#051 Neujahrsgottesdienst auf dem Kalten Feld

#051 Neujahrsgottesdienst auf dem Kalten Feld

#051 Neujahrsgottesdienst auf dem Kalten Feld

Traditionell findet am 1. Januar der Neujahrsgottesdienst beim Franz-Keller-Haus auf dem Kalten Feld statt. Ein toller Wander-Gottesdienst und ein guter Einstieg in das Wanderjahr. Nach dem Gottesdienst gibt es die erste Rote des Jahres am Franz-Keller-Haus und einen Kalte-Feld-Tee zum Aufwärmen.

Tour-Info

  • Ausdauer 50% 50%
  • Abenteuer 60% 60%
  • Spaß 60% 60%
  • Verpflegung 100% 100%

HINWEIS: Ich habe für diesen Ausflugstipp keine Tour vorgegeben. Stattdessen werden im Artikel „Wege auf das Kalte Feld“ viele verschiedene Routenvorschläge für jeden Geschmack vorgestellt.

Kaltes Feld Holzfiguren

Der Gottesdienst

Am 1. Januar ist im Wanderkalender des Ostalbwanderers ein Termin fest eingetragen: um 14 Uhr ist am Franz-Keller-Haus ökumenischer Neujahrsgottesdienst. Wie du dorthin kommst überlasse ich dir. Probiere doch mal etwas neues, und such dir aus den Routen im Artikel „Wege auf das Kalte Feld“ einen aus, den du noch nicht kennst!

Neujahrsgottesdienst Franz-Keller-Haus-Kaltes Feld

Franz-Keller-Haus

Die Villa Maus dient den Pfarrern als Kanzel. Daher bietet es sich an die Wanderung mit einer Einkehr auf dem Kalten Feld zu verbinden. Je nach Witterung steht die erste Bratwurst des neuen Jahres oder ein Kalter-Feld-Tee ganz oben auf dem Speiseplan. Zum Jahreswechsel 2022/2023 war der Gottesdienst bei frühlingshaften 14°C wirklich gut besucht, das Team vom Kalten Feld hatte die Besuchermassen trotzdem gut im Griff.

Kalte-Feld-Tee

Was ist Dein Lieblings-Weg auf das Kalte Feld? Habe ich Dich inspiriert mal etwas anderes auszuprobieren? Schreib es mir in die Kommentare!

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Ausflugstipps
#062 Kreuzweg am Hohenrechberg

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#061 Großdeinbacher Osterweg

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EXTRA: Wege auf das Kalte Feld

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Viele Wege führen auf den höchsten Berg der Ostalb. Es gibt schnelle Wege mit nur wenigen Höhenmetern und ausgedehnte Tagestouren. Als Anregung, einmal etwas Neues zu versuchen gibt es hier eine Übersicht der Touren mit Zeit-, Längen und Höhenangaben.

Dreikaiserbergblick

Hier gibt es eine Übersicht der Touren. Weiter unten findet ihr eine Kurzinfo zu den einzelnen Routen, wie gewohnt mit einer Komoot-Karte zu jeder Wanderung. Zielpunkt ist immer das Franz-Keller-Haus.

Alle .gpx-Dateien der Touren findest du am Ende des Artikels zum Download.

Tour Länge Höhenmeter
Hornberg-Route 1,86km 100m
Tannweiler-Route 2,08km 170m
Bertholdsteig 3,94km 310m
Staatswald-Route 6,42km 410m
Waldstetter Au 5,27km 400m
Über den Sauren 3,89km 360m
Über die Sprungschanzen 3,00km 180m
Christental-Route 3,94km 280m
Zick-Zack-Weg 3,08km 280m
Hochleite 5,17km 360m

 

Hornberg-Route

Die kürzeste Tour mit dem kleinsten Anstieg, sie eignet sich auch für einen kleinen Sonntagsspaziergang. Parkplätze gibt es direkt am Flughafen. Der Weg führt am Fluggelände vorbei. Vom Trauf des Kalten Feldes hat man einen schönen Blick zurück auf die Start- und Landebahn des Flughafens.

Fliegerfest Hornberg

Tannweiler-Route

Ein wenig länger und einige Höhenmeter mehr ist diese Tour ab dem Wanderparkplatz am Tanzbödele kein Spaziergang mehr. Man benötigt mindestens festes Schuhwerk für den Aufstieg ab dem Christentalpass.

Wir wandern um das Schwarzhorn herum, vorbei am Reiterleskapelle auf das Kalte Feld. Wahlweise kann man sich beim Aufstieg etwas weiter rechts halten und die Ruine Graneggle besuchen. Oben angekommen lockt der Christentalfels mit einem schönen Ausblick auf Heldenberg und Christental.

Reiterles Kapelle

Bertholdsteig

Ein steiler Steig führt uns von Herdtlinsweiler auf das Kalte Feld, der großteils im Wald verläuft und daher auch im Sommer angenehm zu gehen ist. 

