schleppen will. Auch wie viel Zeit man auf das Kochen verwenden will, sollte man im Auge haben.

      Es lohnt sich, bei Gruppen zu schauen, die naturgemäß draußen kochen: Pfadfinder beispielsweise, oder Hirten. Gulasch, Erbseneintopf oder Kartoffelsuppe sind Klassiker, wer mehr Zeit hat, kann sich an einen Hirtentopf wagen. Natürlich gehen auch alle Arten von Nudeln oder Risotto. Man lernt draußen sehr kreativ und sparsam zu kochen!

      Wer es einmal mit einem Topf testen will, kann sich an dieser Pasta versuchen. Geräte und Zutaten wiegen ca. 5kg und passen in einen Rucksack:

      Lagerfeuer-Pasta
      • 500g Nudeln
      • 1L Wasser
      • 2 EL Gemüsebrühe
      • 2 Zwiebeln
      • 12 Cocktailtomaten
      • 200g geriebener Käse
      • 2 Dosen Pizzatomaten
      • 2 EL Öl
      • 3 EL Oregano
      • Salz, Pfeffer, Knoblauchpulver

      Zwiebeln würfeln, im Öl anbraten, Wasser, Pizzatomaten, Gewürze und Gemüsebrühe zugeben und aufkochen. Nudeln dazugeben und nach Anleitung kochen. 3min vor Ende die Cocktailtomaten dazugeben. Die ganze Zeit gut umrühren, sonst kochen die Nudeln sich fest!

      Markus Weber

      Ostalbwanderer

      Hordentopf

      Aus der Pfanne

      Wem Grillwurst zu profan und der Hordentopf zu sperrig ist, der sollte über eine gusseiserne Pfanne nachdenken. Ebenso wie für Perkolator oder Hordentopf ist Petromax der Hersteller meiner Wahl, wenn es um Pfannen für das Kochen am Feuer geht. Einziger Nachteil: eine gusseiserne Pfanne ist ziemlich schwer!

      Rezepte

      Auch hier gilt wie beim Hordentopf: keep it stupid simple! Sei kreativ und schaue was sich gut transportieren lässt, ansonsten sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die Pfanne kann man direkt auf zwei dickere Holzstücke ins Feuer stellen.

      Vier Fäuste für ein Halleluja

      Mein persönlicher Favorit ist die selbst kreierte Bud-Spencer-Pfanne: Schinkenspeck, Saitenwürste, Kidneybohnen, Baked Beans, Zwiebeln, Dosentomaten (stückig) und Gewürze in der Pfanne gebraten – herrlich

      Schwäbischer Klassiker

      Sehr transportfreundlich sind auch Schupfnudeln mit Kraut. Schupfnudeln ist eines der wenigen Produkte, die auch zu Hause nicht mehr selbst mache. Ich kaufe die fertigen von Bürger, die gibt es als 500g- und 1,0kg-Packung. Zusammen mit einer 400g-Dose Sauerkraut mit Speck in den Rucksack gepackt hat, man alles für ein cooles Pfannenessen am Lagerfeuer dabei.

      Kochkunst

      Fazit

      Ich habe mir das Kochen am Feuer sehr viel komplizierter vorgestellt als es ist. Mit Lust am ausprobieren kann man tolle Sachen auf einem Feuer zaubern und das Kochen am Lagerfeuer ist ein echtes Abenteuer für Kinder.

      Kommentare

      Magazin
      Die Alamannen

      Die Alamannen

      Wer waren die Alamannen, die von Norden kommende die Römer von der Ostalb jagten? Ein Dokument zur Frühgeschichte.

      Tipp der Woche
      Unterwegs Feuer machen

      Unterwegs Feuer machen

      Unterwegs Feuer machen

      Feuer machen gehört dazu, wenn man draußen unterwegs ist. Als Lagerfeuer am Abend, oder als Kochfeuer für eine leckere Mahlzeit. Natürlich kannst du auch einfach eine Brotzeit einpacken oder in ein Wirtshaus einkehren, aber über einem Feuer selbst zu kochen ist doch ein ganz besonderes Abenteuer! Wie man mit Kindern dabei Spaß hat, lernst du in diesem Artikel.

      Feuer & Kochen

      Ein Feuer zu machen und draußen zu kochen oder zu grillen stellt uns vor einige Herausforderungen und gesetzliche Regelungen. Diese sollte man kennen und natürlich auch einhalten. Erste Herausforderung: Brennholz. Der Wald, in dem wir unterwegs sind gehört immer irgend jemanden. Wir sind dort zu Gast und dürfen uns dort frei bewegen, geregelt in §37 Waldgesetz Baden Württemberg

      Wir können aber nicht einfach Holz entnehmen wie es uns gefällt. Das sagt der Gesetzgeber in Baden-Württemberg:

      § 40 Aneignung von Waldfrüchten und Waldpflanzen

      (1) Jeder darf sich Waldfrüchte, Streu und Leseholz in ortsüblichem Umfang aneignen und Waldpflanzen, insbesondere Blumen und Kräuter, die nicht über einen Hands