#009 Himmelsgarten & Waldkugelbahn

#009 Himmelsgarten & Waldkugelbahn

#009 Himmelsgarten & Waldkugelbahn

Himmelsgarten und Waldkugelbahn sind Teil der Landesgartenschau 2014. Der Himmelsgarten ist ein wunderbarer Park mit Attraktionen für Kinder. Über die XXL-Waldkugelbahn gelangt man durch das Taubental nach Schwäbisch Gmünd.

Tour-Info

  • Ausdauer 10% 10%
  • Abenteuer 80% 80%
  • Spaß 100% 100%
  • Verpflegung 80% 80%

HINWEIS: Im Park selbst (Spielplatz, Dinopark etc.) fehlen schattenspendende Bäume, zudem ist der Park an schönen Sonntagen ziemlich überlaufen

Was Kindern gefällt

Es gibt sehr viel zu entdecken und die Kugelbahn ist eine riesige Attraktion die immer zieht.

Ideale Witterung

An schönen Sonnentagen ist der Park meist überlaufen, bedeckter Himmel ist ideal, da es im Park an schattenspendenden Bäumen fehlt.

Verpflegung

Es gibt zwei Biergärten im Himmelspark, am Minigolf und am Kletterpark. In Gmünd kann man einen Abstecher in die Stadt machen und eines der zahlreichen Wirtshäuser oder eine Eisdiele besuchen.

An- & Abreise

Start- und Zielpunkt ist der gebührenpflichtige Parkplatz direkt am Himmelsgarten. Alternative: Wir parken am Bahnhof Schwäbisch Gmünd, fahren mit dem Stadtbus nach Wetzgau und sparen uns damit den Rückweg durch das Taubental (Empfehlung!)

GPX-Datei

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Eine .gpx-Datei (GPS Exchange Format) ist ein Format zur Speicherung von Geodaten. Diese Datei enthält die Tour-Route und kann in alle gängigen Wander-Apps importiert werden. Ich empfehle die Nutzung von komoot.

Ein Tag voller Action erwartet uns im Gmünder Stadtteil Wetzgau. Wir verbringen zuerst etwas Zeit im Himmelsgarten, wer möchte kann im Biergarten beim Minigolf oder am Kletterpark Skypark essen, bevor es durch das Taubental mit der tollen Waldkugelbahn nach Schwäbisch Gmünd geht.

Himmelsgarten

Der Himmelsstürmer

Direkt am Parkplatz steht der Himmelsstürmer, ein Aussichtsturm, den man unbedingt besteigen sollte. Von oben hat man einen herrlichen Blick auf das gesamte Panorama der Ostalb vom Rosenstein bis zum Hohenstaufen und auf der anderen Seite einen weiten Ausblick über die Höhen des Schwäbischen Waldes.

Himmelsgarten
Himmelsgarten

Tiere

In der nordöstlichen Ecke des Himmelsgartens befinden sich mehrere kleine Hütten mit Tieren. Die „Besetzung“ ist wechselnd, man sieht Tauben, Hühner, Enten, Gänse, Schafe und Alpakas. Wir schaffen es nicht den Himmelsgarten zu besuchen ohne bei den Tieren vorbeizuschauen, sie gehören zum Pflichtprogramm.

Himmelsgarten

(Wasser-)Spielplatz

Im Zentrum des Parks befindet sich ein weitläufiger Spielplatz. Er besteht aus einem Floßteich, auf dem man mit Flößen herumfahren kann, ausserdem einen Schotterspielplatz mit Klettergerüst und Rutsche. Ein schönes Plätzchen für Kinder, einziger Nachteil: es fehlt an Schatten.

Himmelsgarten

Dino-Park

Neben dem Spielplatz schließt sich der Dino-Park an. Hier befinden sich mehrere Kunststoff-Dinos, auch das ist ein Platz an dem man mit Kindern nicht vorbei kommt.

Himmelsgarten
Himmelsgarten

Forstpavillon

Der Forstpavillon ist eine bionische Holzstruktur, die von mehreren Instituten der Universität Stuttgart entwickelt wurde, um den Fortschritt im Holzbau zu dokumentieren. Der Pavillon beherbergt das Waldpädagogikzentrum des Ostalbkreises. Der Geschäftsbereich Wald und Forstwirtschaft des Ostalbkreises und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gestalten das Programm im Pavillon. Es gibt dort wechselnde Angebote um Kinder den Wald und den Werkstoff Holz näher zu bringen.

Himmelsgarten
Himmelsgarten

Schönblick & Sinnesgarten

Direkt angeschlossen an den Landschaftspark Himmelsgarten ist das Evangelische Gästezentrum Schönblick mit dem umgebenden Sinnesgarten.

Begegnung mit Gott

Der Sinnesgarten will dazu anstoßen Gott zu begegnen. Daneben gibt es große Beete, auf denen der Schönblick Gemüse und Obst anbaut, um Lebensmittel für seine Gastronomie zu produzieren. Hinter dem modernen Bau „Forum“ des Schönblicks befindet sich ein kleiner Spielplatz mit Klettergerüsten und einer Seilbahn.

Himmelsgarten
Himmelsgarten
Himmelsgarten

Carina-Vogt-Schanze

Nachdem wir den Himmelsgarten erkundet haben wenden wir uns jetzt der Waldkugelbahn zu. Den Einstieg bildet die Carina-Vogt-Schanze, benannt nach der Waldstetter Olympiasiegerin im Skispringen. Sie ist der Sprungschanze von Sotschi nachempfunden, auf der Vogt zur Goldmedaille sprang. Von den beiden Schanzen kann man Holzkugeln ins Tal springen lassen.

Holzkugeln kaufen

Die Kugeln kann man für 20ct an Automaten an der Sprungschanze oder an Automaten weiter unten am Waldrand kaufen. Pro-Tipp: eine Kugel mehr kaufen, auf dem Weg nach unten geht hin und wieder eine Kugel verloren und dann ist das Geschrei groß.

XXL-Waldkugelbahn
XXL-Waldkugelbahn
Carina-Vogt-Schanze

XXL-Waldkugelbahn

Etwas unterhalb der Schanze, am Waldrand beginnt die eigentliche Kugelbahn. Sie zieht sich durch den Taubentalwald nach unten und besteht aus verschiedenen Kugelbahnen, durch die man die gekaufte Holzmurmel nach unten rollen kann. Definitiv ein Riesenspaß für Kinder!

XXL-Waldkugelbahn
XXL-Waldkugelbahn
XXL-Waldkugelbahn
XXL-Waldkugelbahn
XXL-Waldkugelbahn
Himmelsgarten

Naturatum

Vom Ende der Waldkugelbahn bis an den Stadtrand von Schwäbisch Gmünd bietet das „Naturatum“ weitere Attraktionen für Kinder. Wissenswertes rund um den Wald, Beobachtungsplätze, an denen man Tier-Reliefe im Wald entdecken kann und Infotafeln, die zum Mitmachen einladen.

Taubental
Naturatum
XXL-Waldkugelbahn

Fazit

Am Ende des Taubentales kann man entweder wieder durch den Wald nach oben laufen, oder (meine Empfehlung!) man hat sein Auto am Bahnhof geparkt und ist mit dem Stadtbus nach Wetzgau gefahren. Dann bietet es sich an noch eine Eisdiele oder ein Wirtshaus aufzusuchen, bevor es wieder zum Auto geht.

