#058 Weiterweg & Hohen Tannen

#058 Weiterweg & Hohen Tannen

#058 Weiterweg & Hohen Tannen

Der Walderlebnispfad Weiterweg im Gschwender Ortsteil Rotenhar lädt zum Entdecken und Nachdenken ein. Der Ostalbwanderer hat den Rundkurs um den schönsten Ausblick der Frickenhofer Höhe erweitert: wir blicken von der Hohen Tannen weit hinein in den Schwäbisch-Fränkischen Wald. Zum Abschluss gibt es einen Abstecher zur bizarren Felsformation der Teufelskanzel.

Tour-Info

  • Ausdauer 30% 30%
  • Abenteuer 50% 50%
  • Spaß 60% 60%
  • Verpflegung 0% 0%

HINWEIS: Im Februar laufen im Wald die Forstarbeiten auf Hochtouren. Manche Forstwege können schlammig sein. Festes Schuhwerk und Kleidung die schmutzig werden kann sollte man anlegen.

Was Kinder gefällt

Die Felsformation der Teufelskanzel und den Walderlebnispfad spielerisch zu entdecken.

Ideale Witterung

Die Wege werden gut gepflegt und sind auch bei nassem Winterwetter toll.

Verpflegung

Die Wirtshäuser im Schwäbischen Wald sterben. Besonders bedauerlich finde ich, dass es die Schnitzelfabrik direkt an der Wanderroute nicht mehr gibt. Man sollte ein Rucksackvesper einpacken.

An- & Abreise

Es gibt einen kleinen Wanderparkplatz direkt am Einstieg in die Tour

GPX-Datei

Eine .gpx-Datei (GPS Exchange Format) ist ein Format zur Speicherung von Geodaten. Diese Datei enthält die Tour-Route und kann in alle gängigen Wander-Apps importiert werden. Ich empfehle die Nutzung von komoot.

Die Frickenhofer Höhe

Der Höhenzug der Frickenhofer Höhe liegt im Dreieck der Städte Gaildorf im Nordwesten, Aalen im Südosten und Schwäbisch Gmünd im Südwesten. In Form eines langgestreckten Bogens erstreckt sich die Frickenhofer Höhe von Gaildorf im Norden bis Abtsgmünd im Südosten. Zu den Gemeinden innerhalb der Landschaft gehören Gschwend, Eschach, Göggingen, Ruppertshofen und Schechingen. Der höchste Punkt der Frickenhofer Höhe, die Hohen Tannen, liegt direkt am Beginn unserer Wanderung.

Frickenhofer Höhe

Hohen Tannen

Schon nach wenigen Minuten stehen wir heute am höchsten Punkt unserer Wanderung. Von hier aus hat man einen wirklich fantastischen Blick auf den Schwäbisch-Fränkischen Wald. Ganz hinten am Horizont sieht man die Hohenloher Ebene, davor die Stufenflächen des Schwäbischen Waldes und, deutlich zu erkennen, das Kochertal. 

Die Gegend war wegen der schlechten Böden und der Hügel dünn besiedelt und bildete daher auch eine natürliche Grenze. Noch heute erkennt man das an unseren Dialekten. Südlich davon wird schwäbisch gesprochen, nördlich der Frickenhofer Höhe spricht man Hohenlohisch, eine fränkische Spielart.

Hohen Tannen

Hohen Tannen ist eigentlich ein Flurname, damit der Name Programm wird, wurde eine Tanne auf dem Gipfel gepflanzt. Diese wurde mehrfach mutwillig zerstört und wieder neu  gepflanzt. Die aktuelle Tanne ist von 2010.

Hohen Tannen

Weiterweg

Der Sproß des Gaildorfer Adelsgeschlechts, Graf Gottfried von Pückler-Limpurg, und seine Gattin, Adele von Pückler und Limpurg gründeten 1950 die Graf von Pückler und Limpurg’schen Wohltätigkeitsstiftung. Nach dem Tod des Grafen floß sein gesamtes Vermögen in eine Stiftung zur Unterstützung von kirchlichen und diakonischen Projekten in Baden-Württemberg. Einen Großteil des Vermögens macht der 1.700 Hektar große gräfliche Forstbetrieb aus, durch den wir heute wandern.

Weiterweg

Die Stiftung ließ auch den durch den Tübinger Künstler realisierten Walderlebnispfad mit 10 Stationen anlegen und pflegt ihn. Jede Station besteht aus einer Kunstinstallation und zwei Tafeln. Eine mit einem biblischen Impuls, der das Thema der Station aufgreift, eine mit einem weltlich-spirituellen Text. Den Kindern genügt es oft, die Stationen zu entdecken, während sich die Erwachsenen auf die Texte einlassen können. Exemplarisch stelle ich einige Stationen vor.

Weiterweg

Durchblick 1

Gleich zu Anfang geht es darum, den Durchblickfür das Wesentliche zu bekommen. Die bunten Fenster sind verlockend. Doch der große Ausblick in der Mitte ist am allerschönsten. Wir entdecken das Wunderbare und Natürliche in all den Bäumen und Sträuchern. Durch das große Fenster bekommt man einen ungefilterten Blick auf das größte und wichtigste Kunstwerk, welches der weiterweg zu bieten hat: Die Natur.

Weiterweg

Tal der Stille

Im Tal der Stille rückt die Unruhe des Alltags in die Ferne. Sie dürfen hier zur Ruhe kommen. Hier gibt es Bäche, kleine Tümpel, Moose, Gräser und Bäume, die alles überwölben. Die Betrachtung der Natur kann in die Stille führen: Sehen Sie das was da ist! Zwei kurze Stichwege führen zu schönen Meditationsplätzen mit sieben bzw. zwölf Sitzplätzen.

Weiterweg

Friedenstisch

Die Idee hinter dem 16m langen Tisch, der aus einem einzigen Stamm hergestellt ist, ist es Gemeinschaft im gemeinsamen Mahl zu ermöglichen. Der ideale Ort für eine Brotzeit!

Weiterweg

Der enge und der weite Weg

Der enge Weg Weg ist unten breit und oben eng. Die ständige Beschäftigung mit „meinem Geld, meinem Auto, meinen Sorgen, meinem Glück“ macht uns eng. Diese Gedanken sind wie Balken in bedrohlicher Nähe des Kopfes. Sie verbarrikadieren den Blick indie große Weite des Himmels. Dies ist der Weg mit wenig Himmelsoffenheit. Wer die ganze Breite des Weges ausnutzen will, muss den Kopf einziehen und gebeugt durch das Leben gehen.

