#044 Das Rieskratermuseum

#044 Das Rieskratermuseum

#044 Das Rieskratermuseum

Die Entstehung des Nördlinger Ries und des Steinheimer Beckens sind so unfassbar gewaltige Vorgänge, dass man sie kaum begreifen kann. Im Beitrag „Das Ries-Ereignis“ habe ich eine Chronologie des Asteroideneinschlags zusammengefasst. Das Rieskratermuseum in Nördlingen bringt uns den Einschlag und die Entstehungsgeschichte des Nördlinger Ries näher. Ein Besuch lohnt absolut!

Das Museum

Was für ein Ereignis von globalen Ausmaßen! (hier näher erklärt). Wenn man sich die Dimensionen des Einschlags bewusst macht, sieht man das Nördlinger Ries mit anderen Augen. Das RiesKraterMuseum in Nördlingen kann dieses Ereignis lebendig werden lassen. Das Museum beleuchtet aber nicht nur das Ereignis an sich. Es zeigt einen Einblick in das Sonnensystem, in Asteroiden, Meteoriten und Kometen, die uns die Dimensionen erst begreifen lassen.

Rieskratermuseum Nördlingen

Das Museum stellt verschiedene überholte Theorien dar, wie sich die Menschen früher die Entstehung des Ries erklärten. Es zeigt wie die Erde vor 15 Millionen Jahren aussah und wie das Leben nach dem Ereignis in den Krater zurückkehrte. 

Rieskratermuseum Nördlingen

Geopark Infozentrum Nördlingen

Im Gebäude direkt neben dem Museum befindet sich das Geopark Infozentrum Nördlingen, dass kostenlos besucht werden kann und gibt einen kompakten Überblick über die Archäologie und Besiedlungsgeschichte des bis heute bewohnten Kraters. Der spannende Zusammenhang zwischen Geologie und Architektur wird anhand von ausgewählten Bauwerken aufgezeigt. Wie das kosmische Ereignis die heimische Wirtschaft und Landschaft bis heute bestimmt, und welch hohen Stellenwert die Impaktforschung im Rieskrater hat, sind weitere Themen im Nördlinger Geopark Infozentrum.

Wenn man das RiesKraterMuseum besucht, dann sollte man das Infozentrum in jedem Fall auch besuchen!

Geopark Infozentrum Nördlingen

Wirst Du das RiesKraterMuseum besuchen? Was hältst du davon, dass es hier nicht nur die klassischen Wanderungen sondern Ausflugstipps gibt? Schreib es in die Kommentare!

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#041 Der Ipf: Berg der Kelten

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Eine Wanderung am Ipf hat etwas mystisches. Schon wenn man Bopfingen erreicht spürt man, dass von diesem Berg, der dort exponiert mitten in der Landschaft steht, etwas Besonderes ausgeht. Das dachten sich auch schon die ollen Kelten, die den Berg zu ihrem Fürstensitz erhoben haben und über die wir heute einiges erfahren werden.

Tour-Info

  • Ausdauer 80% 80%
  • Abenteuer 70% 70%
  • Spaß 60% 60%
  • Verpflegung 90% 90%

HINWEIS: 

GPX-Datei

Eine .gpx-Datei (GPS Exchange Format) ist ein Format zur Speicherung von Geodaten. Diese Datei enthält die Tour-Route und kann in alle gängigen Wander-Apps importiert werden. Ich empfehle die Nutzung von komoot.

Was Kinder gefällt

Die Ruine Flochberg, der tolle Ausblick vom Ipf, das Keltenhaus und der keltische Grabhügel.

Ideale Witterung

Der Ipf liegt sehr exponiert, bei kaltem (Ost-)Wind sollte man sich warm einpacken.

Verpflegung

Bopfingen und Flochberg bieten eine breite Palette an Einkehrmöglichkeiten für jeden Geschmack.

An- & Abreise

Wir parken in der Straße „An den Gräbenwiesen“ in Bopfingen

Die Tour

Die Wege ziehen sich, man sollte einen Tag einplanen, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Trotzdem bleibt es kurzweilig, weil wir viele ganz unterschiedliche Attraktionen am Wegesrand finden.

Ipf Bopfingen

Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung

Die Kirche geht auf die wundersame Heilung des Knaben Wilhelm Wintzerer von der Epilepsie im Jahre 1528 zurück. Der Vater ließ an der Stelle auf dem Roggenacker eine Eichensäule mit einer Marienerscheinung errichten. Noch im gleichen Jahr setzten mehrere Prozessionen zu der Säule ein und der Wallfahrtsort Flochberg war geboren. 

1613 wurde eine kleine Kapelle um die Eichensäule gebaut, 1741 fand die Grundsteinlegung zur heutigen Kirche statt. 1745 wurde dort die erste Messe gelesen.

Die Kirche wurde im Stil des Spätbarock gebaut und fasziniert Gläubige und Nichtgläubige durch ihre Schönheit. 

Bevor es auf den Flochberger Burgberg hinaufgeht legen wir hier eine erste Verschnaufpause ein.

Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung Flochberg

Ruine Flochberg

Vom Örtchen steigen wir zum Schlossberg hinauf, der einst die hochmittelalterliche Gipfelburg Flochberg, Sitz derer von Flochberg war. Die Burg hatte eine wechselvolle Geschichte, 1330 wurde sie Lehen der Grafen von Oettingen, deren Vögte die Burg bewohnten. Im Schmalkhaldischen Krieg diente sie zeitweise Kaiser Karl V als Unterkunft. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg von kaiserlichen Truppen besetzt und von den Schweden stark beschädigt. 