Himmelsgarten

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Erste Hilfe-Set für unterwegs

Erste Hilfe-Set für unterwegs

Erste Hilfe-Set für unterwegs

Ein Erste Hilfe-Set gehört immer in den Rucksack, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Erfahre wie ich mein persönliches Erste Hilfe-Set zusammengestellt habe, und auf was ich bei meinem Set wert lege.

Erste Hilfe unterwegs

Spätestens wer mit seinem Kind mit einer blutenden Kopfplatzwunde eine Stunde zum Auto gelaufen ist, wird ein gut sortiertes Erste Hilfe-Set zu schätzen wissen. Der Autor spricht aus Erfahrung.

Ich habe mir aufgrund dieser Erfahrung und aufgrund meiner Erfahrungen in der Pfadfinderarbeit ein Set zusammengestellt, dass über die „Standardbeladung“ eines Erste Hilfe Sets hinausgeht, dass man von diversen Anbietern bekommt. Es ist etwas größer als die kleinen fertigen Erste-Hilfe-Sets für Wanderer, bisher hat das Verbandpäckchen in meinem 22L-Rucksack aber immer Platz gefunden – und haben ist besser als brauchen.

Das EH-Set

Die „normalen“ Sets decken mit der Wundversorgung und Mitteln zur einfachen Fixierung wichtige Funktionen ab. Zu den häufigsten Notfällen, die mir begegnen, gehören neben offene Wunden durch Schnitte und Abschürfungen auch Zeckenbisse. Daher habe ich mein Set hier entsprechend erweitert. Außerdem habe ich meine Notfalltasche um Versorgungsmöglichkeiten für Brandwunden und die Entfernung von Fremdkörpern, wie z.B. Holzsplittern, vergrößert und das Standardmaterial an einigen Stellen mit verbessertes Material aufgerüstet.

Mein Erste Hilfe-Set stelle ich im Folgenden vor. Es soll als Inspiration für Dich dienen. Wichtig ist aber, dass man über die entsprechenden Fähigkeiten verfügt Erste Hilfe zu leisten. Die örtlichen Hilfsorganisationen bieten entsprechende Kurse an. Du solltest nur das einsetzen, was Du sicher anwenden kannst und eventuell mal wieder einen EH-Kurs buchen?

In Gmünd bietet das DRK und die Malteser spezielle Kurse für Erste Hilfe am Kind an. Wir haben als junge Eltern einen solchen speziellen Kurs gebucht. Der Kurs macht für alle Eltern Sinn, am besten vor der Geburt des ersten Kindes.

Entsprechende Angebote gibt es auch in Göppingen, Aalen, Heidenheim und weiteren Städten.

Erste Hilfe-Set für das Wandern mit Kindern

Mein Erste-Hilfe-Set , es ist mit 24 x 18 x 6 cm groß im Vergleich zu den fertig zu kaufenden Sets.

Instrumente

Bei den Instrumenten tut sich der Standard-EH-Beutel schwer. Es gibt eine Alu-„Kleiderschere“, die allenfalls zum Pflasterschneiden nutzbar ist. Hier sollte man auf jeden Fall ein wenig aufrüsten.

Nagelschere

Um richtig zu schneiden habe ich mein Messer dabei, damit kann ich auch die Jeans um einen offenen Bruch auftrennen – spätestens dabei scheitert die mitgelieferte „Kleiderschere“. Zum Ablängen von Verbänden und Schienen braucht man eine gute (!) Nagelschere, die ist scharf, klein und sehr nützlich.

Nagelschere

Pinzette

Aufgeschürfte Knie, eine Kopfplatzwunde, ein Splitter im Finger. Zum Glück sind die meisten Verletzungen nicht besonders schlimm, meist ist der Schreck bei Kindern größer als die Verletzung. Oft sind die Wunden aber Verschmutzt und muss gereinigt werden. Rollsplitt, der im Knie steckt oder das Holzsplitter im Finger, zum Entfernen dieser Verunreinigungen ist eine Pinzette ein wichtiges Werkzeug.

Splitterpinzette

Kanülen

Ein sehr gutes, und vor allem steriles Werkzeug um Splitter unter der Haut zu entfernen ist eine Kanüle. Sterican® Größe 18 ist eine sinnvolle Größe. Kanülen sind spitz, handlich und steril. Wichtig ist, dass die Kinder dir vertrauen. Langsam arbeiten, erklären was man macht. Mit der Zeit gewöhnen sie sich daran, wenn Papa die Kanüle zückt.

Kanüle

Zeckenzange

Die Entfernung von Zecken ist bei mir mit der häufigste Grund die Notfalltasche zu zücken. Ich persönlich komme mit der Zange am besten klar. In unserer Gegend ist auch eine FSME-Impfung klar zu empfehlen, wenn Du mit Deiner Familie draussen unterwegs bist. Weitere Infos zur FSME-Impfung findest Du hier.

Zeckenzange

Taschenlupe

Zur Untersuchung von Zeckenbissen nutze ich diese kleine Lupe. Zum einen erkennte ich bei kleinen Zecken nicht immer, ob es sich nicht nur um Dreck handelt, zum Anderen kann ich die Wunde kontrollieren, ob ich alles erwischt habe. Gleiches gilt für Holzsplitter.

Taschenlupe

Beatmungstuch

Dient im Fall einer Atemspende als hygienische Auflage über dem Mund-/Nasenraum des Verletzten. Mein „privates“ Beatmungstuch hängt am Schlüsselbund, beim Wandern habe ich eines in der Verbandstasche, da ich meist ohne Schlüsselbund unterwegs bin.

Beatmungsmaske

Infektionsschutz-Handschuhe

Ich habe zu Hause einen großen Karton stehen und fülle mir immer zwei Paar in einen Zip-Beutel ab.

Infektionsschutz-Handschuhe

Wundversorgung

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, dass jeder einen Verbandskasten im Auto spazieren fährt, aber kaum einer den Unterschied zwischen der darin befindlichen Fixierbinde und einem Verbandpäckchen gehört. 

In der ersten Erste-Hilfe-Einheit in der Jugendarbeit nimmt jedes Kind einen abgelaufenen Verbandkasten auseinander und wir probieren, was wir mit den einzelnen Produkten daraus machen können. Das kann man auch zu Hause mit seinen Kindern machen. Nach lesen dieses Artikels bist du gut vorbereitet.

Wundschnellverband

Der Wundschnellverband, umgangsprachlich einfach „Pflaster“ genannt ist die Allzweckwaffe gegen kleine Wunden und hilft auch psychologisch als „Trost-Pflaster“, wenn keine medizinische Indikation besteht. Es gibt Pflaster-Sets mit Pflastern in verschiedenen Größen. Ich bin davon abgekommen und habe nur das Hansaplast® Classic 6x10cm dabei. Mit einer Nagelschere kann man daraus für jeden Zweck das richtige Pflaster herstellen.

Für größere Flächen wie aufgeschlagene Knie oder Ellbogen habe ich Pflaster 6x7cm mit einer Wundauflage von 3x4cm dabei.

Wundschnellverband

Wundnahtstreifen, meist „Klammerpflaster“ genannt, dienen dazu  die Wundränder von klaffenden (Schnitt-)wunden wieder zueinander zu bringen und eine bessere Wundheilung zu gewährleisten. Wunden dieser Größenordnung sollten einem Arzt vorgestellt werden, gerade wenn es aus kosmetischen Gründen indiziert ist, dass es zur sauberen Wundheilung kommt (Gesicht, Handrücken, etc.). Wenn die nächste Notaufnahme aber etwas entfernt ist, weil du gerade mit deinen Kindern mitten im Wald stehst, kannst du darauf zurückgreifen. An kosmetisch unbedenklichen Stellen flicke ich persönlich das selbst.