Der weite Weg ist unten schmal und oben weit. Die Balken beengen uns nicht mehr. Sie sind noch da. In gleicher Anzahl und in gleicher Größe. Sie wirken aber nicht mehr erdrückend. Sie lassen uns nun ein Gefühl der Freiheit erleben. Die Balken geleiten uns in die richtige Richtung an den Seiten unseres Lebensweges, der nun die richtige Breite hat. Er ist himmelsoffen und frei. Natürlich habe ich Geld, Auto, Nöte, Glücksgefühle, aber ich habe Abstand dazu. Der weite Weg ist der Weg himmelsoffener Gelassenheit.

Weiterweg

Der Teich

Dieser Teich ist ein Sinnbild für ein Leben in Balance. Auf der einen Seite braucht er frisches Wasser, das hereinfließt und auf der anderen Seite Wasser, das wieder abfließt. Ohne dieses Gleichgewicht von Zufluss und Abfließen kippt der Teich um. Auch wir Menschen brauchen diese Balance von Geben und Nehmen – Empfangen. Bekommen wir zu wenig, so trocknet unser kleines Lebenswasser langsam aus. Geben wir nichts her, so entsteht eine Stauung, die Lebendigkeit verhindert.

Weiterweg

Teufelskanzel

Nach allerlei nachdenklichem und einem wirklich wunderbaren Fleckchen Erde nehmen wir auf dem Heimweg noch ein letztes Highlight mit: die Teufelskanzel. Die versteckt liegende Felsformation oberhalb von Rotenhar war einst Zuflucht in Kriegszeiten und soll im Mittelalter ein Zeremonieplatz der „Täufer“- Sekte gewesen sein. Heute ist die wildromantische Teufelskanzel eines der Aushängeschilder von Gschwend. 

Teufelskanzel

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#057 An der Blinden Rot

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Das wildromantische Tal der Blinden Rot lädt mit gut ausgebauten Wanderwegen zu einer entspannten Wanderung mit guten Rastmöglichkeiten ein. Zur Abwechslung ist diese Wanderung des Ostalbwanderers kinderwagentauglich!

Tour-Info

  • Ausdauer 50% 50%
  • Abenteuer 50% 50%
  • Spaß 60% 60%
  • Verpflegung 80% 80%

HINWEIS:

Was Kinder gefällt

Ohne große Steigungen geht es immer am Bach entlang. Der Weg ist einfach zu gehen und lädt zum Rennen und Toben ein.

Ideale Witterung

Die Landschaft des Auentals hat zu jeder Jahreszeit ihren eigenen Reiz. Während im Sommer das üppige Grün fasziniert und das Blätterdach Schatten spendet, ist im Winter die Sicht auf den Bach, die kleinen Tümpel und Moore viel besser.

Verpflegung

Mit zahlreichen Bänken und Schutzhütten ist die Wanderung prädestiniert für ein Rucksackvesper. Am Start- und Zielpunkt gibt es kaltes und warmes Vesper in der Burghardsmühle (April bis Ende Oktober).

An- & Abreise

Es gibt einen kleinen Wanderparkplatz direkt am Einstieg in die Tour

GPX-Datei

Eine .gpx-Datei (GPS Exchange Format) ist ein Format zur Speicherung von Geodaten. Diese Datei enthält die Tour-Route und kann in alle gängigen Wander-Apps importiert werden. Ich empfehle die Nutzung von komoot.

Die Blinde Rot

Die Blinde Rot hat mit der weitaus bekannteren Rot nur gemeinsam, dass beide in den Kocher münden. Die bei Wüstenrot entspringende Rot nach 37km als linker Nebenfluss bei Unterrot, die Blinde Rot 28km nach der Quelle bei Frankenhardt als rechtsseitiger Nebenlauf bei Abtsgmünd.

Tal der Blinden Rot

Das kleine Flüsschen mäandert sich von Nord nach Süd, während links und rechts davon die fast parallel verlaufenden Flüsse Jagst und Bühler von Süden nach Norden fließen. Das Tal der Blinden Rot ist kaum besiedelt. Es gibt nur den kleinen Weiler Willa (Gemeinde Rosenberg) und einige, teils ehemalige Mühlen. Wir wandern daher auf einsamen, aber gut ausgebauten Wegen.

Tal der Blinden Rot

Naturschutzgebiet

Das Flusstal ist kleinräumig, die Talaue an keiner Stelle breiter als 150m. Wir wandern auf der Ostseite des Bächleins hinab und auf der Westseite wieder zurück. Saftige Wiesen wechseln sich hier mit Wäldchen ab. Die Wälder sind zum großen Teil naturbelassen, wir kommen immer wieder durch Bruchwälder, Sumpfwälder, die teilweise überflutet sind und von wasserliebenden Erlen bewachsen sind. Da im Naturschutzgebiet keine Holzentnahme erfolgt liegen umgestürzte Erlen im Wald und bilden einen wildromantischen Urwald.

Tal der Blinden Rot

Dechenberghütte

Die Route bietet einige schöne Plätze für eine Rast und ein Picknick. Wer ein Dach über dem Kopf haben möchte, kann unseren Rundweg am Dechenbergweg für einen kleinen Abstecher verlassen und kommt nach kurzer Zeit an die Dechenberghütte. Dort besteht die Möglichkeit sich auf den Bänken unter dem Vordach zu erholen.

Dechenberghütte

„Furt“ im Brenntenholz

Anschließend folgen wir weiter dem Flusslauf und wechseln dabei über eine kleine Holzbrücke für einige Minuten die Flussseite. Nachdem wir über eine breite Betonbrücke wieder auf die „richtige“ Flussseite gewechselt sind, kommt der einzige kurze Abschnitt, der mit Kinderwagen beschwerlich ist. Es geht ein kurzes Stück ca. 20 Höhenmeter bergauf und der Weg ist eher schlecht. Oben angekommen wird es aber schnell wieder besser.

