#003 Über das Rehgebirge

Das Rehgebirge liegt zwischen Rems- und Filstal, es zieht sich vom Rechberg nach bis oberhalb Süßen. Grüne Wiesen und Wälder wechseln sich reizvoll ab. Das schöne an dieser Tour sind weniger die besuchten Highlights, sondern der Weg an sich. Der Blick auf Rechberg, Hohenstaufen und ins Filstal. Die grünen Wiesen und die Wälder, die wir auf dem gut ausgebauten Weg erwandern ermöglichen eine ordentliche Strecke auch mit Kindern zu gehen. Als kleines Highlight steht die Ersteigung des Turms von Burg Staufeneck und der Freizeitpark Schurrenhof auf dem Programm.

Tour-Info

  • Ausdauer 90% 90%
  • Abenteuer 30% 30%
  • Spaß 80% 80%
  • Verpflegung 70% 70%

HINWEIS: Die Tour eignet sich auch gut als Radtour. Von Gmünd aus kann man mit dem Fahrrad die Bahntrasse bis Straßdorf fahren und dann die Rampe (steil!) über den Bläsishof, den Braunhof und den Klausenhof nach Rechberg fahren. Von dort weiter wie in der beschriebenen Wanderroute. Die Tour ist kinderwagen- und rollstuhlgerecht.

Auf der Route liegen zwei Einkehrmöglichkeiten die Höhengaststätte Schurrenhof und das Burghotel Staufeneck. Letztere bietet zwar exquisite Küche, ist aber als gehobene Gastronomie nicht unbedingt das erste Ziel mit Kindern.

Wem die Tour zu lange ist, der kann auch nur den Teil bis zum Schurrenhof laufen.

Was Kindern gefällt

Tolle Natur, der Burgturm von Staufeneck und eine Runde Minigolf am Schurrenhof.

Ideale Witterung

Die Tour ist zu jeder Jahreszeit schön zu gehen, da wir viel draußen unterwegs sind ist trockenes Wetter empfehlenswert.

Verpflegung

Die Höhengaststätte Schurrenhof bietet schwäbische Küche und Hausmannskost zu guten Preisen.

An- & Abreise

Start- und Zielpunkt ist der Wanderparkplatz in Rechberg unterhalb der Ruine.

GPX-Datei

Eine .gpx-Datei (GPS Exchange Format) ist ein Format zur Speicherung von Geodaten. Diese Datei enthält die Tour-Route und kann in alle gängigen Wander-Apps importiert werden. Ich empfehle die Nutzung von komoot.

Das Rehgebirge ist ein Höhenrücken zwischen dem Ottenbacher Tal im Westen und dem Reichenbacher Tal im Osten. Er erstreckt sich vom Rechberg in südlicher Richtung etwa 10 km bis zur Burg Staufeneck, die im Süden den Abschluss zum Filstal hin bildet. Direkt auf dem Höhenrücken verläuft vom Rechberg eine Straße, die allerdings nur etwa sieben Kilometer bis zum Birkhof reicht. Das restliche Stück zur Burg Staufeneck ist nicht mehr asphaltiert aber gut ausgebaut. Wir bewegen uns also heute auf festen Pfaden.

Von der Straße auf dem Rehgebirge aus genießt man einen herrlichen Ausblick auf die beiden Täler, die Drei Kaiserberge Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen sowie auf den Albtrauf der Schwäbischen Alb.

Rechberg

Wir starten unterhalb der Ruine Rechberg am Parkplatz und wandern über die Staufeneckstraße aus dem Örtchen heraus. An der Kneipp-Anlage, die zu einer ersten Rast einlädt, wandern wir ohne große Steigungen nach Süden. Im Westen hebt sich die kegelrunde Silhouette des Hohenstaufens vom Horizont ab. Links von uns erhebt sich über dem Reichenbacher Tal der Stuifen, das Schwarzhorn und der Heldenberg. Den Rechberg im Rücken bietet sich nach vorne ein toller Ausblick über die Schwäbische Alb.

Auf dem Asphaltweg geht es flott voran und nach gut drei Kilometern erreichen wir den Schurrenhof.

Im Rehgebirge

Blick zurück auf die Ruine Rechberg.

Im Rehgebirge

Am Dangelhof

Im Rehgebirge

Blick auf den Hohenstaufen

Schurrenhof

Auf dem Schurrenhof findet man zum einen ein Wirtshaus, das Höhenrestaurant Schurrenhof, wo man schwäbische Speisen zu guten Preisen bekommt, zum anderen den Spiel- & Freizeitpark Schurrenhof, wo Minigolf und andere Freizeitaktivitäten für Kinder angeboten werden. In jedem Fall bietet sich hier eine Einkehr an. 