Wundnahtstreifen Klammerpflaster

Wundkompresse, Fixierbinde und Verbandpäckchen

Reicht die Wundauflage der Pflaster nicht aus verwende ich Wundkompressen mit einer aluminiumbedampften Wundauflage von 10x10cm (aluderm®). Diese Kompresse wird mit einer Fixierbinde und einem Rollenpflaster fixiert. Alternativ kann auch ein Verbandpäckchen genutzt werden, dass Fixierbinde und sterile Kompresse in einem darstellt.

Ich nutze je nach Ort der Verletzung das eine oder andere und habe beides im Gepäck, schon aus dem Grund weil man Verbandpäckchen auch für Druckverbände benötigt.

Aluderm Kompresse

aluderm-Kompresse 10x10cm

Fixierbinde (unsteril)

Fixierbinde (unsteril)

Rollenpflaster

Rollenpflaster („Leukoplast“)

Verbandpäckchen

Verbandpäckchen (steril)

Alternative: Quickverband

Durch einen Leser (Danke Ulrich!) bin ich auf eine Alternative zum Verbandpäckchen bzw. zu Kompresse + Fixierbinde gestoßen: der Quickverband von aluderm.

Ich habe mir sofort probeweise eine Packung bestellt und an meinen Kindern ausgetestet. 

Der Quickverband ist eine selbstklebende Binde mit einer aufgebrachten Kompresse. Man zieht die durchsichtige Folie ab (damit die Binde klebt), legt die Kompresse auf die Wunde und wickelt den Verband darum. Fertig.

Ich finde das ist ein top Produkt, vor allem nimmt es durch die flache Packung deutlich weniger Platz weg. Ein Verbandpäckchen sollte man wegen Druckverband trotzdem am Mann haben, der Rest fliegt, zumindest bei mir, aus dem Set.

aluderm Quickverband

Ruhigstellen

Bei Frakturen („Knochenbrüchen“) ist eine Ruhigstellung der betroffenen Extremität angezeigt. Wir sind zwar auf der Ostalb und nicht auf Sahara-Expedition, aber auch bei uns ist man erst einmal auf sich gestellt und sollte sich damit auseinandersetzen, wie man Frakturen ruhig stellt.

Extremitäten kann man einfach schienen, spätestens wenn die Wirbelsäule betroffen ist sind wir mit unseren Bodmitteln am Ende und das ganze ist ein Fall für die Kavallerie, erreichbar unter 112. 

Dreiecktuch

Ein unterschätztes Hilfsmittel in der Ersten Hilfe. Zusammengerollt und an den Enden verknotet dient es als Sitz-Tragering um einen gehunfähigen Patienten aus unwegsamem Gelände zu retten.

Ebenso bietet es die Möglichkeit einen Arm ruhigzustellen oder einen Druckverband herzustellen.

Dreiecktuch

Selbsthaftende Fixierbinde

Selbsthaftende Fixierbinden oder selbstklebende Bandagen können einfach zur Fixierung verstauchter Gelenke eingesetzt werden. Außerdem kann man sie statt Fixierbinden als selbstklebende Varianten verwenden.

Selbstklebebandage

SAM®-Splint

SAM-Splint sind Immobilisierungsschienen aus einem dünnen Aluminiumblech, dass beidseitig mit Schaumstoff beklebt ist. In Verbindung mit Fixierbinden lassen sich schnell gute Schienen zur Ruhigstellung herstellen. Man kann sie in U-, C- und T-Form biegen und damit schnell Schienen herstellen. Man kann sie schneiden um sie abzulängen oder z.B. bei offenen Frakturen die ausgetretenen Knochenstücke nicht zu manipulieren. Schwierig ist es die beiden benachbarten Gelenke mit ruhigzustellen. Auch das kann man zu Hause mit den Kindern probieren (allerdings ist SAM-Splint kein ganz billiges Spielzeug. Gut 10 Euro muss man für eine Schiene investieren. Damit, und mit dem Inhalt eines Verbandkastens kann man sich aber auch einen verregneten Sonntagnachmittag lang beschäftigen.

SAM-Splint

Medikamente und Versorgung

Notbiwaksack

Die Notbiwaksäcke kommen eigentlich aus dem Bergsport und dienen als Rückfallebene um im Notfall am Berg zu biwakieren. Da sie kaum größer sind als die üblichen Rettungsdecken nutze ich meinen Notbiwaksack in der Verbandtasche statt der Rettungsdecke. Sie umschließt den Patienten von allen Seiten und wird nicht weggeweht, auch wenn der Patient ihn etwas länger benutzen muss, weil Rettung im Gelände manchmal etwas dauert. (Kugelschreiber zum Größenvergleich)

Notbiwaksack

Wundspray

Das Wundspray von DM ist sehr auslaufsicher verpackt, was im Wanderrucksack zwingend notwendig ist. Ich nutze es zur Wunddesinfektion und gleichzeitig auch zur Händedesinfektion um keine zweite Flasche mitschleppen zu müssen.

ACHTUNG: Juristen sind der Meinung, dass bereits ein Wunddesinfektionsmittel ein Medizinprodukt darstellt, dass fremden Kindern gegenüber, z.B. in der Jugendarbeit nicht eingesetzt werden darf.

Wundspray

Alkoholtupfer

Die Tupfer werden eigentlich zur Desinfektion einer Einstichstelle vor einer Injektion eingesetzt. Sie eignen sich aber auch zur schnellen Oberflächendesinfektion oder um nach einer Wundversorgung das getrocknete Blut zu entfernen. Achtung, in offenen Wunden führen sie zum brennen, ich nutze sie aber auch zur Desinfektion nach dem Entfernen von Zecken.

Desinfektionstücher

medice® Brand- & Wundgel

Etwas umständlich, da es sehr langsam trocknet, ich habe aber gute Erfahrungen bei Abschürfungen und leichten Verbrennungen damit gemacht.

Brand- & Wundgel

Burncar® Brandwunden-Gel

Kühlen und reinigen von Brandwunden mit sauberem Wasser ist manchmal gar nicht so einfach. Zum Beispiel beim Wandern. Um hier wenigsten etwas zur Hand zu haben nutze ich dieses Brandwunden-Gel.

Brandwunden-Gel

Burnshield Brandwunden-Kompresse

Als Ersatz zu einer normalen Kompresse bei Verbrennungen und als wichtiges Hilfsmittel bei schwerwiegenden Verbrennungen. Die großen Packungen sind etwas umständlich zu transportieren, aber wenn wir Feuer machen habe ich immer eine Packung dabei. 

Burnshield Brandwundenkompresse

Kühl-Kompresse

Kühlen ist ein adäquates Mittel zur Schmerzlinderung. Was aber tun, wenn der nächste Kühlschrank ein paar Kilometer entfernt ist? Ich nutze die Kühl-Packs von Alerion. Nachdem man den Beutel im Inneren durch zusammendrücken platzen lässt, wird der Beutel innerhalb Sekunden kalt und kühlt für ca. 30 Minuten. Achtung: die Beutel werden sehr kalt und sollten nicht direkt auf die Wunde gelegt werden.