Im Brenntenholz

Kurz bevor die Blinde Rot bei Abtsgmünd in den Kocher mündet, überqueren wir nochmals den Fluss und machen uns auf den Rückweg. Die Blinde Rot verzweigt sich und der Wald längs unseres Pfades ist eine urtümlich sumpfige Landschaft. Den Rückweg treten wir auf dem Rottalsträßchen an, das die Zufahrt zum Sägewerk Ölmühle darstellt. Für die nächsten Minuten sind wir also auf aspalthierten Wegen unterwegs und es kann uns ein Auto begegnen. Der Verkehr ist aber sehr überschaubar und nach der Mühle ist der Weg wieder gesperrt für Fahrzeuge.

Tal der Blinden Rot
Tal der Blinden Rot

Schutzhütte Grenzstockweg

Nach einigen hundert Metern auf dem Rückmarsch erreichen wir wieder eine Schutzhütte am Grenzstockweg. Zwar gibt es hier keinen Tisch, dafür mehr Platz sich im trockenen niederzulassen.

Schutzhütte Grenzstockweg

Abtsgmünder Öl- und Sägmühle

Das Tal der Blinden Rot ist zu mehr als der Hälfte mit Wald bedeckt. Die Wald- und Forstwirtschaft spielte hier schon immer eine bedeutende Rolle. Das geschlagene Holz wurde vor Ort in Köhlereien zu Holzkohle verarbeitet oder auf der Blinden Rot zum Kocher geflößt. Da der Wasserstand des Flusses dafür häufig nicht ausreichte, wurden „Treibseen“ angelegt. In ihnen wurde Wasser aufgestaut um beim Schnellem ablassen des Wassers das Holz bis in den Kocher zu schwemmen. Von dort wurde es zu den Salinen von Schwäbisch Hall geflößt, wo immer eine hohe Nachfrage an Brennholz herrschte.

Von den vielen Mühlen, die einst das Tal prägten und die Wasserkraft der Blinden Rot nutzten, haben sich nur wenige gehalten die heute noch die Wasserkraft nutzen. Die Sägmühle Betzenhof, die Ludwigsmühle Willa, die heute ein international tätiger Cellulosehersteller ist, und die Abtsgmünder Öl- und Sägmühle, wo heute ein mittelständischer Säge-, Zimmerei- und Holzbaubetrieb arbeitet. Letzterer liegt auf unserer Route und wir wandern an den Produktionshallen und Holzlagern vorbei.

Ölmühle Holzbau Kruger

Jugendheim Rottal

Der Rückweg führt uns mehr durch die Wiesen in der Talaue. Malerisch mäandert die Blinde Rot zu unserer rechten durch das Tal. Nach einigen hundert Metern kommen wir am Jugendheim Rottal vorbei. Der schöne Grillplatz ist leider nicht öffentlich nutzbar. 

Wiesenaue Blinde Rot

Die Rottal-Waldfee

Ein letztes Highlight auf unserem Weg zurück nach Burghardsmühle ist eine Rastmöglichkeit der „Rottal Waldfee“. Unter diesem Namen wurde Brigitta Herith aus Adelmannsfelden bekannt. Die rüstige Seniorin ärgerte sich einst, dass eine Sitzgruppe die wir am Wegesrand finden, kaputt war. Nach Vorsprache beim Revierförster wurde die Bank repariert und zum oft genutzten Ruheplatz von Frau Herith. Dort lernte sie die Natur lieben und schloss vor allem die Vögel des Rottals ins Herz. Zusammen mit ihrem Vogelschützer-Kollegen Armin Bernlöhr hängt sie in Absprache mit dem Revierförster Nistkästen im Rottal auf und pflegt diese. Auf „ihrem“ Rastplatz findet man neben liebevoller Dekoration auch ein Gästebuch mit Zeitungsberichten über sie und hat die Möglichkeit ihr Grüße zu hinterlassen. Frau Herith schaut auch an der Dechenberghütte nach dem Rechten, ein tolles Engagement für ein wunderbares Stück Heimat!

Brigitta Herith - Rottal-Waldfee

Dank Brigitta Herith (86) der schönstdekorierte Rastplatz im Ostalbkreis.

Burghardsmühle

Am Ziel unserer Reise, dem Flecken Burghardsmühle wartet von April bis Ende Oktober die „Veschbersdub“ in der Burghardsmühle auf hungrige und durstige Wanderer. Großer Biergarten, kleine Kneipe, ein Spielplatz, warme und kalte Vesper, sowie eine riesige Bierkarte bietet der Geheimtipp am Rande des Tales an. Zum Abschluss gehört eine Einkehr auf jeden Fall dazu!

Burghardsmühle Biergarten
Burghardsmühle Biergarten

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#058 Weiterweg & Hohen Tannen

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Das Ries-Ereignis

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#056 Geislinger Steige & Burg Helfenstein

#056 Geislinger Steige & Burg Helfenstein

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Die Geislinger Steige ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst, entstanden in einer Zeit, als die Menschen zuerst das Positive und dann das Negative an Technik sahen. Der Albanstieg der Eisenbahnstrecke war ein Kraftakt, den wir bei dieser Wanderung entlangwandern. Dazu gibt es die Burgruine Helfenstein und den Ödenturm als Wahrzeichen Geislingens!

Tour-Info

  • Ausdauer 70% 70%
  • Abenteuer 80% 80%
  • Spaß 60% 60%
  • Verpflegung 30% 30%

HINWEIS: Komoot markiert einen Teil der Route, vom Knoll-Denkmal bis zur Hochfläche als gefährlich. Der Teil ist nicht gefährlich. Dafür ist die Strecke oberhalb der Steige an manchen Stellen nur schmal und nicht gepflegt. Es gibt verschiedene Wege bei Komoot, ich habe sie alle getestet. Teilweise sind die 2m hoch mit Dornen zugewachsen – außerhalb der Vegetationsperiode. Meine Route ist aber gut gehbar. Festes Schuhwerk ist Pflicht, und es kann auch mal schmutzige Knie geben.

Was Kinder gefällt

Züge auf der Steige hautnah erleben, das einsame Knoll-Denkmal und dessen Geschichte, der Ödenturm und die Ruine Helfenstein. Eine tolle Wanderung!

Ideale Witterung

Bei Schnee findet man den Weg auf keinen Fall. Außerhalb der Vegetationsperiode ist die Sicht auf die Steige viel besser, dafür ist der Ödenbergturm und die Burgschenke Helfenstein geschlossen. Also am Besten einmal im Sommer und einmal im Winter laufen. Mir gefällt es im Winter besser.

