#013 Große Rosenstein-Runde

Der Rosenstein ist ein toller „Wanderberg“. Die große Rosenstein-Runde über Lautern bringt uns zu den wichtigsten Highlights, von denen der Rosenstein eine Menge zu bieten hat: wir werden fünf Höhlen befahren, keltische Wallanlagen betrachten, Kletterer aus nächster Nähe am Sophienfels beobachten, eine Ruine besuchen, einen Biergarten, einen Spielplatz und Aussichtspunkte in allen vier Himmelsrichtungen. Wir nehmen fast alles mit, was der Rosenstein zu bieten hat!

Tour-Info

  • Ausdauer 70% 70%
  • Abenteuer 90% 90%
  • Spaß 80% 80%
  • Verpflegung 60% 60%

HINWEIS: Die Tour fühlt sich länger an als die 8km, die sie tatsächlich ist. Der Aufstieg von Lautern ist knackig, aber es lohnt sich den Rosenstein einmal über die Ostflanke zu gehen.

Ordentliches Schuhwerk ist im oberen Teil der Ostflanke, zur Befahrung des Finsteren Lochs und an manchen ausgesetzten Stellen obligatorisch. Das ist kein Sonntagsspaziergang!

Was Kinder gefällt

Die Tour ist anstrengend, aber nach spätestens einem Kilometer wartet die nächste Attraktion. Die letzten zwei Kilometer Rückweg sind etwas „langweiliger“, aber hier gilt es keine Steigungen mehr zu meistern und man durchquert noch einmal die Große Scheuer, bevor es zügig bergab geht.

Ideale Witterung

Zwischen 1. Oktober und 1. Mai dürfen die Höhlen wegen der Fledermäuse (Winterschlaf) nicht befahren werden. Das Finstere Loch ist in dieser Zeit verschlossen.

Die Wanderung eignet sich gut für heiße Tage, da man größtenteils im Wald unterwegs ist und auch die Höhlen Abkühlung versprechen. Bei nassem Wetter sollte man davon absehen, da an einigen Stellen der felsige Weg sehr rutschig sein kann.

Verpflegung

Der Rosenstein bietet mit der Waldschenke einen schönen Biergarten, ist allerdings durch seine Popularität und dadurch, dass man mit dem PKW bis zum Plateau fahren kann, überlaufen. Die SAV-Hütte ist nicht jedes Wochenende geöffnet und liegt nicht auf unserer Route. Die DAV-Hütte ist nur jeden zweiten Donnerstag geöffnet. Ich empfehle ein Rucksackvesper an einem der Aussichtspunkte, in der Kleinen Scheuer, auf der Ruine oder am Spielplatz bei der Waldschenke.

An- & Abreise

Direkt am Ausgangspunkt der Wanderung befindet sich ein Parkplatz. 

GPX-Datei

Eine .gpx-Datei (GPS Exchange Format) ist ein Format zur Speicherung von Geodaten. Diese Datei enthält die Tour-Route und kann in alle gängigen Wander-Apps importiert werden. Ich empfehle die Nutzung von komoot.

Die Wanderung

Unsere Wanderung beginnt im Heubacher Teilort Lautern. Direkt am Parkplatz nehmen wir die Bohlgasse und es geht in einem knackigen Anstieg erst durch den Ort, dann über Wiesen, dann durch den Wald mit recht konstanten 20-30% Steigung von 480m HNH auf 730m HNH. Mit frisch ausgeruhten Füßen sind die 250 Höhenmeter anstrengend, aber machbar.

Mein Großer hat die Tour das erste Mal mit 3,5 Jahren gemacht, und war begeistert. Das schöne an der Tour ist, dass wir für den Rest des Tages von langen Aufstiegen verschont sind und am Ende der Steigung die beeindruckendste Höhle der Ostalb auf uns wartet.

Das Haus

Kurz vor Erreichen des Gipfelplateaus biegen wir rechts ab und erreichen nach einigen Metern unterhalb einer Felswand die erste Höhle des Tages, „Das Haus“. Das Haus ist 30 Meter lang, 8 Meter hoch und 6 Meter breit. Der Eingang wird von einem spitzen Dreieck gebildet.