Kühl-Pack

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#008 Geologischer Pfad

#008 Geologischer Pfad

#008 Geologischer Pfad

Die Wanderung auf dem Geologischen Pfad, vom Remstal bis auf die Spitze des Rechbergs, bietet einen einmaligen Streifzug durch die geologische Geschichte der Ostalb. Durch das Hölltal geht es entlang des Tiefenbachs auf die Verebnungsfläche des Jura bei Metlangen, und weiter über die Ruine Rechberg bis zum Gipfel des Rechbergs mit der barocken Wallfahrtskirche.

Tour-Info

  • Ausdauer 90% 90%
  • Abenteuer 80% 80%
  • Spaß 80% 80%
  • Verpflegung 90% 90%

HINWEIS: Die angegebene Strecke bezieht sich nur auf den Hinweg! Es gibt drei Varianten die Tour zu gehen:

Variante A: vom Start bis Metlangen, von dort wieder zurück, oder die Bahntrasse (Fußgänger- & Fahrradweg) an Straßdorf vorbei bis Gmünd.

Alternative B: von Metlangen auf den Rechberg und wieder zurück

Variante C: wie dargestellt, den gesamten Geologischen Pfad 

Was Kindern gefällt

Die Tour bietet einen bunten Strauß an Aktivitäten. Der untere Teil ist abenteuerlich mit Furten, Felsen und Zugang zum Bach. Die Stationen sind für jüngere Kinder unverständlich, aber selbst Kleinkindern kann man die unterschiedlichen Steine zeigen und die „Exponate“ können bestiegen werden. Bei Rechberg gibt es einen Spielplatz, danach kommt schnell die Ruine, dann der Kreuzweg und schließlich die wunderschöne Barockkirche und die Aussicht auf dem Gipfel.

Ideale Witterung

Der untere Teil und der Abschnitt Metlangen bis zum Gipfel verläuft viel im Wald, im unteren Teil bringt der Tiefenbach zusätzliche Abkühlung, ideal an heißen Tagen. Die Felsformationen sieht man allerdings außerhalb der Vegetationsperiode deutlich besser.

Verpflegung

Entlang des Weges gibt es direkt am Einstieg das BBQ im Hölltal, in Metlangen den Stern, die Burgschänke auf der Ruine und „Haus Rechberg“ auf dem Gipfel. 

Picknick bietet sich auf dem Spielplatz bei Rechberg, im Burggraben nördlich der Ruine oder auf dem Gipfel an.

An- & Abreise

Am Einstieg gibt es mehrere Parkmöglichkeiten (Wanderparkplatz oder am BBQ). Man kann ab Bahnhof Gmünd mit dem Bus bis zur Haltestelle „Fuggerle“ fahren und dort beginnen. Von Metlangen und Rechberg kommt man mit dem Bus zurück zum Bahnhof.

GPX-Datei

[wpdm_package id=’3423′]

Eine .gpx-Datei (GPS Exchange Format) ist ein Format zur Speicherung von Geodaten. Diese Datei enthält die Tour-Route und kann in alle gängigen Wander-Apps importiert werden. Ich empfehle die Nutzung von komoot.

Meine Erfahrungen

Ich bin den Geologischen Pfad schon in verschiedenen Varianten gegangen. Der untere Teil bis Metlangen (3km) dauert mit einem Drei- und einem Fünfjährigen zwei Stunden, wir sind dann noch 2,3km bis Straßdorf Ortsmitte gelaufen, was inklusive Vesper an der Bahntrasse noch einmal eine Stunde gedauert hat.

Den oberen Teil Metlangen bis zum Gipfel sind wir Hin- und zurück gelaufen. Wir  (Söhne 3/5 Jahre alt) haben am Spielplatz gespielt, die Ruine besichtigt, Brotzeit gemacht und uns ein wenig auf dem Gipfel aufgehalten. Insgesamt waren wir 4 Stunden unterwegs bis wir zurück in Metlangen waren und haben 5,39 Kilometer zurückgelegt.

Schließlich sind wir im gleichen Alter meiner Söhne auch noch den ganzen Weg  vom Hölltal zum Gipfel und wieder zurück gegangen. Wir waren mit einer befreundeten Familie unterwegs und haben deshalb Burg und Kirche ausführlich besichtigt. Insgesamt waren wir 7,5 Stunden unterwegs und haben dabei 11,7km zurückgelegt. Eine schöne entspannte Tagestour!

Geologischer Pfad, Station 8

Der Geologische Pfad

Der Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd e.V. hat vom Hölltal bis auf den Gipfel des Rechbergs einen Geologischen Pfad angelegt, der an 24 Stationen die Geologie der Ostalb beschreibt. Auf unserer Wanderung durchschreiten wir den gesamten geologischen Schichtaufbau der Ostalb.

Im unteren Hölltal liegt der Keuper vor, auf unserem Weg nach Metlangen durchwandern wir dann die Schichten des Unterjura (Schwarzer Jura). Nach Metlangen erleben wir den Übergang zum Mitteljura (Brauner Jura) und am Fuße der Ruine Rechberg steigen wir in den Oberjura (Weißer Jura) ein, der uns bis zum Gipfel begleitet.

In meinem Artikel „Warum steht hier ein Berg?“ habe ich die Hintergründe zur Entstehung des Südwestdeutschen Schichtstufenlandes erklärt.

Der Weg ist mit Kinderwagen befahrbar, unterhalb der Ruine muss man einen kleinen Umweg fahren, ansonsten läuft man auf einer asphaltierten oder geschotterten Straße. Trotzdem besteht die Möglichkeit, dass die Kinder sich links und rechts des Weges im Gelände austoben.

Der Geologische Pfad im Hölltal

Das Hölltal

Der erste Teil unseres Weges führt uns durch das Hölltal in überwiegend sanftem Anstieg von Schwäbisch Gmünd auf die Hochebene bei Metlangen. Das letzte Stück ist etwas steiler.

Linker Hand steigt das Gelände steil an und zeigt deutlich die Felsformationen die man durchläuft. Die Felsen laden zum Klettern und besteigen ein. Rechts von uns mäandert der Tiefenbach das Tal hinab zur Rems. An vielen Stellen kann man an flachen Stellen an den Bach heran und planschen.

Furt durch den Tiefenbach

An zwei Stellen kreuzt der Tiefenbach die Straße, entweder man durchquert ihn an dieser Stelle über die angelegten Furten oder man nutzt die daneben gelegenen Fußgängerbrücken.

Das Hölltal ist ein wunderbares Kleinod direkt vor den Toren der Stadt, dass trotzdem nicht überlaufen ist. Es hat zu jeder Jahreszeit seinen Reiz. Im Sommer ist es unter dem dichten Blätterdach des Mischwaldes und entlang des Tiefenbaches angenehm kühl. Im Winter sind die Felsen und der Bach durch die fehlende Vegetation besser zugänglich. In jedem Fall sollte man auf passende Kleidung und Wechselklamotten achten. Wir sind den Weg schon im Februar bei knapp über 0°C gegangen (siehe Fotos). Mit Matschhose, Jacke und Mütze haben wir nicht gefroren, weil man immer in Bewegung ist.

Geologischer Pfad im Hölltal
Der Geologische Pfad im Hölltal

Verebnungsfläche Metlangen

Am Ende des Hölltales treten wir auf eine weite Hochfläche, die sich einen Kilometer bis nach Metlangen zieht. Der Spaßfaktor des Hölltales ist weg, dafür taucht vor uns unser Ziel auf, der Rechberg mit seiner Ruine auf dem Sporn und der weithin sichtbaren Barockkirche auf dem Gipfel.