Nach dem langen Krieg gründeten die Oettinger Grafen die Siedlung Flochberg am Fuße des Berges. Hauptsächlich hielt en sich dort „Hausierer und fahrendes Volk“ auf, die die Burg als Steinbruch verwendeten.

Die Ruine ist nach wie vor beeindruckend und weithin sichtbar. Wir streifen durch die Ruinen und genießen die Aussicht. Wir sehen Schloss Baldern, den Kessel des Nördlinger Ries, die Kapfenburg und das große Ziel des Tages: den Ipf.

Burgruine Flochberg

Aufstieg

Vom Flochberg geht es zuerst hinab nach Bopfingen, wo zahlreiche Wirtshäuser zur Einkehr einladen und über das Flüsschen Eger hinüber zum Ipf. Wir steigen fast senkrecht zur Höhenlinie in einem steilen kurzen Aufstieg auf den Bopfinger Hausberg hinauf. Die weitläufige Wacholderheide um uns lässt genügend Platz für eine tolle Aussicht ins Tal.

Ipf Bopfingen

Der Ipf

Der Ipf ist, wie die Dreikaiserberge ein Zeugenberg, den Jahrmillionen der Verwitterung aus dem Albtrauf herausgeschnitten haben.

Bereits in der Jungsteinzeit muss der Ipf bewohnt gewesen sein, wie Ausgrabungen zeigen. Seine Blüte erlebte der Ipf als keltischer Fürstensitz in der Späthallstatt-/ Frühlathènezeit als überregionales Machtzentrum und wichtiger Verkehrsknotenpunkt. 

Von alldem ist, bis auf Überreste von Wallanlagen nur noch wenig zu sehen. Aber wir haben einen tollen Ausblick ins Albvorland, auf die Alb und ins Ries!

Ipf Bopfingen

Exkurs: Die Kelten

Die Kelten, die unsere Heimat für viele Jahrhunderte besiedelten haben auch hier in der Region Spuren hinterlassen. Die Wallanlagen auf dem Rosenstein und auf dem Ipf zeugen von ihren Siedlungen. Auf dem weiteren Weg werden wir noch die Siedlung am Rande des Ipfs und ein keltisches Fürstengrab entdecken. Wenn du weitere Informationen zu den Kelten lesen willst habe ich in diesem Artikel die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Die Kelten

Archäologische Freilichtanlage

Am Fuße des Ipfs wurden zwischen 1998 und 2000 bei mehren Flügen des Landesdenkmalamtes rechteckige Strukturen in den Getreidefeldern gefunden. Von 2000 bis 2006 grub das Landesdenkmalamt die Strukturen aus und stieß auf rätselhaftes, was es sonst nirgendwo gab.

Irgendwann zum Ende der Hallstattzeit / Beginn der Lathènezeit bestand hier für mehrere Generationen eine Siedlung, die den südbayerischen keltischen Herrenhöfen ähnelte. Allerdings stand in Bopfingen auch ein ungewöhnlich großer 15 x 15m langer Pfostenbau mit einer sonderbaren Steinabdeckung. Der Pfostenbau wurde nicht nur komplett zurückgebaut, gar die Pfosten aus dem Boden gezogen, die komplette Fläche wurde anschließend auch durch flache Steine „versiegelt“. Man geht davon aus, dass es sich hier um eine Kultstätte handelte.

Archäologische Freilichtanlage

Archäologische Freilichtanlage

Das Landesdenkmalamt, der Ostalbkreis und die Stadt Bopfingen haben an dieser Stelle die Gebäude rekonstruiert, sodass die Keltenzeit wieder lebendig wird. Es gibt einen Infopavillon, besagtes großes Gebäude, mehrere kleine Gebäude und eine Rekonstruktion der Wallanlagen. Ein idealer Platz für eine Rast, nachdem wir das Gelände erkundet haben, und bevor ins uns auf den Weg nach Osten machen.

Archäologische Freilichtanlage

Keltengrab

Nach knapp 2km durch flach abfallendes Gelände stoßen wir kurz vor Osterholz auf einen markanten Hügel. Hierbei handelt es sich um einen Grabhügel für einen Keltenfürsten aus der Hallstattzeit. Ein überaus wichtiger Fund für Bopfingen, da mit ihm letztlich der Beweis geführt wurde, dass der Ipf tatsächlich ein Fürstensitz mit überregionaler Bedeutung war.

2001 wurden bei den Überflügen durch das Denkmalamt insgesamt zwei Grabhügel entdeckt. Der kleinere Hügel wurde wieder rekonstruiert, den zweiten Hügel, der größer war, nimmt man erst wahr dann als flache Erhebung wahr, wenn man darauf hingewiesen wird.

Die Hinweistafeln rund um das Fürstengrab bieten mit ihren Luftaufnahmen einen guten Überblick. Nach einer letzten Rast am Grabhügel geht es über flaches Gelände zurück zum Ausgangspunkt.

Keltischer Grabhügel

Hat dich die Beschreibung der Tour angesprochen? Sehen wir uns demnächst bei den Kelten rund um den Ipf? Schreib es mir in die Kommentare!

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