Verpflegung

Die Burgschänke auf der Ruine Helfenstein hat von Ostern bis Jahresende Sonntag geöffnet. Leider keine Webseite. Ansonsten gilt: Rucksackvesper einpacken!

An- & Abreise

Es gibt einen kleinen Wanderparkplatz direkt am Einstieg in die Tour

GPX-Datei

Eine .gpx-Datei (GPS Exchange Format) ist ein Format zur Speicherung von Geodaten. Diese Datei enthält die Tour-Route und kann in alle gängigen Wander-Apps importiert werden. Ich empfehle die Nutzung von komoot.

Die Geislinger Steige

Die Geislinger Steige bezeichnet einen alten Handelsweg auf die Schwäbische Alb zwischen Geislingen und Amstetten und bezieht sich eigentlich auf die Straße. Parallel dazu baute man zwischen 1847 und 1850 eine Eisenbahnrampe für die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen. Die Strecke Heilbronn (Endstation der Neckarschifffahrt) – Friedrichshafen am Bodensee sollte die erste Eisenbahnstrecke werden. Größtes Problem dabei: zwischen dem Heilbronner Neckartal und dem Bodensee liegt die Schwäbische Alb mit ihrem steilen Albtrauf auf der Nordseite. 

Geislinger Steige

Die Geislinger Steige wurde nach den Standards für Geirgstrassen projektiert, die Kurvenradien gehen bis auf 278 Meter herunter und die Züge überwinden auf dem 5,6 Kilometer langen Abschnitt einen Höhenunterschied von 112 Meter. Die maximale Steigung beträgt  22,5‰. Was sich für Wanderer nicht besonders anhört, ist für Eisenbahnen eine Herausforderung. Die Steige ist die steilste Eisenbahnstrecke Deutschlands und eine der steilsten Europas. Der hohe technische Aufwand bezieht sich dabei nicht nur darauf Gleise einen Hang hinaufzulegen, es musste der ganze Hang oberhalb der Strecke aufwändig gesichert werden (siehe Foto). Was dem Autofahrer auf der B10 und dem Bahnreisenden auf der Steige verborgen bleibt wollen wir erkunden.

Geislinger Steige

Oberhalb der Bahnlinie im Outback

Ich hatte einen tollen Wanderweg erwartet, handelt es sich doch um eines der bedeutensten Industriedenkmale Württembergs. Pustekuchen. Von den Strecken die Open Street Map / Komoot kennt, ist ein Teil absolut nicht mehr zu begehen, auch nicht im Winter, zumindest nicht ohne Machete. Meterhohe Brombeerhecken haben alles zugewuchert. Nach einiger Sucherei habe ich aber einen Rundweg gefunden, der funktioniert und uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten führt. Wir sehen viele Befestigungsbauwerke, teils 100m oberhalb der Gleisanlagen, stehen aber auch direkt neben der Strecke. Dazu kommen sagenhafte Ausblicke ins Filstal.

Geislinger Steige

Fußgängerbrücke über die Gleise

Ich hasse es, in eine Sackgasse zu laufen, und daher sollte der Weg eigentlich anders laufen, aber es funktioniert nur dieser Zugang zur Fußgängerbrücke. Wir steigen also einige Meter hinab, mit dem Wissen wieder hinaufsteigen zu müssen. Belohnt werden wir mit einem tollen Blick direkt auf die Gleise von der alten Fußgängerbrücke.

Geislinger Steige

Michael Knoll & das Knoll-Denkmal

Von der Brücke aus schlagen wir uns auf schmalen, dafür einsamen Pfaden oberhalb der Steige durch. Begleitet werden wir von großen Stützbauwerken längs der Steige. Nach dem (fast) anstrengendsten Teil der Wanderung kommen wir genau an der Mitte der Steige an. Hier machten die Arbeiter beim Bau der Steige ihre Brotzeitpause und errichteten nach der Fertigstellung ein Denkmal für den Oberbaurat Michael Knoll (1805-1852). Knoll war für den Bau des Abschnitts Plochingen-Ulm der Filstalbahn, also auch der Geislinger Steige, verantwortlich. Im Winter ist der große Springbrunnen in der Mitte des Denkmals leider abgeschaltet.

Knoll-Denkmal

Knoll war gebürtiger Geislinger, sein Vater war Elfenbeindrechsler und Feldvermesser. Das Handwerk der „Boidrecher“ (Knochendrechsler) war damals weit verbreitet auf der Ostalb. Seine Mutter, eine geborene Straub, stammte von der Straubmühle (Schimmelmühle), die wir später noch im Tal unterhalb der Steige sehen werden. Er studierte in Stuttgart an der Berufsfachschule von Gottlieb Christian Eberhard von Etzel. Er baute an der Neuen Weinsteige in Stuttgart mit und erwarb dort viele praktische Kenntnisse. Danach legte er eine steile Karriere im Innenministerium hin und bekam schließlich den schwierigsten Bauabschnitt der Bahnstrecke zur Ausführung zugeteilt. Zwei Jahre nach Eröffnung der Steige starb er nach mehreren Schlaganfällen.

Oberbaurat Michael Knoll

Das Denkmal ist nur durch einen Zaun von der Bahnstrecke getrennt und so kann man von hier die Züge beim Vorbeifahren aus nächster Nähe beobachten. Da die Strecke ein Tempolimit von 60km/h hat ist das sogar vergleichsweise angenehm.

Geislinger Steige

Albaufstieg im Trockental

Es gibt zum Denkmal nur einen Weg. Da ich, siehe oben, nicht gerne Sackgassen laufe steigen wir an dieser Stelle in dem kleinen trockengefallenen Bachlauf direkt hinter dem Denkmal steil den Berg hinauf. Das ist zwar einigermaßen anstrengend, aber ansonsten angenehmer zu gehen als der Trampelpfad, den wir bisher gelaufen sind. Oben angekommen wartet dafür ein schön ausgebauter Forstweg und wir haben die Steigungen des Tages abgearbeitet!

Geislinger Steige

Galgenbergfels

Nun geht es ebenerdig dahin, wir laufen kurz unter der Traufkante im Wald und sind daher gegen den pfeifenden Wind ein wenig geschützt. Immer wieder bieten sich tolle Ausblicke ins Tal der Fils hinab. Den spektakulärsten davon gibt es auf dem Galgenbergfelsen.