Man kann sich eine Gruppe Steinzeitmenschen lebhaft vorstellen, wie sie hinter dem Eingang zum Haus am Feuer sitzen, und tatsächlich ist es die Höhle am Rosenstein in der die meisten archäologischen Funde gemacht wurden.

Es wurden Artefakte aus der Jungsteinzeit, aus unterschiedlichen metallzeitlichen Epochen, ein Hortfund aus römischer Zeit und auch eine Brandschicht aus dem Mittelalter festgestellt.

Am Hinteren Ende der Höhle liegt ein mannshoher Steinquader, den man besteigen kann. Dahinter geht die Höhle in einem schmalen Spalt weiter, dieser ist jedoch durch ein Gitter verschlossen. Am Gitter ist ein Geocache versteckt, falls du deine Kinder in dieser Richtung „anfixen“ willst. Nach spätestens 15min ist die Höhle erkundet und es geht weiter zur faszinierendsten Höhle am Rosenstein, der „Große Scheuer“, die früher mit dem „Haus“ verbunden war.

Vor der Höhle "Das Haus" am Rosenstein
Höhle "Das Haus" am Rosenstein

Die Große Scheuer

Die Große Scheuer ist 44m lang und bis zu 7m hoch. Sie erinnert tatsächlich an einen große Scheune (schwäbisch „Scheuer“). Das Zwischenstück der Höhle, dass einst Große Scheuer und Haus verband, liegt jetzt als Gesteinstrümmer am Hang des Rosensteins. Sie hat drei Eingänge und wirkt wie eine große Halle. Auch hier kann man 15min für eine Erkundung und das Genießen der atemberaubenden Gesteinsformation einplanen, bevor wir uns am westlichen Eingang den Treppen folgend zum Gipfelplateau aufmachen.

Die Höhle "Große Scheuer" am Rosenstein
Die Höhle "Große Scheuer" am Rosenstein

Kurzer Aufstieg

Es geht durch eine schmale Klinge nach oben, Teilweise wurden Treppen und ein Handlauf angebracht. In wenigen Minuten stehen wir auf dem Gipfelplateau des Rosensteins und lenken unseren Schritt auf dem breiten Forstweg nach links.

Aufstieg von der Großen Scheuer zum Gipfelplateau des Rosenstein

Aussicht auf Mögglingen

Nach einigen Schritten öffnet sich der Blick hinab ins Tal. Unter uns liegt das „Gärtnerdorf“ Lautern mit seinen Gewächshäusern, vor uns sehen wir Lautern. Nachdem wir den Ausblick genossen haben, gehen wir weiter auf dem Forstweg.

Rosenstein - Aussicht auf Mögglingen

Auf dem Sedelfelsen

Auf dem Sedelfelsen finden wir eine Ruhebank, die sich für ein Rucksackvesper anbietet. An der Felskante entlang (steil & tief!) kann man ein Stück nach hinten gehen, dort findet sich eine zweite Bank und es ist an belebten Tagen oft ruhiger. 

Der Ausblick von hier reicht 270°. Von Mögglingen im Norden über Essingen und Aalen, unter uns der Albaufstieg von Lautern nach Lauterburg, dahinter die Albhochfläche, Mittelberg, Glasenberg und der Fernsehturm auf dem Hochberg. Mit Abstand mein Lieblingsplatz für ein Picknick!

Auf dem Sedelfelsen
Auf dem Sedelfelsen

Das Finstere Loch

Die große Rosenstein-Runde über Lautern bietet ziemlich viele tolle Attraktionen, aber das Finstere Loch ist sicher das Top-Event. Vom Sedelfelsen aus folgen wir dem Weg nach Osten an der Traufkante entlang, nehmen noch einen Aussichtspunkt mit und steigen dann über einen Pfad 30m zur Höhle ab.