In Herdtlinsweiler lockt das Hofcafé zu einer Einkehr und wir können die Christi-Himmelfahrts-Kapelle besuchen. 

Mit wenigen Metern Umweg können wir auch der Skihütte Weiler i.d.B. einen Besuch abstatten. Ab Flugplatz verläuft der Weg wie oben beschrieben.

Blick auf den Bernhardus

Staatswald-Route

Ab Bettringen ist man mit Hin- und Rückweg schon bei einer Tagestour, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Dafür bekommt man aber auch einiges geboten. Wir durchwandern das Naturschutzgebiet Lindenfeld, entdecken auf dem Staatswald alte US-Bunker. Mit einem kleinen Umweg kann man noch das Naturschutzgebiet Tannrutschung durchstreifen bevor es hinüber auf den Hornberg geht. Nach der steilen Hornbergsteige gibt es den schönsten Aussichtspunkt auf der Ostalb, den Dreikaiserbergsblick.

Bunker 856 "Gas Chamber"

Diese Route habe ich im Artikel „#004 Bunkerwald Waldstetten“ näher beschrieben.

Waldstetter Au

Fast so lange wie ab Bettringen und von den Höhenmetern vergleichbar ist dieser Weg doch wesentlich weniger anstrengend. In meist sanftem Anstieg führt er uns zum Flughafen auf dem Hornberg und dann weiter hinauf auf das Kalte Feld.

Alternativ kann man auch hier das Rutschgebiet Tannrutschung und die US-Bunker mit einbauen, was den Weg aber wesentlich länger und steiler macht.

Blick vom Flugplatz Hornberg

Diese Route habe ich im Artikel „#016 Fliegerberg Hornberg“ näher beschrieben.

Über den Sauren

Der kürzeste Weg von Waldstetten führt über den „Sauren“, vorbei am Saurenhof zum Flugplatz. Ich mag ihn nicht, er ist größtenteils asphaltiert und steil. Alternativ kann man von Weilerstoffel starten und kommt oberhalb des Saurenhofs auf diesen Weg.

Diese Variante ab Weilerstoffel habe ich im Artikel „#016 Fliegerberg Hornberg“ näher beschrieben.

Über die Sprungschanzen

Von Degenfeld aus sind es „nur“ 180 Höhenmeter und auch nur 3km. Der Weg beginnt am Fuß der Skisprungschanzen und führt uns an den Schanzen vorbei hinauf auf den Grat zwischen Galgenberg und Kaltem Feld. Es bietet sich an die Tour um eine Runde an der Traufkante des Galgenbergs entlang zu erweitern. Am Kalten Feld führt uns der Weg an vielen Holzfiguren entlang, die im Wald versteckt sind.

Aufstieg Kaltes Feld

Diesen Weg habe ich im Artikel „#039 Durch das Degenfelder Tal“ näher beschrieben.

Durch das Christental

Wer die Sagenlandschaft des Christentals erwandern will kann am Wanderparkplatz in Nenningen starten und durch das Tal zur Reiterleskapelle und dann weiter über die Ruine Graneggle und den Christentalfels auf das Kalte Feld wandern. Als Rückweg bietet sich der Zick-Zack-Weg (nächste Route unten) an. 

Christentalstausee

Zick-Zack-Weg

Ein knackiger Anstieg, der alpin anmutet, ist der Zick-Zack-Weg ab Nenningen. Es bietet sich an, den Weg als Rückweg für die Christental-Route zu wählen um einen schönen Rundweg zu bekommen.

Zick-Zack-Weg vom Kalten Feld ins Christental

Diese Route habe ich im Artikel „#032 Sagenhaftes Christental“ näher beschrieben.

Hochleite

Wer noch mehr alpinen Flair sucht als über den Zick-Zack-Weg, der sollte die Hochleite wählen. Es geht von Weißenstein her steil hinauf auf den Kreuzberg und dann mit ein paar Steigungen über den Grat zum Kalten Feld. Es gibt neben alpinen Aufstiegen herrliche Ausblicke nach Nenningen,

Am Christentalfels

GPX-Dateien

Eine .gpx-Datei (GPS Exchange Format) ist ein Format zur Speicherung von Geodaten. Diese Datei enthält die Tour-Route und kann in alle gängigen Wander-Apps importiert werden. Ich empfehle die Nutzung von komoot.

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Ausflugstipps
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#048 Krippendorf Herdtlinsweiler

#048 Krippendorf Herdtlinsweiler

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Das Krippendorf Herdtlinsweiler am Fuße des Hornbergs ist eine Attraktion für Kinder und Erwachsene. Die Herdtlinsweiler Bürger bauen jedes Jahr in ihrem kleinen Dorf viele Krippen aus aller Welt auf. Die Bushaltestelle wird umfunktioniert, eine alte Scheune und das ehemalige Backhäusle des Dorfes. Es gilt viele Krippen im Dorf zu entdecken!