Freizeitpark Schurrenhof
Freizeitpark Schurrenhof

Freizeitpark Schurrenhof

Gestüt Birkhof

Das Gestüt Birkhof ist seit über 50 Jahren ein erfolgreicher Pferdezuchtbetrieb auf den Höhen zwischen Rems und Fils. Die weitläufigen Wiesen um das Gestüt dienen im Sommer als Koppel, sodass man als Wanderer immer die Gelegenheit hat die Pferde zu bewundern.

Gestüt Birkhof

Burg Staufeneck

Das Gründungsjahr der Burg Staufeneck ist nicht bekannt, Quellen nennen u.a. das Jahr 1080 und das Jahr 1240. Gesichert ist, dass die Burg von den Herren von Staufeneck erbaut und bewohnt wurde, bis es 1333 auf die Herren von Rechberg überging. Es folgten als weitere Besitzer das Haus Württemberg und die Herren von Degenfeld, bevor die Burg ab etwa 1800 zusehends verfiel. Ab 1844 war die Burg unbewohnt und verfiel vollends zur Ruine.

Ab 1926 wurde der Bergfried wieder zugänglich gemacht, ein Jahr später begann die Bewirtschaftung der Ruine. Mittlerweile ist die Ruine zu einem noblen Hotel umgebaut, dass auch zwei Restaurants beherbergt. Eines davon, fine dining RS wurde vom Guide Michelin mit einem Stern ausgezeichnet.

Burg Staufeneck

Wunderbar die einsame, ruhige Lage hier oben auf Burg Staufeneck, herrlich der Blick über das Filstal! Den genießt man im Gourmetrestaurant des Burghotels dank großer Panoramafenster – bei schönem Wetter kann man sogar den Stuttgarter Flughafen und den Fernsehturm sehen! Sie sitzen in geschmackvollem puristisch-elegantem Ambiente, professionell der bisweilen charmant „schwäbelnde“ Service – hier lebt man die Region! Geboten werden zwei moderne Menüs, eines davon vegetarisch. Das Team um Rolf Straubinger und seinen langjährigen Küchenchef Markus Waibel begeistert mit sehr aufwändigen Gerichten, die fein und angenehm leicht sind und interessante Kontraste zeigen. Alternativ gibt es noch das Burgrestaurant „oifach andersch“ – hier kocht man schwäbisch, aber auch mit internationalen Einflüssen.

Guide Michelin

Das Restaurant ist für die meisten Wanderer mit Kindern vermutlich etwas zu abgehoben. Bei meinem letzten Besuch dort parkte ich mein Fahrrad nebst Kinderhänger jedenfalls direkt neben einem Ferrari.

Der Bergfried ist allerdings frei zugänglich und kann auch von Kindern bestiegen werden. Von dort bietet sich ein wunderbarer Rundumblick auf die Dreikaiserberge, hinab ins Filstal mit dem Höhenzug der Schwäbischen Alb auf der gegenüberliegenden Seite. 

Burg Staufeneck
Im Rehgebirge

Rundblick vom Bergfried auf Staufeneck

Ottenbacher Glaubensweg

Um den Rückweg etwas abwechslungsreicher zu gestalten wandern wir zuerst an der Traufkante des Filstales entlang, von wo wir einen guten Blick auf Salach haben. Auch am Schurrenhof verlassen wir die Straße, die wir auf dem Hinweg gegangen sind und umrunden den Campingplatz Schurrenhof auf der Westseite. Dort gehen wir ein Stück des Glaubenswegs 19 „Franziskusweg“

Seit 2004 besteht auf der Ostalb das interkommunale Tourismusprojekt „Glaubenswege“. Es verbindet das Wandern im Osalbkreis und im Kreis Göppingen mit der Beschäftigung mit Glaube und Spiritualität. Der Franziskusweg auf dem Rehgebierge ist ein Teil davon und beschäftigt sich künstlerisch mit dem Sonnengesang des Heiligen Franz von Assisi. Hinter dem Campingplatz befindet sich die Station „Kathedrale“ mit Informationstafeln zum Leben des Heiligen Franz und zu seinem Sonnengesang. Der Platz bietet sich für eine letzte Rast an.

Glaubensweg - Franziskusweg

Fazit

Das Rehgebirge ist ein weniger bekannter Fleck Heimat, aber nichtsdestotrotz mit einem ganz eigenen Zauber. Die weiten Strecken über freie Wiesen bieten sich an, um im Frühjahr Sonne zu tanken. Ein toller Ausflug!

Im Rehgebirge
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