Das Finstere Loch ist eine 150m lange Durchgangshöhle. Das hört sich nicht viel an, aber gerade mit Kindern sollte man die Befahrung auch nicht auf die allzu leichte Schulter nehmen. Der Eingang ist mit einer Türe gesichert, diese wird vom 1. Oktober bis zum 1. Mai geschlossen um die Winterruhe der Fledermäuse zu gewährleisten. Das andere Ende der Höhle ist dauerhaft mit Gittern verschlossen, man kann aber natürlich nach draußen schauen, wenn man die 150m durchstiegen hat.

Vorsichtsmaßnahmen

Man kann die Eingangshalle bis zum ersten Anstieg einfach so besuchen. Wenn man die Höhle weiter befahren will sollte man diese Maßnahmen beachten:

  • Insgesamt mindestens zwei Taschenlampen mitnehmen (Redundanz), am besten jeder Teilnehmer eine. Kinder wollen auch eine Lampe haben, brauchen ihre Hände aber irgendwann zum klettern. Stirnlampe ist optimal.
  • Höhlen haben die Angewohnheit, dass über einem Stein ist. Wenn man mit dem Kopf dagegenstößt geht der Kopf kaputt, nicht der Stein. Ich musste auch schon Sonntag abend zum Flicken ins Stauferklinikum, man sollte einen Helm tragen. Die Höhle wird zwischendurch so nieder, dass auch Kinder gebückt gehen müssen!
  • Es gibt ein paar sehr rutschige Passagen, weil der Fels immer nass ist und von vielen Besuchern glattgeschliffen wurde. Festes Schuhwerk, Kleidung die schmutzig werden kann.
  • Mindestens mit zwei Erwachsenen begehen, oder einen Erwachsenen draußen vor der Höhle haben (bei uns wartet Mama Ostalbwanderer immer, bis ich mit den Kindern wieder draußen bin). Zumindest aber telefonisch bei jemandem melden, dass man die Höhle jetzt befährt und sich danach zurückmelden.
Höhle "Finsteres Loch"
Höhle "Finsteres Loch"
Höhlenschnitt vom "Rosensteindoktor" Dr. Franz Keller in "Blätter des Schwäbischen Albvereins", 14. Jahrgang, Nr. 10, Stuttgart 1902, Seite 308

Höhlenschnitt vom „Rosensteindoktor“ Dr. Franz Keller in „Blätter des Schwäbischen Albvereins“, 14. Jahrgang, Nr. 10, Stuttgart 1902, Seite 308

Befahrung

Nachdem wir die Höhle über den südlichen Eingang betreten haben, stehen wir in der ersten Halle, die 17m breit und 5m hoch ist.

Über einen Felsversturz führt der Weg nach oben in die zweite Halle, die wesentlich größer ist. Sie ist insgesamt 36m lang, bis zu 6.5m breit und misst an der höchsten Stelle 13m. Am Ende erwartet uns eine zweite Kletterpartie abwärts, dann verengt sich der Gang, ist aber ohne schluffen (kriechen) in gebückter Haltung zu durchsteigen.

Der zur Dramaturgie neigende Rosensteindoktor beschreibt die Passage so:

Und zur Warnung! Des öfteren ist es vorgekommen, daß energische Dicke, welche sich im Schlupf festgewuchtet hatten, an den Füßen wieder mit Müh und Not rückwärts „extrahiert“ werden mußten!

Dr. Franz Keller

Rosensteindoktor

Keine Sorge, wenn du dick genug bist, dich am Schlupf „festzuwuchten“, dann wirst du es nicht auf den Rosenstein schaffen.

Nach der zweiten Halle bleibt die Höhle schlauchartig, man kann aber den größten Teil der Befahrung aufrecht gehen. Unterwegs kommen wir noch am „Fenster“ vorbei, einer schmalen dritten Öffnung im Fels. Diese wurde von Menschenhand angelegt, davon zeugen Bearbeitungsspuren am Fels. Wer das Loch zu welchem Zwecke geschaffen hat ist unbekannt. Auch in dieser Höhle wurden Spuren aus der Jungsteinzeit, römische Münzen und Brandschichten aus dem Mittelalter gefunden. Es ist also möglich, dass diese Öffnung schon vor langer Zeit geschaffen wurde.