Tour-Info

  • Ausdauer 10% 10%
  • Abenteuer 80% 80%
  • Spaß 80% 80%
  • Verpflegung 50% 50%

HINWEIS: Die Lamba-Schuir (Lampen-Scheune ist nur zwischen den Jahren geöffnet, im Advent besteht keine Einkehrmöglichkeit. Das Hofcafé Mangold ist nur Mittwoch (14-22 Uhr), Donnerstag und Freitag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Zusätzlich am 1. Sonntag des Monats von 12 bis 22 Uhr.

Was Kinder gefällt

Ganz klar: durch das Dorf rennen und die Krippen entdecken!

Ideale Witterung

Es ist mehr ein Spaziergang als eine Wanderung, daher ideal für Tage an denen das Wetter für eine „richtige“ Wanderung zu ungemütlich ist. Die Strecke ist kinderwagentauglich.

Verpflegung

Zwischen den Jahren in der Lamba-Schuir, Mittwoch bis Freitag im Hofcafé Mangold.

An- & Abreise

Im Wohngebiet am Ortsausgang von Weiler in den Bergen.

GPX-Datei

Eine .gpx-Datei (GPS Exchange Format) ist ein Format zur Speicherung von Geodaten. Diese Datei enthält die Tour-Route und kann in alle gängigen Wander-Apps importiert werden. Ich empfehle die Nutzung von komoot.

Die Tour

Wir laufen nur ein kurzes Stück von Weiler nach Herdtlinsweiler. Wenn das Krippendorf viel besucht ist, ist leider auch die Straße für herdtlinsweiler’sche Verhältnisse vielbefahren.

TERMINE IM ÜBERBLICK

Adventsandachten Kapelle 03./10./17. Dezember, jeweils 14 Uhr
Krippendorf geöffnet bis Lichtmeß (02. Februar)
Lamba-Schuir 01.01 und 04.01 bis 06.01 von 11 – 20 Uhr
Hofcafé Mangold Öffnungszeiten
Krippendorf Herdtlinsweiler

Hadlaburg

Herdtlinsweiler, im Schwäbischen „Hadlaburg“, ist ein beschaulicher Teilort von Weiler in den Bergen. Das Bauerndorf hat einen ganz besonderen Reiz, insbesondere, wenn es sich im Advent zum „Krippendorf“ herausgeputzt hat.

Krippendorf Herdtlinsweiler
Krippendorf Herdtlinsweiler
Krippendorf Herdtlinsweiler
Krippendorf Herdtlinsweiler
Krippendorf Herdtlinsweiler

Krippen

Die erste Krippe in Herdtlinsweiler wurde von Stephan Kirchenbauer-Arnold aufgestellt. Heute leitet Frank Messerschmidt ein Team, dass ab November vier Wochen damit beschäftigt ist die Krippen aus aller Herren Länder ins richtige Licht zu setzen.

Darunter sind Krippen aus Bananenblättern aus Südamerika, aus Ton, Krippen die einst von einer Gmünder Spielzeugfirma aus „Flüssigholz“ gefertigt wurden und eine Krippe vom Berg Tabor in Galiläa. Daneben erzgebirgische Holzkunst und das Highlight im Backhäusle: über 1 Meter große Figuren sind im ehemaligen Backhäusle zu einer wunderschönen Krippe gruppiert.

Krippendorf Herdtlinsweiler
Krippendorf Herdtlinsweiler
Krippendorf Herdtlinsweiler
Krippendorf Herdtlinsweiler
Krippendorf Herdtlinsweiler
Krippendorf Herdtlinsweiler
Krippendorf Herdtlinsweiler
Krippendorf Herdtlinsweiler
Krippendorf Herdtlinsweiler
Krippendorf Herdtlinsweiler
Krippendorf Herdtlinsweiler

Christi-Himmelfahrts-Kapelle

2013 gründete sich in Herdtlinsweiler der Verein „Kapelle in Herdtlinsweiler e.V.“ unter der Federführung von Stephan Kirchenbauer-Arnold, den Gmündern als Erfinder, Autor und Regisseur der Staufersaga bekannt. 2015 schließlich begann der Bau, der im Mai 2016 eingeweiht wurde. Kirchenbauer-Arnold hatte von seinen Reisen viele Teile der Innenausstattung mitgebracht.

Zwei Fenster der Kapelle im Krippendorf Herdtlinsweiler stammen aus Portugal, von den Philippinen kommt die Holzdecke, bei einer von einem Antiquariat gekauften Madonna aus dem 17. Jahrhundert ist die Herkunft nicht klar. Herzogin Diane von Württemberg, deren persönlicher Sekretär Kirchenbauer-Arnold war, malte die drei Fenster in der nördlichen Apsis. Der Lorcher Maler Hans Kloss, bekannt durch sein Stauferrundbild im dortigen Kloster, steuerte den Heiland an der ochsenblutfarbenen Fassade bei.