Nach wenigen Metern weitet sich auch der Blick nach links und rechts und vor uns liegt das Panorama der Ostalb vom Rosenstein über den Scheulberg, das Kalte Feld und den Stuifen, auf der rechten Seite des Rechbergs taucht der Grat des Aasrückens und an dessen Ende der Hohenstaufen auf.

Am Ende des Weges überqueren wir die Kreisstraße und sind in Metlangen. Wer einkehren will kann das bei Christian Mack im Stern Metlangen guten Gewissens tun. Der Stern bietet gute Schwäbische Küche.

Geologischer Pfad bei Metlangen
Gerologischer Pfad bei Metlangen

Von Metlangen zur Ruine Rechberg 

Nach Metlangen steht uns der Aufstieg auf den Rechberg bevor. Bis ins Dorf Rechberg sind es etwas mehr als einen Kilometer, wobei nur der letzten 300m durch den Wald gehen. Der erste Teil des Anstieges geht durch Wiesen. Die Wanderung ist weniger spektakulär als das Hölltal, aber die nächste Station des Geologischen Pfades ist immer schon im Blick und so geht es schnell voran bis wir Rechberg erreichen.

Am Ortsrand von Rechberg treffen wir auf einen kleinen Spielplatz. Er ist keine Zierde seiner Art, besteht nur aus einer Rutsche und einer Wippe, aber meine Jungs hatten Spaß. Außerdem gibt es dort einen großen Tisch, der zu einer Brotzeit einlädt. (Tisch war im November 2022 abmontiert)

Nach dieser Erholung folgt ein kurzer steiler Anstieg durch den Wald. Schon nach wenigen Metern tauchen rechts im Wald über uns die Mauern der Ruine Rechberg auf. Wir laufen an der Ruine vorbei und biegen dann links ab, unter der großen steinernen Rundbogenbrücke die zum Burgtor führt. Es geht über Brücke, durch das Tor hindurch und wir erreichen die Ruine der ehemaligen Burg Rechberg.

Geologischer Pfad bei Rechberg
Spielplatz bei Rechberg

Ruine Rechberg

Die Burg Rechberg wurde zwischen 1200 und 1250 von Ullrich von Rechberg als Dienstmannenburg der Staufer erbaut. Sie widerstand den Plünderungen der Freien Reichstadt Gmünd 1448 bis 1450 in der Gegend, den Bauern im Bauernkrieg 1525 als der Hohenstaufen niedergebrannt wurde, und der Belagerung durch den Schmalkhaldischen Bund 1546.

Bis 1585 regierten die Grafen von Rechberg direkt von ihrer Stammburg aus. Sowohl im Dreißigjährigen Krieg 1648, als auch in den Französischen Revolutionskriegen 1796 wurde die Burg von Franzosen besetzt, aber nicht zerstört.

Feuersbrunst

Erst ein Blitzschlag und das dadurch entstandene Feuer am Dreikönigstag des Jahres 1865 vernichtete die Burg. Ein Ereignis, dass sich tief ins Gedächtnis der Region eingebrannt hat, galt die Burg auf dem Bergsporn, weithin sichtbar im Remstal und im Filstal, doch als Wahrzeichen. Meine Großtante erzählte mir bis zu ihrem Tod immer wieder die Geschichte wie ihr Großvater damals mit dem Pferdefuhrwerk im wilden Galopp vom Dangelhof in Reichenbach aus zur Hilfe eilte.

Heutiger Zustand

Die Ruine wurde in den letzten Jahrzehnten restauriert. Ein Teil des ehemaligen Palas wurde mit einem Flachdach versehen von dem man einen herrlichen Blick auf den Albhauptkamm und den Schwäbisch-Fränkischen Wald hat. Im Vorhof wurde ein Restaurant, die Burgschänke, eingerichtet. Auch hier kann man zum Essen einkehren oder ein Eis kaufen.

Der Zutritt zur Burg ist kostenpflichtig und funktioniert über ein Drehkreuz mit Münzeinwurf. Kinder bezahlen 1 Euro, Erwachsene 2 Euro.

Was viele Besucher übersehen: direkt nach dem Drehkreuz kann man im Bergfried über mehrere Stockwerke bis in den Burggraben hinabsteigen. Das sollte man in jedem Fall tun, und die Burg im Graben umrunden. Der Burggraben ist auch ein idealer Ort für ein Picknick.

Brand von Burg Rechberg, Stich in der "Illustrierten Zeitung Leipzig" vom 28. Januar 1865 (C. Häberlin)

Brand von Burg Rechberg, Stich in der „Illustrierten Zeitung Leipzig“ vom 28. Januar 1865 (C. Häberlin)

Hohen Rechberg einst und heute" (vor 1896 entstanden)

Grafik „Hohen Rechberg einst und heute“ von W. Boppel (vor 1896)

Ruine Rechberg
Ruine Rechberg
Ruine Rechberg
Ruine Rechberg

Der Kreuzweg

Von der Burg steigen wir weiter in Richtung Gipfel auf unsere letzte Etappe. Der normale Weg ist asphaltiert und mit einem Kreuzweg mit 14 Stationen aus Sandstein-Bildstöcken flankiert. 

Allerdings gibt es auch einen Trampelpfad zum Gipfel. Wir nehmen normalerweise beim Aufstieg den Trampelpfad und laufen den Hauptweg zurück. Der Trampelpfad geht kurz nach der Ruine rechts vom Hauptweg ab. Er bietet am Rande einige schöne Felsformationen des Weißen Jura, die zum klettern einladen.

Nach einiger Zeit kommt man wieder auf den Hauptweg zurück und verlässt diesen nach kurzer Zeit wieder, dieses Mal nach links. Auch hier findet man wieder einige schöne Felsformationen der wohlgeschichteten Kalke, einer Formation des Weißen Jura. 

Der Hauptweg bietet nur ausserhalb der Vegetationsperiode einen guten Blick auf die Gesteinsformationen. Die Station „Wohlgeschichtete Kalke-Formation“ ist im Sommer in der Regel total überwuchert und kaum zu erkennen.

Kreuzweg auf den Rechberg
Kletterpartie im Weißen Jura
Kletterpartie im Weißen Jura
Kletterpartie im Weißen Jura

St. Maria Hohenrechberg

Erreicht man das Gipfelplateau des Rechbergs liegt direkt rechts das „Haus Rechberg„, eine Gaststätte die auf den Grundmauern der ersten Steinkapelle auf dem Hohenrechberg von 1488 steht.

Die Kirche

Der Blick wandert aber unweigerlich nach links, wo neben dem kleinen Pfarrhäuslein die Wallfahrtskirche zur Schönen Maria Hohenrechberg steht. Die erste Kirche, damals noch aus Holz wurde 1424 erstmals urkundlich erwähnt. Ursprung der Wallfahrt auf dem Hohenrechberg ist das Gnadenbild der Schönen Maria vom Hohenrechberg. Es entstand entweder kurz vor 1348 als Kaiser Ludwig IV. („der Bayer“) und damit auch seine Anhänger, die Grafen von Rechberg, mit einem Kirchenbann belegt wurden, oder zur Zeit der großen Pestwelle  1349 bis 1353. In dieser Zeit begannen wohl auch die Wallfahrten am Hohenrechberg und somit steht seitdem eine Kapelle am Gipfel des Berges.

Grundsteinlegung

Am Tag der Heiligen Veronika, am 09. Juli 1686, lies Graf Bernhard Bero von Rechberg zu Donzdorf den Grundstein für die heutige barocke Steinkirche legen. Von 1688-89 verzierte der Tessiner Bildhauer und Stuckateur Prospero Brenno den Innenraum der Kirche.