Am Ende angekommen können wir durch ein Gitter nach draußen schauen. Zum Schutz des Menschen vor Absturz und zum Schutz des Sedelfelsen, welchen wir auf 150m durchquert haben, können wir aber leider nicht mehr wie Franz Keller nach draußen treten.

Höhle "Finsteres Loch"
Höhle "Finsteres Loch"

Sandburrenloch

Nach diesem tollen Abenteuer steigen wir zurück auf den Hauptweg, allerdings etwas links von dem Pfad, von dem wir gekommen sind. Oben folgen wir dem Hauptweg, bis wir ihn in einer scharfen Rechtskurve wieder verlassen und einem Trampelpfad ungefähr 25 Höhenmeter nach unten folgen. 

Dort finden wir das Sandburrenloch, eine nicht befahrbare Höhle, mehr ein Loch im Fels. Wir inspizieren es kurz, und gehen dann in die andere Richtung weiter, wobei es nur einen kurzen Anstieg zu meistern gilt.

Sandburrenloch

Dreieingangshöhle

Wenn wir auf dem Hauptweg zurück sind, befinden wir uns schon auf dem „Schlossberg“, dem Westgipfel des Rosenstein mit der Ruine. Bevor wir diese aber besuchen, biegen wir noch einmal nach rechts auf einen Trampelpfad ab und steigen 25 Höhenmeter ab. Am unteren Rand des Sophienfelsen finden wir dort den Eingang zur Dreieingangshöhle.

Der Eingang liegt auf einem kleinen Plateau an dem schmalen Weg unterhalb des Sophienfelsen. An schönen Tagen muss man sich das Plateau mit vielen Kletterern teilen, die an der Wand trainieren.

Die Höhle hat ihren Namen von den drei Eingängen. Die meisten Leute glauben, dass die drei Löcher auf dem Bild die drei Eingänge sind. Das ist falsch. Wir sehen hier nur den linken Eingang, mit einer Mittelsäule geteilt, und den mittleren Eingang, der nach Versturz unpassierbar ist. Der rechte Eingang befindet sich einige Meter vorher, rechts von den beiden anderen. Sehen wir die drei Löcher, sind wir also schon daran vorbeigelaufen. Dieser rechte Eingang endet an einer unbefahrbaren Engstelle, die wir von der anderen Seite auch erreichen können.

Höhlenplan von Ralf Prüstel www.hoehlentour.com

Höhlenplan von Ralf Prüstel www.hoehlentour.com

Befahrung

Nachdem wir den rechten Eingang bis zur Engstelle befahren haben, befahren wir den linken Eingang und finden uns im größten Teil der Höhle. Direkt nach dem Eingang befinden wir uns in der Eingangshalle. Von dieser geht links ein schmaler Spalt ab, der nach wenigen Metern und einigen Engstellen in einer Kammer endet.

Geradeaus kommen wir in die zweite Halle, dort sind wir auf der anderen Seite des verschütteten mittleren Eingangs. Nach hinten gehen zwei Gänge ab, der linke führt in die „Nasse Halle“ mit einer großen Pfütze am Boden. Diese mündet an einer extremen Engstelle, wo für die meisten Schluss ist. Wer Lust hat kann sich hindurchquetschen und steht in der letzten Kammer.

Der rechte Weg hat nach wenigen Schritten eine Kriechstelle hinter dem sich der Gang wieder erweitert. Ein steiler Kamin reicht weit hinauf, über einen Abstieg erreicht man die „Windspalte“, die unpassierbare Verbindung zum dritten Eingang.

Man kann den leicht befahrbaren Teil der Höhle problemlos untersuchen, wer Lust auf mehr Abenteuer hat muss entsprechende Ausrüstung mitführen und die Sicherheitsmaßnahme für Höhlenbefahrungen einhalten.

Dreieingangshöhle
Dreieingangshöhle

Sophienfels

Wir wandern nach der Dreieingangshöhle weiter auf dem Grat unterhalb des Sophienfelsen nach Westen. Bei trockener Witterung trifft man am Wochenende hier immer auf Kletterer im Fels, bei gutem Wetter muss man sich manchmal einen Weg bahnen, zwischen den vielen Sicherungsposten der Bergsteiger. In jedem Fall ist es spannend die Kletterer bei ihrem Tun zu beobachten.