Während des Krippendorfes dient die Kapelle als Ausstellungsort für einige Krippen. Am 1., 2. und 3. Advent findet jeweils um 14 Uhr eine Adventsandacht in der Kapelle statt, anschließend gibt es Glühwein.

Krippendorf Herdtlinsweiler
Krippendorf Herdtlinsweiler
Krippendorf Herdtlinsweiler

Lamba-Schuir

Das Wohnhaus und der elterliche Bauernhof von Oberbürgermeister Arnold – „der einzige OB Deutschlands der eine Kuh melken kann“ (Arnold über Arnold) – war das erste Haus in Herdtlinsweiler, dass an die Elektrizitätsversorgung angeschlossen wurde. Daher bekam das Gebäude den Beinamen „Lamba Schuir“ (Lampenscheune). An ausgewählten Tagen ist die Lamba-Schuir geöffnet, neben weiteren Krippen in der bunt beleuchteten Scheune wird dort auch Punsch und Glühwein ausgeschenkt. 

Dieses Jahr ist die Lamba-Schuir vom 23.12 – 06.01 täglich von 11-20 Uhr geöffnet.

Krippendorf Herdtlinsweiler
Krippendorf Herdtlinsweiler
Krippendorf Herdtlinsweiler
Krippendorf Herdtlinsweiler
Krippendorf Herdtlinsweiler
Krippendorf Herdtlinsweiler

Habe ich dich in Adventsstimmung versetzt? Besuchst du dieses Jahr das Krippendorf oder hast du einen anderen vorweihnachtlichen Tipp? Schreib es in die Kommentare!

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Ausflugstipps
#062 Kreuzweg am Hohenrechberg

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#061 Großdeinbacher Osterweg

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Wir sind Tourismushelden!

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Die Alamannen

Die Alamannen

Wer waren die Alamannen, die von Norden kommende die Römer von der Ostalb jagten? Ein Dokument zur Frühgeschichte.

EXTRA: Schlittenfahrt XXL

EXTRA: Schlittenfahrt XXL

EXTRA: Schlittenfahrt XXL

Auf einem Schlitten einen Hügel hinunterrutschen kann jeder. Mich als Vater hat es früher genervt mit meinen Kindern Schlittenfahren zu gehen. Zig mal hintereinander einen (oder zwei, drei) Schlitten einen Hügel hochziehen war nicht meines.  Irgendwann kam mir eine Idee: wenn der Berg lange genug ist muss man den Schlitten nur einmal hochziehen. Seitdem haben wir deutlich mehr Spaß! Die schönsten Schlittentouren um Schwäbisch Gmünd gibt es hier!

Tour-Info

  • Ausdauer 90% 90%
  • Abenteuer 100% 100%
  • Spaß 100% 100%
  • Verpflegung 25% 25%

HINWEIS: Teilweise führen die Schlittenrouten über Wege auf denen Fahrzeuge, Radler und Wanderer auftauchen können. Ihr seid groß und selbst verantwortlich für euer tun!

Schlittenhügel Schwäbisch Gmünd

Was Kinder gefällt

Durch den Schnee stapfen, einen Schneemann bauen und natürlich am Ende mit einem Schlitten ins Tal zurück flitzen!

Ideale Witterung

Schnee. Je mehr desto besser! 

Verpflegung

Variante 1 benötigt ein Rucksackvesper, Variante 2 enden am Hofcafé Mangold.  Variante 2 bietet zusätzlich die Möglichkeit am Franz-Keller-Haus oder am Knörzerhaus einzukehren. Variante 3 hat keine Einkehrmöglichkeit und  Variante 4 endet in Weilerstoffel mit den Gaststätten Veit und Hölzle.

An- & Abreise

Alle Varianten starten am Wanderparkplatz Furtlepass. Da wir mit dem Schlitten ins Tal fahren sollte man sich dort absetzen und anschließend wieder abholen lassen. Natürlich kann man auch vom Tal aus laufen.

GPX-Datei

Eine .gpx-Datei (GPS Exchange Format) ist ein Format zur Speicherung von Geodaten. Diese Datei enthält die Tour-Route und kann in alle gängigen Wander-Apps importiert werden. Ich empfehle die Nutzung von komoot.

Die Idee

Statt immer denselben Hügel heraufzulaufen und wieder hinunterzufahren unternehmen wir eine Wanderung bis zum Gipfel und fahren dann eine lange Piste hinunter. Ich habe euch vier verschiedene Varianten rund um das Kalte Feld zusammengestellt wo das prima geht.