Wer sich auf den schmalen Grat auf dem Fels nach vorne wagt wird mit einem grandiosen Ausblick über Geislingen das Filstal hinab nach Kuchen und Süßen belohnt.

Ödenturm

Einsam steht er da oben auf seinem Bergsporn, ein riesiger Turm. Der Ödenturm (öde geht auf das Wort einsam zurück). Der Zweck des Bauwerks ist nicht abschließend erforscht, man vermutet, dass mit dem Turm verhindert werden sollte, dass vom Bergsporn aus die benachbarte Burg Helfenstein beschossen werden konnte. Der Ödenturm ist von Mai bis Oktober an allen Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Aber auch vom Fuße des Berges aus hat man einen tollen Ausblick.

Burgruine Helfenstein

Die Grafen von Helfenstein sind ein altes schwäbisches Adelsgeschlecht mit weitreichenden Besitztümern im Filstal, auf der Schwäbischen Alb, in Heidenheim, in Blaubeuren sowie um Sigmaringen. Die Burg wurde vom Stammvater der Helfensteiner, Graf Eberhard von Helfenstein, um 1100 herum erbaut. 1382 fiel sie als Pfand an die Freie Reichsstadt Ulm. Im Zweiten Markgrafenkrieg eroberte Markgraf Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach 1552 die Burg. Noch im gleichen Jahr gelang es den Ulmern durch mehrtägigen Beschuss mit schweren Steinkugeln die Eroberer zu vertreiben, anschließend schleiften die Ulmer ihre eigene Festung.

Die Ruine ist weitläufig und durch mehrere Brücken erschlossen. Es gibt viele Sitzbänke und einen herrlichen Ausblick auf Geislingen. Der schwere Geschützturm kann bestiegen werden. Weht dort oben eine Fahne, die bereits von Geislingen aus zu sehen ist, dann ist die Burgschenke geöffnet (Ostern bis Silvester an allen Sonntagen)

Burgruine Helfenstein

Abstieg

Nach dem letzten Highlight des Tages geht es nur noch abwärts! Wir verlassen die Ruine über einen kurzen Tunnel und kehren in wenigen Minuten über steile Serpentinenpfade zu unserem Parkplatz zurück.

Burgruine Helfenstein

Aussichtspunkt Lindle

Auch auf dem Weg nach unten ist uns noch einmal eine tolle Aussicht vergönnt. Auf dem Bild sehen wir einen Teil der weitläufigen Gleisanlagen am Geislinger Bahnhof. Aufgrund der steilen Steigung ist es nach wie vor notwendig bei Bergfahrten Güterzüge zusätzlich zu schieben. Personenzüge fahren seit der Einführung des ICE ohne Unterstützung auf der Steige. Daher werden in Geislingen Schiebelokomotiven vorgehalten und daher sind die Bahnhöfe Amstetten und Geislingen ungewöhnlich groß. Auf dem Bild sehen wir eine Schiebelokomotive der Baureihe BR 185 (Bombardier Traxx, rot) auf einem Abstellgleis und daneben einen Regionalexpress von GoAhead (Stadtler Flirt 3XL, gelb) bei der Bergfahrt auf der Steige.

Geislingen Bahnhof

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#055 Volkmarsberg & Kocherursprung

#055 Volkmarsberg & Kocherursprung

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Eine tolle Wanderung rund um Oberkochen mit den beiden großen Highlights des Ortes. Es geht vom Kocherursprung, einer beeindruckenden Karstquelle auf den Albtrauf hinauf zum Volkmarsberg. Dort oben erwartet uns die Schutzhütte des Schwäbischen Albvereins, die Volkmarsberghütte und ein ebenfalls vom SAV Oberkochen betriebener Aussichtsturm mit herrlichem Rundblick.

Tour-Info

  • Ausdauer 50% 50%
  • Abenteuer 80% 80%
  • Spaß 60% 60%
  • Verpflegung 70% 70%

HINWEIS: Unbedingt vorab die Öffnungszeit der Volkmarsberghütte beim SAV Oberkochen prüfen.

Was Kinder gefällt

Die Kocherquelle ist eine der schönsten Quellen der Region, der Volkmarsbergturm ist natürlich die Sensation des Ausflugs.

Ideale Witterung

Bei schönem Wetter ist der Volkmarsberg sehr gut besucht. Wir waren im November bei Regenwetter fast alleine unterwegs, haben die ersten (und einzigen) Menschen auf unserer Wanderung am Volkmarsbergturm getroffen. Prinzipiell geht die Tour bei jedem Wetter.

Verpflegung

Die Volkmarsberghütte und der Aussichtsturm werden vom SAV Oberkochen betrieben und sind an den Wochenenden meist geöffnet. Informationen dazu auf deren Webseite.

An- & Abreise

Wir parken am Wanderparkplatz beim Kocherursprung in Oberkochen.

GPX-Datei

Eine .gpx-Datei (GPS Exchange Format) ist ein Format zur Speicherung von Geodaten. Diese Datei enthält die Tour-Route und kann in alle gängigen Wander-Apps importiert werden. Ich empfehle die Nutzung von komoot.

Kocherursprung

Vom Parkplatz sind es nur wenige Schritte bis zum Kocherursprung. Der Kocherursprung liegt sehr nahe an der Europäischen Wasserscheide. Zwei Kilometer entfernt entspringt der Ziegelbach, der über die Brenz in die Donau fließt. 

Der Schwarze Kocher, der hier entspringt vereinigt sich wenige Kilometer weiter mit dem Weißen Kocher zum Kocher. Die Quelle des Weißen Kochers haben wir bereits bei der Wanderung #053 Kocherburg & Härtsfeldbahn besucht.

Kocherursprung

Die Quelle des Schwarzen Kochers ist die beeindruckendste Quelle auf der Ostalb. Auf einer recht großen Fläche strömen im Mittel 680L/s Wasser aus den Schichten der Wohlgeschichteten Kalke des Weißen Jura. Von 1551 bis 1644 stand hier direkt am Kocherursprung ein Eisenhüttenwerk, bis Mitte des 18. Jahrhunderts wurde noch eine Schlackenwäsche betrieben. Dessen Rückstände im Flussbett sollen dem Fluss den Namen „Schwarzer Kocher“ gegeben haben.