Klettern am Sophienfels auf dem Rosenstein
Klettern am Sophienfels auf dem Rosenstein

Kleine Scheuer

Am Ende des Weges sind wir direkt unter der Ruine und finden auf der linken Seite die kleine Scheuer, eine kurze, aber sehr hohe Höhle. Auf den großen Findlingen und den Steinstufen, die wir hier im Schatten der Höhle finden ist ein idealer Platz für ein Picknick oder eine kleine Rast. 

Kleine Scheuer
Kleine Scheuer

Pro-Tipp: Was die meisten übersehen: man kann sich unter dem großen Steinquader am Ende der Höhle hindurchquetschen und steht dann auf dem Quader. Ein sehr spannendes Erlebnis! 

Die Spalte nach oben ist an der rechten Seite des Quaders.

Der Ostalbwanderer bei der Routenplanung

Aufstieg zur Ruine

So gestärkt gehen wir ein kleinens Stück zurück und nehmen dann den Serpentinenpfad nach oben zur Ruine. Es geht kurz aber steil hinauf, im oberen Teil sind Treppen und ein Geländer in den Fels eingelassen.

Aufstieg zur Ruine Rosenstein über den Franz Keller-Weg

Ruine Rosenstein

Oben auf dem Westfels angekommen stehen wir direkt vor der markanten Ruine Rosenstein, die man schon vom Tal aus nicht übersehen kann wenn man Richtung Heubach fährt, und die auch das Logo der Heubacher Brauerei ziert.

Geschichte

Die Ruine wurde Mitte des 13. Jahrhunderts, vermutlich vom Heubacher Ortsadeligen „Hainricus de Hobach“ als Höhenburg errichtet. Hainricus (Heinrich) war ein Gefolgsmann der Grafen von Öttingen, 1360 verpfändeten diese die Burg an König Eberhard II von Württemberg, der  aber im selben Jahr das Pfand an Kaiser Karl IV abtrat, was Heubach für kurze Zeit zur freien Reichsstadt machte.

1377 fiel die Burg an das Königreich Württemberg zurück, 1413 belehnte Graf Eberhard III von Württemberg die Herren von Woellwarth mit der Gegend um Heubach und der Burg auf dem Rosenstein.

1524, als Höhenburgen allgemein aus der Mode kamen, verließ Georg VII von Woellwarth den Rosenstein und errichtete sich als Wohnsitz Schloss Heubach in der Stadt.

Tourismus

Schon früh begann der Tourismus auf dem Rosenstein. 1861, mit dem Bau der Remsbahn, kamen mehr und mehr Ausflügler nach Heubach und der Rosenstein wurde beliebtes Ausflugsziel. Ende der 1880er Jahre gründete der Heubacher Apotheker Pliksburg den Verschönerungsverein, der es sich zur Aufgabe machte Landschaft, Höhlen und Ruinen begehbar zu machen und für den Tourismus zu erschließen. Der Verein ging später im Schwäbischen Albverein auf.

Besichtigung

Die Burg ist frei zugänglich. Auf jeden Fall sollte man dort, wo man den Trampelpfad zur Burg heraufsteigt, gleich außen an der Burg entlanglaufen (steil, Absturzgefahr!) und vom Felsvorsprung nach unten schauen. Am Eck der Burg ist auch ein Fixpunkt für Kletterer angebracht und oft sieht man Bergsteiger die Wand heraufkommen. Bitte darauf achten keine Steine nach unten zu treten, oft sind Kletterer in der Wand, die man von oben nicht sieht!

Die Ruine ist schnell erforscht, es gibt Informationstafeln zur Burg und ihrer Geschichte und eine herrliche Aussicht nach Westen, auf Bargau, den Scheuelberg, Bettringen und das Remstal.