Schlittenhügel Schwäbisch Gmünd

Das geht übrigens auch mit Snowboards, und speziell in Coronazeiten haben auch viele Skifahrer ihre Bretter aufs Kalte Feld geschleppt um sich ein wenig Spaß im Tiefschnee zu gönnen.

Schlittenfahren auf der Ostalb

Die Ausrüstung

Anfangs war ich noch viel mit der Kraxe unterwegs. Den Dreijährigen Huckepack und drei Plastikrutscher hinten dran ging es zuerst auf den Berg und dann hinunter ins Tal. Zuletzt haben wir die Holzschlitten dabei. „Moderne“ Plastik-Bobs gehen natürlich auch haben aber die Felsen auf der Alb nicht so gerne. Solange genug Schnee liegt sind sie gut, da leichter.

Auf jeden Fall sollte man sich warm genug einpacken und eine Thermoskanne Tee mitnehmen.

Schlittenfahren auf der Ostalb

Variante 1 Bernhardus – Herdtlinsweiler

Das ist die längste und schönste Variante. Vom Furtlepass steigen wir über den Trampelpfad zum Bernhardus und fahren dann mit dem Schlitten den Wirtschaftsweg hinunter. Nachdem wir den Furtlepass überquert haben kommt der zweite Teil der Abfahrt nach Herdtlinsweiler. Zum Abschluss dann eine Einkehr im Hofcafé Mangold.

Schlittenfahren auf der Ostalb

Alleine die Winterstimmung am Bernharduskapelle rechtfertigt es einen Schlitten über den Steig nach oben zu schleppen.

Schlittenfahren auf der Ostalb

Für kleinere Kinder eine gute Sache: unser Dreijähriger hat den Marsch durch den Schnee auf den Bernhardus schon etwas mitgenommen. Zwischendurch kann man die Kleinen auch ein Stück ziehen. Das spart die Muckibude.

Variante 2 Kaltes Feld – Herdtlinsweiler

Fast ähnlich lang ist die Abfahrt vom Kalten Feld. Wir wandern westlich des Flughafens nach oben zum Franz-Keller-Haus und genießen einen Kalte-Feld-Tee. Anschließend geht es über das Knörzerhaus zum Wirtschaftsweg östlich des Flughafens. Von dort startet der erste Teil der Abfahrt bis zum Flughafen.

Nach einem kleinen Fußmarsch fahren wir dann vom Furtepass über die Wiesen nach Herdtlinsweiler.

Schlittenfahren auf der Ostalb

Der beste Moment: vor Papa auf dem Schlitten sitzen, vor uns die letzte Abfahrt von 1,5km von der Weilermer Skihütte nach Herdtlinsweiler.

Schlittenfahren auf der Ostalb

Variante 3 Hornberg – Waldstetten

Die Variante für Faule: direkt am Hornberg über den Sauren vorbei am Saurenhof bis zum Wanderparkplatz südöstlich von Waldstetten. Die Abfahrt ist steil und macht Laune, endet aber im Nirgendwo.

Schlittenfahren auf der Ostalb

An diesem Tag sind wir von Bettringen über das Lindenfeld, Staatswald und Hornbergsteige auf den Hornberg. Von dort haben wir die Variante 3 nach Waldstetten genommen. Der Aufstieg hat es in sich für die Kinder, aber auch das ist möglich. Einfacher ist es natürlich ab dem Furtlepass.

Variante 4 Hornberg Weilerstoffel

Auch diese Variante ist etwas für Faule. Wir starten Richtung Sauren biegen dann aber  auf halbem Weg links ab nach Weilerstoffel. Die Abfahrt ist weniger steil, dafür hat man am Ende mit dem Hölzle und dem Veit zwei Einkehrmöglichkeiten.

Schlittenfahren auf der Ostalb

Weitere Ideen…

Diese vier Varianten sind natürlich nicht abschließend. Während Corona war z.B. die Strecke entlang des alten Degenfelder Skilifts sehr populär. 

Schlittenfahren auf der Ostalb

Ehemalige Bergstation des Sessellifts am Kalten Feld.

Was ist dein Schlittenhügel der Wahl? Hab ich deine Lust auf eine XXL-Schlittentour geweckt? Schreib es in die Kommentare!

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#045 Eine Nacht in den Bergen

#045 Eine Nacht in den Bergen

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Ein besonderes Abenteuer mit Kindern ist eine Übernachtung auf der Ostalb! Verschiedene Hütten bieten diesen Service an. Ein Überblick über die Hütten mit Übernachtungsmöglichkeit auf der Ostalb gibt es hier. Probiert es aus, es lohnt sich!

Schutzhütten

Diese Karte zeigt die Lage der besprochenen Hütten. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich habe nur Hütten aufgenommen, die ich selbst besucht habe.

Was Kinder gefällt

Eine Wanderung durch die Natur, auf einer Berghütte übernachten und Abends am Lagerfeuer oder Kaminofen zu sitzen!