Kocherursprung

Aufstieg Brunnenebene (713m)

Direkt hinter der Karstquelle beginnen wir den Aufstieg zur Brunnenebene. Die langgezogene Hochebene bildet die westliche Traufseite des jungen Kochertals. Der erste Teil des Aufstieges ist ein wenig beschwerlich, danach geht es auf gut ausgebauten Wirtschaftswegen nach Norden an der Traufkante entlang.

Aufstieg Brunnenhalde
Brunnenhalde

Schmiedestein (Schmiede-Stoile)

Auf unserem Weg entlang der Traufkante erreichen wir das Schmied-Stoile, ein markanter Felsvorsprung in Form eines Amboss mit guter Sicht hinunter nach Oberkochen. Am Fuß des Felsen befindet sich eine kleine Höhle, man muss ein wenig kraxeln um dorthin zu gelangen.

Schmiedestoile

Brunnensturz

Nach kurzer Zeit erreichen wir den Brunnensturz. Hier ist ein Stück Wald am sonst dicht bewaldeten Berg gerodet um einen Startplatz für Gleitschirmflieger zu schaffen. Dadurch hat man von hier einen wirklich beeindruckenden Blick nach Oberkochen und auf die gegenüberliegende Bergseite mit Kahlenbühl und Zwerenberg

Brunnensturz

Skihütte Oberkochen

Nach einem kurzen Marsch geht es nun mit einem kurzen Anstieg hinauf zum Volkmarsberg. Auf halber Höhe erreichen wir die Oberkochener Skihütte am Wegesrand. Die Hütte ist außerhalb der Saison geschlossen, das Vordach bietet aber Schutz und Rastmöglichkeit bevor wir das letzte Stück auf den Volkmarsberg steigen.

Skihütte Oberkochen

Volkmarsberghütte

Auf dem Volkmarsberg betreibt der Schwäbische Albverein, Ortsgruppe Oberkochen, seit 1923 eine bewirtschaftete Schutzhütte. Die Hütte wurde 1962 abgebrochen und neu erbaut, brannte aber schon 1974 ab und musste nochmals neu aufgebaut werden. 

Volkmarsberg

Die Schutzhütte ist geräumig und verfügt über einen gemütlichen Kachelofen an dem man nasse Kleider trocknen kann während man sich an den kalten und warmen Speisen der Küche stärkt.

Volkmarsberg

Volkmarsbergturm

Ab 1912 stand auf dem Volkmarsbergturm ein zur Aussichtsplattform umgebautes Vermessungsgerüst. Der heutige Betonturm wurde 1930 erbaut. Im Inneren des Betonturms führen breite Treppen auf die Aussichtsplattform, die einen Blick in alle Himmelsrichtungen ermöglicht. Die umliegenden Berge sind komplett bewaldet und dieses Meer aus Bäumen kann man von dort oben bestaunen. Am imposantesten ist der Ausblick im Herbst, wenn die Wälder bunt sind. Auch bei guter Fernsicht ist der Weg zum Turm besonders lohnenswert, hat man doch bei guter Sicht sogar die Möglichkeit die Alpen am Horizont zu sehen.

Volkmarsberg
Volkmarsberg
Volkmarsberg

Hochfläche am Volkmarsberg (738m)

Nach der Einkehr in der Hütte und der Besteigung des Turmes lädt die Wacholderheide auf der Kuppe des Volkmarsberges zum Verweilen ein. Eine herrliche Landschaft, wie sie für die Ostalb urtümlich und typisch ist.

Volkmarsberg

Zick-Zack-Weg

Zurück laufen wir über den Zick-Zack-Weg auf relativ direktem Weg den Berg hinunter. Beim Einstieg sollte man genau die Karte prüfen, damit man den richtigen Weg erwischt, weil an der Stelle drei oder vier Wege abgehen.

Zick-Zack-Weg Oberkochen

Durch Oberkochen

Unten angekommen laufen wir über lange Treppen durch Oberkochen bis zum Schwarzen Kocher und folgen dem jungen Fluss stromaufwärts bis zum Parkplatz. Kurz vor dem Ziel kommen wir linker Hand an der Forellenzucht Oberkochen vorbei und können uns noch direkt mit frischen Forellen eindecken.

Schwarzer Kocher

Hat dich die Beschreibung der Tour angesprochen? Sehen wir uns demnächst auf dem Volkmarsberg? Schreib es mir in die Kommentare!

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Glück auf! Eine kleine Runde zum Besucherbergwerk Tiefer Stollen habe ich euch im Bericht #035 Tiefer Stollen am Braunenberg schon vorgestellt. Diese Runde ist etwas Größer, wir besteigen den Braunenberg, laufen auf verschiedenen Teilen des Aalener Bergbaupfades und entdecken einige Artefakte des Eisenerzabbaus auf der Ostalb.

Tour-Info

  • Ausdauer 50% 50%
  • Abenteuer 90% 90%
  • Spaß 80% 80%
  • Verpflegung 90% 90%

HINWEIS: In dieser Beschreibung gibt es eine kürzere Wanderung zum Tiefen Stollen.

ACHTUNG! Das Bergwerk macht Winterpause (die Tour ist auch ohne das Bergwerk schön, und der Berg weniger überlaufen!). Alle Infos zum Bergwerk gibt es auf der Webseite.

Was Kinder gefällt

Highlight ist definitiv das Besucherbergwerk. Deshalb habe ich es relativ nahe an das Ende der Tour gelegt. Nach dem Bergwerk kommt nur noch eine kleine Steigung.

Ideale Witterung

Wenn die Blätter der Bäume weg sind, ist die Sicht ins Tal besser. Der Bereich um den Ursprungsfelsen darf nur außerhalb der Brutzeit betreten werden. Eine schöne Winterwanderung!

Verpflegung

Eingekehrt wird traditionell im Waldgasthof Erzgrube, Erzhäusle genannt. Schon die Bergleute haben hier früher gespeist. Alternativ geht das Naturfreundehaus Braunenberg.

An- & Abreise

Wanderparkplatz Woellwarthstein, oberhalb von Attenhofen. Dolomitstraße, AA-Attenhofen

GPX-Datei

Eine .gpx-Datei (GPS Exchange Format) ist ein Format zur Speicherung von Geodaten. Diese Datei enthält die Tour-Route und kann in alle gängigen Wander-Apps importiert werden. Ich empfehle die Nutzung von komoot.