1774 schlug der Blitz in den nach wie vor hölzernen Glockenturm ein der daraufhin völlig abbrannte und als Steinturm in seiner heutigen Form wieder errichtet wurde.

Der rechte Seitenaltar ist seit 1806 dem Heiligen Bernhard geweiht. Zu dieser Zeit wurde die Figur des Heiligen Bernhard aus der abgebrochenen Wallfahrtskirche auf dem Bernhardus nach St. Maria verbracht.

Bernhardus

1880 stiftete Graf Otto von Rechberg, stolzer Vater von sechs Töchtern, auf dem Bernhardus eine Kapelle an der Stelle des Hochaltars der ehemaligen Bernhard-Wallfahrtskirche auf dem Bernhardus. Er hegte die Hoffnung dadurch einen männlichen Erben zu bekommen. Von 1885 bis 1892 wurde der Graf Vater dreier Söhne, was zu einer Wiederbelebung der Bernhardus-Wallfahrt führte, die jedes Jahr am 20. August, dem Gedenktag des Heiligen, tausende Gläubige auf den Gipfel lockt. Der Heilige Bernhard zieht in diesem Zuge  jedes Jahr am 20. August, dem Bernhardustag, für eine Wallfahrt zurück auf „seinen Berg“ und steht dann in der Bernharduskapelle.

„Meine“ Kirche

Die Kirche ist für mich die schönste Kirche der Ostalb, der ich auch emotional eng verbunden bin. Aus dem Wohnzimmerfenster meines Elternhauses grüßte er mich täglich, damals noch verbunden mit dem Tuten des Schienenbusses „Klepperle“, wenn es die unbeschrankten Übergänge unterhalb des Berges passierte. Egal aus welcher Richtung ich nach Hause fahre, wenn der Rechberg mit St. Marien am Horizont auftaucht weiß ich, dass ich daheim bin. Schön, dass ich meine protestantische Frau überzeugen konnte, mir vor dem Hochaltar der Schönen Maria das Ja-Wort zu geben!

Die Kirche sollte man auf jeden Fall besuchen, wenn man auf dem Rechberg ist!

St. Maria Hohenrechberg
St. Maria Hohenrechberg

Der Gipfel

Der Rechberg (708m NN) ist der Mittlere der Drei Kaiserberge Hohenstaufen, Rechberg, Stuifen. Nachdem wir die Kirche besucht haben und uns im Haus Rechberg gestärkt, oder auf der Wiese oder den zahlreichen Bänken gerastet haben, umwandern wir das kleine Gipfelplateau.

Hinter dem Haus Rechberg ist ein Aussichtspunkt in Richtung Südwesten von dem aus der Blick hinüber zum Hohenstaufen geht. Direkt daneben beginnt ein Trampelpfad, der einen zum Ortseingang von Rechberg bringt. Laufen wir weiter an der Plateaukante entlang, kommen wir zum Kriegerdenkmal für die Gefallenen Söhne Rechbergs in Form eines steinernen Kreuzes und einer Glocke. Von hier aus geht der Blick nach Südosten, auf den Stuifen, das Kalte Feld und den Hauptkamm der Schwäbischen Alb.

Am Ziel

Von hier aus geht es weiter an der Ostflanke der Hochebene entlang. Auf halbem Weg findet man den Einstieg zu einem Trampelpfad der in fast gerader Linie, oberhalb der Hummelshalden und der Hohenreute vorbei, in den Pfefferweg nach Waldstetten mündet.

Kommt man nun an die über einen Felsen steil abfallende Nordflanke, haben wir das Ziel unserer Wanderung erreicht. Direkt neben einem Aussichtspunkt, der einen weiten Blick über das Remstal bis zum Schwäbisch-Fränkischen Wald bietet, finden wir die 24. und letzte Station des Geologischen Pfades. Geschafft!

Kriegerdenkmal Rechberg
Kriegerdenkmal Rechberg
Geologischer Pfad Station 24
Geologischer Pfad, Station 8

Die Stationen

Um Dir einen Eindruck des Pfades zu geben, habe ich Dir hier eine Galerie der meisten Stationen zusammengestellt. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Wandern. Berg Heil!

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Warum steht hier ein Berg?

Warum steht hier ein Berg?

Warum steht hier ein Berg?

Die Jahrmillionen haben unsere Heimat geprägt und zu dem gemacht was sie ist. Hier beschreibe ich die Entstehungsgeschichte der Ostalb und die Entstehungsgeschichte des Südwestdeutschen Schichtstufenlandes.

250 Millionen Jahre Ostalb

Warum steht hier ein Berg? Warum ist unsere Heimat so schön, wie sie ist? Mit den Bergen, Höhlen, mit ihren Schluchten, Klingen und Tälern? Die Entstehung des Südwestdeutschen Schichtstufenlandes ist ein komplexer und spannender Vorgang, der sich über Jahrmillionen hinzog. In diesem Artikel erkläre ich die Zusammenhänge.

Bevor wir aber zum eigentlichen Thema kommen will ich einen kurzen Überblick über unseren Naturraum geben. „Naturräume“ sind der Versuch, die Erde in natürliche, zusammenhängende Bereiche einzuteilen, losgelöst von menschgezogenen Grenzen.

Naturräume

Die Naturräume in Deutschland werden nach dem Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands eingeteilt. Die Einteilung erfolgt in Großregionen, Haupteinheitengruppen, Haupteinheiten und Untereinheiten.

Unsere Heimat gehört zur Großregion 2. Ordnung „Südwestdeutsches Schichtstufenland“, diese wiederum ist Teil der Großregion 1. Ordnung „Mittelgebirge“.

Naturräume in Deutschland

Naturräume in Baden Württemberg (Meynen, Schmithüsen et. al. Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands)

Das Südwestdeutsche Schichtstufenland umfasst dabei einen großen Teil Süddeutschlands vom Oberrheintal bis zum Oberpfälzischen Hügelland. Zur weiteren Unterteilung hat man die Naturräume in Haupteinheitengruppen und dann in Haupteinheiten eingeteilt. Wir liegen genau an der Grenze zweier Haupteinheitengruppen. Die Haupteinheitengruppe „09 Schwäbischen Alb“ mit der Haupteinheit „096 Albbuch und Härtsfeld“ (z.B. das Kalte Feld) im Süden. Die Haupteinheitengruppe „10 Schwäbisches Keuper-Lias-Land“ mit den Haupteinheiten „102 Vorland der östlichen schwäbischen Alb“ (Göppingen, Aalen, Bopfingen), „107 Schurwald und Welzheimer Wald“ (Schwäbisch Gmünd, Schorndorf) und „108 Schwäbisch Fränkische Waldberge“ (Ellwanger Berge, Limpurger Berge, Murrhardter Berge bis ins Weinsberger Tal).

Gliederung der Ostalb

Das hört sich zuerst einmal kompliziert an, macht unsere Heimat aber so vielfältig und die Entdeckungsreise so spannend!