Ruine Rosenstein
Ruine Rosenstein
Ruine Rosenstein
Infotafel Ruine Rekonstruktionszeichnung

Rosenstein-Brücke

Die Burg umgibt ein 20m tiefer Halsgraben, den wir über den Trampelpfad nach oben erklommen haben. Auf dem weiteren Weg verlassen wir die Burg auf dem bequemeren Weg, einer 1892 errichteten Eisenbrücke, die den Burggraben überspannt. Eine wunderschöne Brücke im Jugendstil erbaut und ein weiteres kleines Abenteuer auf unserer Tour.

Höhle "Finsteres Loch"

Lärmfelsen

Nach der Brücke trennt uns nur noch ein kurzer Fußmarsch von der Waldschenke. Wir folgen aber nicht dem Hauptstrom der zahlreichen Besucher, sondern biegen nach der Brücke links ab und steigen in einem sehr kurzen Anstieg zum Lärmfelsen hinauf. 

Der Lärmfels bietet die schönste Aussicht auf die Stadt Heubach, das Remstal und den Schwäbischen Wald. Es ist eine Kompassnadel auf einen Felsen montiert, der die Umgebung beschreibt und man findet dort Ruhebänke.

Höhle "Finsteres Loch"
Höhle "Finsteres Loch"

Kletterpartie

Von dort aus laufen wir parallel zum Hauptweg einen kleinen Trampelpfad zur Waldschenke, der uns noch eine kleine Kletterpartie bietet (kann umgangen werden). Hier können auch Kinder das nachmachen, was sie vorher am Sophienfels und am Westfels bei den großen Kletterern beobachtet haben. Bei unseren Kindern ein Pflichtprogramm. Keine Wanderung am Rosenstein ohne die 4 Meter der Weißjurawand bezwungen zu haben.

Höhle "Finsteres Loch"

Waldschenke

Jetzt haben wir uns eine Einkehr redlich verdient. Wer, wie wir, mit Rucksackvesper unterwegs ist, kann dort zumindest ein Eis essen oder den Getränkevorrat auffüllen. 

Man findet dort auch eine Grillstelle und einen kleinen Spielplatz mit Schaukel, einem Kreisel und einer Seilbahnrutsche.

In jedem Fall sollte man etwas versteckt im unteren Bereich des Geländes, links neben den Toiletten, den Gedenkstein für den Rosensteindoktor Franz Keller suchen.

Höhle "Finsteres Loch"
Höhle "Finsteres Loch"

Pliksburggrotten

Wer noch nicht genug Höhlen hatte, kann sich gegenüber der Waldschenke über einen schwer sichtbaren Trampelpfad einige Meter in den Wald schlagen und die Pliksburggrotten suchen. Sie ist kaum frequentiert, eher unbekannt und recht leicht zu finden, wenn man Komoot nutzt. Wir erreichen zuerst die obere Pliksburggrotte und dann wenige Meter weiter über einen kaum sichtbaren Pfad die Untere Pliksburggrotte.

Höhle "Finsteres Loch"

Scheuerhauweg

Es wird Zeit sich auf den Rückweg zu machen. Wir müssen noch einmal den kompletten Rosenstein von West nach Ost überqueren. Das geht aber deutlich schneller als der Hinweg, denn es geht über das Hochplateau in nur leichter Steigung stetig bergauf. Auf dem Weg finden wir tolle Aussichtspunkte nach Norden und eine schöne Felsformation an der Abbruchkante der Nordflanke.

Am Treppenabgang zur Großen Scheuer treffen wir wieder auf unseren Anmarschweg und steigen zurück ins Tal nach Lautern.

Scheuerhauweg

Geschafft!

Eine lange Tour, aber sie lohnt sich. Acht bis neun Stunden sollte man einplanen, sprich man sollte zwischen 8 Uhr und spätestens 10 Uhr am Morgen in Lautern sein, damit man sich wirklich Zeit dafür nehmen kann. 

Eine Möglichkeit die Tour abzukürzen ist, den Anstieg von Lautern wegzulassen, auf dem Plateau zu parken, und nur die obere Runde von dort an zu gehen. In dem Fall würde ich vorschlagen, von dort zum Finsteren Loch zu laufen, und die Tour dann gegen den Uhrzeigersinn zu gehen.

Viel Spaß & Berg Heil!

Scheuerhauweg
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