Bergbaupfade

In Wasseralfingen gibt es drei Bergbaupfade, die jeweils einen Teil der Eisenerzgewinnung thematisch bearbeiten. Die „Erzweg-Runde“, die „Bergbau-Runde“ und die „Aussichts-Runde“. Sie starten jeweils an verschiedenen Stellen (Wanderparkplatz Röthardt, Freibad Wasseralfingen, und Woellwarthstein Attenhofen). Da sich alle drei Runden an einer Stelle treffen kann man sie von den drei Startpunkten aus kombinieren.

Ich habe mich für den Startpunkt Woellwarthstein entschieden um nach dem Tiefen Stollen keine Steigungen mehr zu haben und habe die Tour um einen Schlenker auf den Braunenberg erweitert. Wenn wir schon da oben sind will man ja auch einen Haken auf der „Gipfelliste“ machen.

Hier drei Karten zu den jeweiligen Startpunkten mit Kombinationsmöglichkeiten:

Entlang aller Pfade sind insgesamt 23 Infotafeln aufgestellt, die wir fast alle besuchen werden. Durch unseren Abstecher auf den Braunenberg verpassen wir lediglich Tafel 18 „Kalksteinbruch“ und die Tafel 3 und 4 verpassen wir, da sie am Abstieg Richtung Wasseralfingen liegen. Die haben wir aber schon bei Tour #035 Tiefer Stollen am Braunenberg angeschaut.

Erzwanderweg

Woellwarthstein

„DVRCH GOTTES GNADT HAT HANS SIGMVND VON WÖLWART ANNO 1608 DIS EISENERZ GEFVNDEN. GOT GEB GNAD. H.J.S. AMEN.“ steht auf dem schlichten kleinen Sandstein. Ursprünglich trug der Stein in einer Zone oberhalb des erhaltenen Textes zwischen den Buchstaben D.O.M.S. („DEO OPTIMO MAXIMO SACRUM“, Gott, dem Größten und Besten geweiht) das woellwarthische Wappen.

Reichsritter Hans Sigmund von Woellwarth (1546-1622), Herr auf Fachsenfeld, Waiblingen, Attenhofen, Affalterried, Polsingen, Leinroden und Laubach, erhielt eine umfassende Ausbildung der Rechtswissenschaften, der Landwirtschaft und des Bergbaues in Stuttgart. Natürlich hat der feine Herr Reichsritter das Erz nicht selbst gefunden, sondern gab die Suche danach in Auftrag. 

Die Beauftragten des Freiherrn stießen oberhalb Attenhofens auf das Hauptflöz, das an anderer Stelle im Aalener Raum am Bohlrain, am Roten Stich unterhalb des Grauleshofes und am Burgstall in Aalen bereits abgebaut wurde. Hans Sigmund muss wohl gewusst haben, dass die württembergischen Eisenwerke an Brenz und Kocher erfolgreich produzierten und beachtliche Gewinne abwarfen, er beobachtete eine vermehrte Nachfrage nach Eisen und erhoffte sich wohl an der erfolgreichen Entwicklung teilhaben zu können. Das wirtschaftliche Glück blieb dem Ritter allerdings versagt, eine Zusammenarbeit mit den Fürstpröbsten zu Ellwangen zur Eisengewinnung scheiterte, nachdem die Ellwanger in Abtsgmünd auf eigenes Erz gestossen waren.

Nachdem wir den Stein besichtigt haben machen wir uns auf den Weg nach oben zum Braunenberg. Schnurgerade und teilweise steil geht es hinauf bis zur Waldgrenze des Braunenbergs, wo wir zunächst rechts abbiegen und dem Bergbaupfad entlang der Waldkante folgen.

Woellwarthstein

Sender Braunenberg

Erzbergbau und Eisenverhüttung versorgten Mitte des 19. Jahrhunderts eine ganze Region. Von der Montanindustrie profitierten Köhler, Fuhrleute, Wirte und seit 1861 auch die Eisenbahner. Besonders begehrt war die Arbeit in den Königlichen Hüttenwerken Wasseralfingen und in der Erzgrube selbst. Es lockten Sozialversicherung in der Knappschaft, sichere Bezahlung sowie das Prestige als Arbeiter der württembergischen Krone.

Nicht wenige Arbeiter und Bergleute waren bereit, dafür täglich viele Kilometer Arbeitsweg zumBergwerk zurückzulegen. Bis aus Fachsenfeld kamen die Arbeiter in das Bergwerk. Dabei fielen täglich bis zu 13 Kilometer Arbeitsweg an. Oftmals in den dunklen Morgen- und Abendstunden. Wir wandern das letzte Stück des Arbeitsweges der Bergleute nach. Am oberen Ende des Arbeitsweges beim Attenhofer Stollen findet sich eine Infotafel dazu.

Kurz nach der Infotafel 17 „Woellwarth gegen Ellwangen verlassen wir den Bergbaupfad für einen Abstecher auf den Gipfel des Braunenbergs. Fußfaule laufen einfach geradeaus weiter. An einem Bildstöckchen für gefallene Soldaten vorbei erreichen wir den Sender Aalen am höchsten Punkt des Braunenbergs. Der Grundnetzsender des SWR liegt topographisch äußerst günstig. er erreicht mit seinen 139 m Höhe am oberen Ende des Antennenmasts eine Gesamthöhe von über 861 m ü. NN.

Durch den günstigen Standort wird die gesamte Region Ostwürttemberg, der Großraum Stuttgart, der Landkreis Göppingen, der Landkreis Schwäbisch Hall und der Landkreis Donau-Ries versorgt. Zudem werden große Teile vom Alb-Donau-Kreis, Mittelfranken, bayerisch Schwaben und dem Allgäu versorgt. Auch in München, Nürnberg, Oberfranken und sogar in Rheinhessen ist ein Empfang aus Aalen möglich. Selbst in Österreich sind die Frequenzen in weiten Teilen von Tirol einschließlich Innsbruck empfangbar.