Naturräumliche Gliederung der Ostalb

Naturräumliche Gliederung der Ostalb

 

Klettersteig Jakobushöhle Scheuelberg

Haupteinheiten

Die Unterteilung in Haupteinheiten erfolgt dabei anhand der Schichtstufe, also dem vorliegenden Gestein:

  • Schurwald und Welzheimer Wald (Keuper)
  • Schwäbisch-Fränkische Waldberge (Keuper)
  • Vorland der östlichen Schwäbischen Alb (= Schwarzer Jura „Lias“ und Brauner Jura)
  • Albuch und Härtsfeld (Weißer Jura)

In Schwäbisch Gmünd haben wir daher das Glück, dass wir auf engem Raum vier Gesteinsarten vorliegen haben, vom Tal auf den Berg den Keuper, den Schwarzen, Braunen und Weißen Jura. Um zu verstehen warum das so ist, und warum hier ein Berg ist, muss man ein wenig zurückgehen. Ungefähr 350 Millionen Jahre.

Südwestdeutsches Schichtstufenland

Entstehung der Schichten

Vor 350 Millionen Jahren, während des Erdaltertums (Paläozoikum) bildete sich ein Becken, das von Schwellen und Gebirgszügen umgeben war. Vor 250 Millionen Jahren, während des Erdmittelalters (Mesozoikum), war dieses Becken, und damit unsere Heimat, ein großes überflutetes Becken, das „Germanische Becken“, dass seit 1999 politisch korrekt „Mitteleuropäisches Becken“ genannt wird, da es sich von England bis an die Ostgrenze Polens erstreckte.

Dieser „Ozean“ war Sedimentationsgebiet, organische und anorganische Schwebstoffe im Wasser lagerten sich über den unvorstellbaren Zeitraum von 100 Millionen Jahren in unserer Gegend ab. An manchen Stellen des Germanischen Beckens sind diese abgelagerten Schichten bis zu 2000m mächtig.

Trias & Jura

In der Trias, beginnend vor etwa 235 Millionen Jahren, lagerten sich die Sedimente ab, die wir heute als Keuper kennen und die heute z.B. den Welzheimer Wald bilden. Im folgenden Zeitalter, dem Jura (200 Mio Jahre – 145 Mio Jahre), fiel das Germanische Becken abwechselnd trocken und wurde überflutet, wobei abwechselnd kontinentale und marine Ablagerungen entstanden. In dieser Zeit entstanden die Schichten des Schwarzen, Braunen und Weißen Jura, die sich über den Keuperschichten lagerten. Heute benennt man diese Schichten als Unter-, Mittlerer und Oberjura, ich bleibe aber bei den althergebrachten Bezeichnungen die sich im Volksmund verankert haben. In diesen Gesteinsschichten finden sich viele Fossilien, die einen eigenen Artikel wert sind. Eine weltbekannte Fundstätte ist Holzmaden bei Kirchheim unter Teck. Das dortige Urweltmuseum Hauff ist definitiv einen Besuch und ebenfalls einen eigenen Beitrag wert!

Sedelfels Rosenstein

Der Seldelfelsen bei Heubach

Der Seldelfelsen bei Heubach

Kleine Scheuer Rosenstein
Auffaltung des Rheingrabens und Entstehung des Schichtstufenlandes

Auffaltung des Rheingrabens und Entstehung des Schichtstufenlandes (Quelle: Wikipedia CC-BY)

Bildung der Schichtstufen

Nachdem sich nun über gut 100 Millionen Jahre allerhand Material in Schichten auf der Ostalb abgelagert hatte, lagen diese Ablagerungen in ihren Schichten viele Millionen Jahre da. Aus organischem und anorganischem Material wurde Stein. Die vielen versteinerten Fossilen, die in diesen Schichten versteinerten, machen die Beschäftigung mit dem Boden auf dem wir leben besonders spannend.

Erdneuzeit – Känozonikum

Wir machen nun einen Sprung in Richtung Gegenwart und finden uns im Neogen wieder, circa 50-20 Millionen Jahre vor unserer Zeit. Das Neogen ist ein Abschnitt des Känozonikum, der Erdneuzeit.

Eine bittere Wahrheit, aber sie muss ausgesprochen werden: unsere schönen Berge wurden von Baden aus erschaffen. (Solange der VfB in der Tabelle vor dem KSC steht, sei unseren badischen Freunden dieses Meisterstück von vor 30 Millionen Jahren aber gegönnt).

Oberrheingraben

Die genaue Entstehung ist immer noch Gegenstand der Forschung, aktueller Stand ist aber, dass aufgrund von Zugspannungen in Erdkruste und Erdmantel im Bereich des Oberrheins ein Graben entstand. Nicht das was wir heute als Rheintal kennen, sondern ein richtiger Graben. Die Erdkruste wurde in diesem Bereich um 6-8km gedehnt. Die Erdoberfläche wurde bis in eine Tiefe von vier Kilometern aufgerissen (!), der Riss füllte sich im Laufe der Zeit mit Sedimenten. Die Gebiete westlich des Oberrheingrabens verschoben sich relativ zu den linksrheinischen Gebieten um über fünf Kilometer.

Auffaltung

Im Zuge der Entstehung des Oberrheingrabens wurde das Gebiet links und rechts des Oberrheins angehoben und es entstand die heutige Geländeformation, die natürlich im Laufe der letzten 20 Millionen Jahre der Erosion und anderen Prozessen unterworfen war und am Ende kam eine sehr, sehr geile Gegend heraus: unsere Ostalb.

Durch diesen Effekt des Auffaltens vom Rheingraben her erhielt die Schwäbische Alb ihre Charakteristik: auf unserer Seite, an der Bruchkante, einen relativ steilen Anstieg und dann eine langsame Abflachung auf die gegenüberliegende Seite zur Donau hin. Auf der französischen Seite des Rheins passierte dasselbe und die Vogesen und das nordfranzösische Schichtstufenland entstanden.

Erosion

Ursprünglich war der Anstieg weitaus steiler, aber die Erosion hat über die Millionen von Jahren am Albrand genagt. Die „Zeugenberge“ Stuifen, Hohenstaufen, Rechberg, das Kalte Feld und der Ipf waren ursprünglich Teil des Hauptkammes der Schwäbischen Alb, sie wurden durch die Erosion herausgetrennt. Dem Rosenstein, der noch mit dem Albhauptkamm verbunden ist droht in ein paar Millionen Jahren ein ähnliches Schicksal.

Lineament & Verwitterung

Diese Erosion hat uns viele zusätzliche Ausflugsziele beschert. Einen Felssturz vom Hohenstaufen kennen wir heute als Spielburg. Ein Abbruch und Zusammensacken der Schichten quer durch die Region, das sogenannte Schwäbische Lineament, trennte auf dem Rechberg den Nebengipfel mit der Ruine vom Hauptgipfel mit der Kirche.

Die Höhlen am Rosenstein sind das Ergebnis von Millionen Jahren von Verwitterung, ebenso die beeindruckenden Klingen im Albvorland wie die Teufelsklinge.

"Das Haus" am Rosenstein
Schichtstufen

Unbekannter Künstler, Zeichnung im Gastraum des Franz-Keller-Hauses (nachgezeichnet zur besseren Lesbarkeit)

Eine sehr gelungene Darstellung der Schichtstufen hängt auf dem Franz-Keller-Haus (siehe Bild). Gut zu erkennen ist, warum die Alb bei uns steil ansteigt und dann zur Donau hin flach abfällt. Die einzelnen Schichtstufen sind 2-4% aufgestellt.

Links unten im Bild sieht man einen Bruch in den Schichtstufen, das Schwäbische Lineament. In der Realität kann man das gut in Waldstetten sehen. Während die Kirche auf dem höheren nordwestlichen, albabgewandten, Teil trohnt, liegt das Rathaus auf dem tieferen Teil Richtung Schwäbische Alb. Auch am Rechberg ist es gut zu sehen, die Ruine trohnt direkt an der Abbruchkante, der eigentliche Berg auf der anderen Seite.