Ideale Witterung

Man kann das ganze Jahr auf einer Hütte schlafen. Im Sommer sind die Hütten oft ausgebucht, daher gibt es den Tipp auch jetzt im November.

Verpflegung

Selbstversorgerhütte oder bewirtschaftete Hütte: die Ostalb bietet beides, und beides hat seinen Reiz.

An- & Abreise

Man kann die Touren mit Übernachtung länger gestalten, muss aber bedenken, dass man alles mitschleppen muss. Mit Marschgepäck wird der Weg wesentlich anstrengender!

Planung

Ich habe dieses Jahr im Januar 2 Laibe Brot, 40 rote Würste und 3L Tee für meine Jugendgruppe plus mein Gepäck 9km über 450 Höhenmeter zum Franz-Keller-Haus getragen. Wenn man einigermaßen fit ist geht also auch ein Familienausflug mit Übernachtung, selbst wenn die Kinder gar nichts tragen.

Wichtige Fragen die du dir (in dieser Reihenfolge stellen solltest):

  • wer trägt das Gepäck und wie viel können wir wie weit tragen?
  • welche Hütte passt zu unserer Leistungsfähigkeit?
  • welche Route wähle ich dorthin?

Am Ende des Artikels findet ihr noch detaillierte Tipps und eine Checkliste für Euren Trip!

 

Übernachtung

Franz-Keller-Haus

Betreiber: Schwäbischer Albverein
Verpflegung: Bewirtschaftet, Grillstellen
Minimaler Anmarsch:

1,86km

100 Höhenmeter

Ausstattung: 22 Betten, Matratzenlager, (Hütten-)Schlafsack oder Bettwäsche gegen Aufpreis
Öffnungszeiten: An allen Wochenenden des Jahres, an allen Feiertagen außer Weihnachten und täglich während der Schulferien
Kontakt: Webseite

 

Übernachtung auf dem Franz-Keller-Haus

Das Franz-Keller-Haus ist die bekannteste und meistbesuchte Hütte auf der Ostalb. Es wird von Ehrenamtlichen des Schwäbischen Albvereins bewirtschaftet und bietet 22 Plätze im Matratzenlager. Auf Anfrage gibt es in der nebenan gelegenen Villa Maus fünf weitere Schlafplätze. Die Schlafräume sind sehr komfortabel und modern ausgestattet und verfügen über Heizkörper. Kleidung und Schuhe können am Kachelofen im Erdgeschoss getrocknet werden.

Wahlweise kann man die Grillstellen nutzen, Holz findet sich immer, oder man lässt sich bewirten. Das Frühstück ist inklusive und gut. Natürlich sollte man den Kalte-Feld-Tee probieren, der von Ehrenamtlichen nach Originalrezept hergestellt wird. Die Kräuter stammen vom Kalten Feld und werden unter dem Dach des Franz-Keller-Hauses getrocknet.

Übernachtung auf dem Franz-Keller-Haus

Kreuzberghütte

Betreiber: Deutscher Alpenverein Sektion Hohenstaufen-Göppingen
Verpflegung: Selbstversorgerhütte, Getränke vorrätig, Grillstelle
Minimaler Anmarsch:

1,1km

180 Höhenmeter

Ausstattung: 34 Betten, Matratzenlager, (Hütten-)Schlafsack
Öffnungszeiten: Nach Absprache
Kontakt: Webseite

 

Übernachtung auf der Kreuzberghütte

Der Galgenberg (Kreuzberg) ist über einen Grat mit dem Hauptmassiv des Kalten Feldes verbunden, aber deutlich weniger frequentiert. Der DAV betreibt dort die sehr große Kreuzberghütte mit einer tollen Küche und einer riesigen Wiese mit Grillstelle. 

Die Kreuzberghütte ist ideal, wenn man mit mehreren Familien gemeinsam unterwegs ist, oder eine Unterkunft für eine Gruppe sucht. Die Wiese lädt zum Fußballspielen ein, die große Feuerstelle bietet Platz für die gesamte Mannschaft. 

Getränke sind vor Ort, mit einer Sondergenehmigung kann man auch mit einem PKW (wenn kein Schnee liegt) zur Hütte fahren.

Übernachtung auf der Kreuzberghütte

Schorndorfer Hütte

Betreiber: DAV Sektion Schorndorf
Verpflegung: Selbstversorgerhütte
Minimaler Anmarsch:

1,34km

80 Höhenmeter

Ausstattung: 24 Betten, Gruppengröße max. 15 Personen, Matratzenlager, (Hütten-)Schlafsack
Öffnungszeiten: An Wochenenden 
Kontakt: Webseite

 

Schorndorfer Hütte

Die Schorndorfer Sektion des Deutschen Alpenvereins betreibt ca. 100m unter dem Knörzerhaus die Schorndorfer Hütte. Die Hütte verfügt über zwei gut ausgestattete Schlafräume und eine tolle Küche mit Elektro- und Holzherd. Kochfaule können zum Essen aufs Knörzerhaus laufen.