Sender Braunenberg

Naturfreundehaus Braunenberg

Vom Sender Aalen sind es nur wenige Minuten Fußmarsch den Berg hinunter bis zum Naturfreundehaus Braunenberg. Die bewirtschaftete Berghütte bietet Speis & Trank, im Sommer auch im Biergarten. Nach einer Rast geht es über kleine Pfade an zwei aufgelassenen Steinbrüchen vorbei talwärts. Zum Schluss wird der Weg recht steil und wir freuen uns, dass wir bergab laufen. Durch Röthardt geht es weiter talwärts bis zum tiefen Stollen.

Naturfreundehaus Braunenberg

Tiefer Stollen

Schon in der Steinzeit läßt sich im Raum Aalen Eisenerzgewinnung nachweisen. Die ältesten Funde kann man in der Runde um die Weiherwiesen nachwandern: die historischen Bonerzgruben bei Tauchenweiler.

1365 erlaubte Kaiser Karl IV dem Grafen von Helfenstein und dem Zisterzienserkloster Königsbronn das Recht nach Eisen zu graben und zu verhütten. Da die Königsbronner Mönche über keine Eisenvorkommen verfügen entstanden durch sie die ersten Aalener Erzgruben.

Besucherbergwerk Tiefer Stollen

Neuzeit

1519 entstanden die ersten Schmelzhütten in Ober- und Unterkochen, in Leinroden, Essingen und Abtsgmünd.

Die Schmelzwerke Ober- und Unterkochen sowie die Hütte in Abtsgmünd bildeten den Vorläufer des späteren Fürstpröbstlich Ellwangischen Hüttenwerks Wasseralfingen. Dieses wurde nach der Zerstörung dieser Werke im Dreißigjährigen Krieg gegründet, der Hochofen in Wasseralfingen ging 1671 in Betrieb.

Besucherbergwerk Tiefer Stollen

Aalen im Jahr 1528

Königreich Württemberg

Um 1800 setzte die industrielle Revolution auf der Ostalb ein und die Hochzeit der Eisenerzgewinnung am Braunenberg setzte ein. Der Tiefe Stollen wurde als „Wilhelmsstollen“ ursprünglich zur Bewetterung (Belüftung) 1818 eröffnet. 1803 fiel das Fürstpröpstlich Ellwangische Hüttenwerk an das Königreich Württemberg, die Schwäbischen Hüttenwerke entstanden (heute SHW AG). 1860 erreichte die Erzförderung ihren Höhepunkt, 1924 wird der Stollen geschlossen.

Besucherbergwerk Tiefer Stollen

Hüttenwerke 1840

Besucherbergwerk

Der Tiefe Stollen ist heute zum Besucherbergwerk und als Heilstollen für Atemwegstherapien ausgebaut. Die Einfahrt erfolgt mit einer Grubenbahn, man kann zwischen zwei Führungen wählen, die Führung „Erlebnis Bergbau“ (300m Untertage) und die große Führung (900m). 

Die kleine Führung dauert ungefähr eine Stunde, die Große 1,5 Stunden. Untertage hat es das ganze Jahr rund 11°C, insbesondere im Sommer sollte man das entsprechend planen! Vor Corona gab es Wetterschutzumhänge für die Besucher, was für die Kinder eine tolle Attraktion war. Mit Corona wurde das abgeschafft, 2022 gab es diese Umhänge nicht mehr. Schutzhelme werden noch gestellt – offenbar übertragen diese kein Corona.

Besucherbergwerk Tiefer Stollen
Besucherbergwerk Tiefer Stollen
Besucherbergwerk Tiefer Stollen

Erzhäusle

Seit über 300 Jahren wird an der Stelle des „Erzhäusles“, offiziell Waldgasthof Erzgrube, verpflegt. Vormals in einer einfachen Baracke für die Bergleute, seit 1840 in dem heutigen Gebäude. Das Erzhäusle ist heute eine gutbürgerliche Küche mit einem Biergarten. An schönen Sonntagen ist der Gasthof recht überlaufen, so dass sich eine Reservierung anbietet.

Waldgasthof Erzgrube

Bergbauartefakte

Vom Erzhäusle geht es ohne große Steigungen an der Hangkante zurück nach Attenhofen. Immer wieder stoßen wir dabei auf die Relikte der bergmännischen Nutzung am Braunenberg. Neben dem Grillplatz „Schillerlinde“ finden wir den Eingang zum Wilhelmsstollen. Eine Infotafel daneben zeigt auf einem Luftbild die beeindruckende Länge des Stollensystems, dass die Bergleute von 1818 bis in die 1860er Jahre hier in den Berg getrieben haben.

Stolleneingang

Eingang zum Wilhelmsstollen

Winkelstation

Nach dem 1. Weltkrieg boomte der Erzabbau am Braunenberg. Von den Schwäbischen Hüttenwerken in Wasseralfingen (heute Alfing-Gelände) wurde eine Seilbahn gebaut, die hier ihre Mittelstation hatte. Die Seilbahn knickte an der Winkelstation um ca. 120° ab und ging dann weiter bis zu den Kalksteinbrüchen oben am Braunenberg, die wir heute bereits durchwandert haben. Der Kalk wurde für die Verhüttung benötigt. An der Winkelstation wurde das Erz des Stollen „Süßes Löchle“ zugeladen. Von der Station sieht man heute noch die riesigen Fundamente.

Winkelstation

Winkelstation

Süßes Löchle

Ab 1921 entstand das „Süße Löchle“. Dieser Stollen erschloss die andere Seite der Förderstrecke A, die man vom Tiefen Stollen aus nach Norden getrieben hatte. In den ersten Jahren wurde das Erz mit einer Grubenbahn auf dem Weg, den wir gekommen sind bis zum Erzscheideplatz unterhalb von Röthardt transportiert und von dort mit einer Zahnradbahn zu den Hüttenwerken gefahren. Ab 1924 übernahm die Seilbahn den Transport ab der Winkelstation.

Süßes Löchle

Süßes Löchle

Wetterstollen

Je tiefer man in den Berg kommt, desto schlechter wird die Luft. Um einen Luftaustausch zwischen den Stollen Untertage und der Außenwelt herzustellen grub man eine Vielzahl dieser Wetterstollen, die wie ein Kaminzug funktionierten und für die Belüftung sorgten.

Nachdem wir diesen Wetterstollen erkundet haben trennt uns nur noch ein Kilometer vom Parkplatz. Dabei geht es bis nach Attenhofen ständig nach unten, nur ganz am Schluss sind es noch ein paar Höhenmeter nach oben.

Wetterstollen

Wetterstollen

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