Ebenfalls gut zu sehen: härtere Schichten bilden steile Abbruchkanten mit darauffolgenden Verebnungsflächen, das klassische Bild der Landschaft auf der Ostalb.

Geologische Schichten der Ostalb

Gut zu erkennen ist, dass Schwäbisch Gmünd im Trias liegt, auf Höhe von Waldstetten der Schwarze Jura endet, darüber bis Tannweiler der braune Jura und darüber der Weiße Jura ansteht. Jede dieser Schichten besteht wiederum aus Unterschichten. Die Benennung der Schichten ist für den Laien schwer zu verstehen. Ober-, Mittel- und Unterjura hießen früher schwarzer, brauner und weißer Jura. Dazu kommt, dass man häufig noch die von Oppel eingeführten Begriffe Lias, Dogger, Malm verwendet werden.

Die einzelnen Schichten unterteilen sich in Stufen die moderne Namen haben, aber auch die nicht mehr wissenschaftlich gebräuchlichen Begriffe von Quenstedt werden noch verwendet. Dann kann man Gesteinsstufen noch räumlich trennen (Lithographie) oder nach dem Vorkommen der darin enthaltenen Fossilien (Biostratigraphie). Alles Klar? Damit ihr mit den verschiedenen Bezeichnungen klar kommt habe ich versucht sie in einer Tabelle zusammenzufassen. In Wahrheit ist es noch ein bisschen komplizierter, aber die Tabelle enthält die gängigsten Bezeichnungen in vereinfachter Zusammenfassung:

Schichtstufen am Kalten Feld

Erklärung zur Tabelle

Wenn jemand von Aalenium spricht, meint er damit eine chronostratigraphische Stufen des Mitteljura (benannt nach der Stadt Aalen). Chronostratigraphie gliedert Gesteinskörper nach dem Alter ihrer Entstehung. Wir reden also von einem Gestein, dass vor 170 bis 174 Millionen Jahren entstanden ist.

Aalenium ist dabei die älteste von vier chronostratigraphische Stufen des Mitteljura (früher: brauner Jura).

Lithostragraphie

Die Lithostragraphie gliedert Gesteinseinheiten nach chemischen und physikalischen Beschaffenheiten und unterteilt Gesteine, die im Zeitalter Aalenium entstanden sind in ältere Opalinuston-Formationen und jüngere Eisensandstein-Formationen.

Biostratigraphie

Auf den Tübinger Professor Friedrich August von Quendstedt (1809-1889) und seinen Schüler Albert Oppel geht die biostratigraphische Gliederung der Schwäbischen Alb zurück, die bis in die 70er Jahre gültig war und dann von einem internationalen System abgelöst wurde.

In der Biostratigraphie teilt man Schichten anhand von Leitfossilien ein. Man nutzt dazu Fossilien, die in einem möglichst scharf umgrenzten Raum und möglichst häufig vorkommen um ein Gestein einer Stufe zuzuordnen.

Von Quendstedt nutzte das von Alexander von Humboldt vorgeschlagene Jura-System (Unterer, Mittlerer, Oberjura). Sein Schüler Oppel nutzte hingegen Lias, Dogger, Malm. Aufgrund der Farbe der Gesteine setzte sich zusätzlich die Begriffe Schwarzer, Brauner, Weißer Jura durch.

Beide unterteilten die drei Hauptstufen in Unterstufen, populär war die Benennung von Quendstedt mit jeweils sechs Untergruppen alpha bis zeta.

Wenn du das verstanden hast, weißt du zukünftig, dass Dogger alpha, Braunjura alpha, Eisensandstein-Formation und Aalenium ein und denselben Stein bezeichnen können. 

Welches geologische Phänomen gefällt Euch besonders? Die Höhlen? Die Fossilien? Etwas ganz anderes? Schreibt es in die Kommentare!

 

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Sperrung: Hornbergsteige

Sperrung: Hornbergsteige

Sperrung: Hornbergsteige

Der Ostalbwanderer versucht die Sperrungen auf Wanderwegen im Auge zu behalten und hier darüber zu informieren. Meine Ausflugstipps habe ich teilweise mehrere Wochen vorher erwandert, jeder Wanderer ist daher selbst verantwortlich seine Strecke zu prüfen. Gerne könnt ihr mir unter markus@ostalbwanderer.de melden wenn ein Wanderweg gesperrt ist, ich nehme ihn dann hier mit auf.

Kurz-Info

Gesperrt ist die Hornbergsteige und der Drei-Kaiser-Berge-Weg wegen Eschentriebsterben an der Hornbergsteige und dürrer Buchen am Drei-Kaiser-Berg-Weg.

Dauer: Vermutlich die ganze Saison 2023. Sobald mehr bekannt ist wird es hier veröffentlicht.

Umleitung: Südlich weitergehen bis zum Sauren und dort nach oben. Besser (schöner) nordöstlich umlaufen und den „Schafstallsteig“ nach oben, ggf. noch ein Stück weiter Richtung Skihütte und dann den Brauer-Steig nach oben nehmen.

rot: gesperrt | grün: empfohlene Umleitung

GPX-Datei der gesperrten Wege

[wpdm_package id=’3715′]

Eine .gpx-Datei (GPS Exchange Format) ist ein Format zur Speicherung von Geodaten. Diese Datei enthält die gesperrte Strecke und kann in alle gängigen Wander-Apps importiert werden. 

Nachdem 2021 der gesamte Ostgipfel des Rosensteins gesperrt war trifft es dieses Jahr den Aufstieg von Waldstetten und Weiler auf den Hornberg. 

Pünktlich zum Osterwochenende sperrt ForstBW den Hornbergsteig. Die Umleitung über den Drei-Kaiser-Berg-Weg wird gleich mit gesperrt.

Eschentriebsterben
Grund ist das Eschentriebsterben, eine eingeschleppte Pilzerkrankung der Esche. Es gibt keine Behandlung und bei bestehendem Sicherheitsrisiko bleibt nur die Entnahme der Bäume. Man hat in Baden-Württemberg allerdings neben den Naturschutzgebieten (NSG Kaltes Feld und Eierberg südlich der Sperrung und NSG Tannenrutschung Waldstetten und Lindenfeld nördlich davon) auch noch die „Waldrefugien“ erfunden. Waldrefugium bedeutet, man verbietet so lange die Bewirtschaftung, bis man es unter Naturschutz stellen kann.

Im Falle der Hornbergsteige, wo über 50% Eschen stehen, die nach Ansicht des ForstBW alle sterben werden, gibt es noch keine Idee, wie es weitergeht. Das werde man im Sommer überlegen.

Im schlimmsten Fall ist der direkte Zustieg zum schönsten Ausblick der Ostalb, dem Dreikaiserbergblick, auf Jahre zu.

Umgehung

Mich persönlich ärgert es, weil ich hier keine Abwägung zwischen Naturschutz und Freizeitbedarf der Bevölkerung sehe und dem zuständigen Revierförster am Ende der schwarze Peter zugeschoben wird. Passiert etwas ist er schuld, machen kann er im „Waldrefugium“ aber auch nichts.

Ich empfehle aktuell die Route vom Einstieg zur Hornbergsteige nach Osten und dann über den Schafstallsteig nach oben. Von dort nicht direkt zum Flugplatz, sondern an der Traufkante entlang zum Dreikaiserberg-Blick, der Ausblick lohnt sich!

Sperrung Wanderweg

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