Übernachten auf der Schorndorfer Hütte

Naturfreundehaus Himmelreich

Betreiber: Naturfreundehaus Himmelreich e.V.
Verpflegung: Bewirtschaftet, Grillstellen
Minimaler Anmarsch:

1,61km

140 Höhenmeter

Ausstattung: 37 Betten, Zimmer mit 4-8 Betten, Bettwäsche wird gestellt
Öffnungszeiten: Wochenenden in den Sommermonaten
Kontakt: Webseite

 

Naturfreundehaus Himmelreich

Von den vorgestellten Übernachtungsmöglichkeiten kommt das Naturfreundehaus einem Hotel am nächsten. Das zugehörige Gasthaus bietet die berühmten Göggele (halbes Hähnchen) und Schnitzel, die Zimmer verfügen über fließend warmes Wasser und es gibt vier Duschräume. 

Der schnellste Aufstieg erfolgt von Heubach-Beuren aus, man kann eine Übernachtung dort gut mit einer Scheuelbergüberschreitung kombinieren.

Himmelreich

Schwarzhornhaus

Betreiber: Diözese Rottenburg-Stuttgart
Verpflegung: Bewirtschaftet, Grillstellen
Minimaler Anmarsch:

0,81 km

60 Höhenmeter

Ausstattung: 40 Betten, Matratzenlager,  1 Einzelzimmer, zwei Doppelzimmer, Etagenbad, Mindestbelegung 25 Personen und zwei Nächte
Öffnungszeiten: Nach Absprache
Kontakt: Webseite

 

Übernachtung auf dem Schwarzhornhaus

Wenn du auf der Suche nach einem Ort für deine (Jugend-)Gruppe bist, dann ist das Schwarzhornhaus etwas für dich. 25-45 Personen finden dort Platz, es gibt Tagungsräume und eine eigene Kirche. Für Teambuilding-Events kann der hauseigene Kletterpark mit zwei Trainern gebucht werden und auch eine kleine Kirche gehört zur Ausstattung. Die professionelle Gastroküche kann genutzt werden und taugt für die Verpflegung von bis zu 60 Personen.

Übernachtung auf dem Schwarzhornhaus

Hornberg-Hostel

Betreiber: Hornberg-Hostel GbR
Verpflegung: Frühstück auf Wunsch
Minimaler Anmarsch:

0 km

0 Höhenmeter

Ausstattung: 16 Doppelzimmer, ein Einzelzimmer, zwei 5er-Zimmer und ein Familienzimmer (Doppelbett und Schlafsofa). Frühstück ab 25 Personen
Öffnungszeiten: Nach Absprache, Mindestbelegung 25 Personen, zwei Nächte
Kontakt: Webseite

 

Übernachtung im Hornberg-Hostel

Das Hornberg-Hostel richtet sich an Gruppen ab 25 Personen und für mindestens zwei Nächte. Im Gegensatz zum Schwarzhornhaus kann man hier überwiegend in Doppelzimmern schlafen. Zur Ausstattung gehört eine große Küche, eine kleinere Küche mit Aufenthaltsraum, ein Tischtennisraum, ein großer Aufenthaltsraum, ein Unterrichtsraum und ein Speisesaal.

Übernachtung im Hornberg-Hostel

Gepäck

Je nachdem wie weit die Tour gehen soll, musst Du dich gewichtsmäßig einschränken. Ein ordentlicher Rucksack ist Pflicht! Ich verwende für Übernachtungen meinen Tasmanian Tiger Raid Pack MK III mit 52L Volumen. Dieses Volumen nutze ich auch in der Regel aus. Wenn ich mit Jugendgruppen unterwegs bin oder meinen Kindern Last abnehmen will ist er eher zu klein.

Packliste

Ich versuche das Gepäck möglichst schlank zu halten. Den meisten Platz nimmt meist die Verpflegung ein. Was ich immer dabei habe, habe ich für Euch in der folgenden Liste zusammengefasst. Je nach Planung kann ich das dann noch erweitern. Für nur eine Übernachtung plane ich für mich keine Wechselkleidung ein und tausche nur Wäsche und Socken. Für Kinder muss man in jedem Fall komplette Wechselkleidung mitführen.

Meine Grundausstattung:

  • Ersatzsocken
  • Unterwäsche
  • Schlafanzug (oder Jogginghose/Shirt)
  • für Kinder: komplette Wechselkleidung
  • Regenhose / Jacke oder Poncho
  • Erste Hilfe-Set
  • Taschenmesser
  • Taschen- / Stirnlampe
  • Feuerzeug (oder Feuerstahl) plus Zunder
  • Trinkflasche (Winter: Thermosflasche) mind. 1,0L / Kinder 0,6L
  • Powerbank + Kabel
  • Nähzeug
  • 2m Schnur
  • ggf. (Hütten-)Schlafsack
  • ggf. Kissen
  • ggf. Hüttenschuhe (ich laufe immer in dicken Socken und spare das Gewicht)
  • Kulturbeutel (mind. Zahnpasta, Zahnbürste, Seife, Handtuch)
  • Wasserdichter Packsack 20L
Kraxenponcho und Rucksacküberzug

Regenkleidung

Meistens habe ich nur meine normale Jacke dabei und ziehe dann einen Überzug über den Rucksack. Wenn richtiger Regen angekündigt ist nehme ich den Kraxen-Poncho unter dem Ostalbwanderer und sein Rucksack verschwindet.

Erste Hilfe-Set für das Wandern mit Kindern

EH-Set

Mein Erste Hilfe-Set habe ich bereits in einem eigenen Artikel vorgestellt

Taschenlampe / Stirnlampe

Taschen-/Stirnlampe

Taschenlampe und Stirnlampe sind sicher aus dem „oberen Regal“, dafür aufladbar, unkaputtbar und verdammt hell. Sowohl die Stirnlampe Ledlenser H8R SE LED als auch die Taschenlampe Ledlenser, P7R Signature kann ich uneingeschränkt empfehlen. Leider ist die Akkugröße unterschiedlich, für die Taschenlampe habe ich einen Reserveakku für längere Aufenthalte fernab der Steckdose (eine Woche im Zelt).

Die Stirnlampe mag ich nicht besonders, nutze sie zum arbeiten, in Höhlen oder als Leselampe beim singen am Lagerfeuer.

ZIPPO

Feuerzeug

Im Artikel „Unterwegs Feuer machen“ habe ich beschrieben wie man mit einem Stahl und Zunder Feuer machen kann. Habe ich auch immer dabei und nutze es in 99% der Fälle. Für „normale Menschen“ tut es auch ein Feuerzeug. Auch ich habe eines dabei. Manchmal muss es eben schnell gehen und nicht einmal ich habe Bock während strömendem Regen mit Stahl und Zunder zu spielen. Ich nutze ein Zippo, weil es immer funktioniert. In leuchtorange, weil ich Sachen gerne liegen lasse und dann suchen muss.

USB Powerbank 20.000mAh

Powerbank

Als Wanderblogger brauche ich unterwegs meine Navi-App um Strecken zu tracken und neue Touren zu finden, und ich fotografiere sehr viel. Mit meiner 20.000mAh-Powerbank komme ich auch drei-vier Tage ohne Steckdose aus.

Nähzeug

Nähzeug

Braucht man selten, wenn dann aber dringend. Nimmt nicht viel Platz weg und ist daher immer im Rucksack dabei. Selbst gebastelt aus einem Stück Pappe.

Paracord

Schnur

Paracord ist eine Schnur, die man heute vornehmlich im Outdoorbereich nutzt. Im 2. Weltkrieg waren daraus die Schnüre von Fallschirmspringern. Daher ist die Schnur sehr leicht bei gleichzeitig sehr hohen Bruchlasten.

Paracord 550 / Paracord Type III

Ich verwende das sehr verbreitete „Paracord 550“ nach US-militärischer Spezifikation Mil-C-5040H Type III. Die „550“ steht für die Bruchlast in amerikanischen Pfund (250kg).

Man kann damit Rucksäcke flicken, Schnürsenkel ersetzen u.a. Für die Pfadfinderarbeit habe ich Paracord in verschiedenen Längen vorrätig, wobei ich jede Länge aus einer andersfarbigen Schnur hergestellt habe. Orange ist bei mir 2m, und davon habe ich immer ein Stück dabei.

Hüttenschlafsack

Hüttenschlafsack

Ich habe drei „Eskalationsstufen“ an Schlafsäcken. Der Leichteste ist ein Hüttenschlafsack aus reiner Seide. Er enthält keine Metallteile, wichtig für Berghütten in den Alpen, denn in vielen Hütten muss der Hüttenschlafsack in die Mikrowelle um evtl. vorhandene Bettwanzen abzutöten.

Schlafsack

Wenn es nicht auf das letzte Gramm Gewicht ankommt nehme ich lieber einen leichten Schlafsack mit kleinem Packmaß. Ich verwende den McKinley X-Treme Light 600 mit einer Wohlfühltemperatur bis minimal 15°C.

Wenn es richtig kalt ist, ich im Zelt oder einer nicht/schlecht geheizten Hütte schlafe, nehme ich meinen Marmot Trestles Elite Eco 30 Long. Wohlfühltemperatur bis min. 2°C, und in der „Long“-Version auch mit Gardemaß von 181cm bequem.

Reise-Kissen

Kopfkissen

Ein Luxus, den ich mir bei mehrtägigen Aufenthalten gönne ist mein komprimierbares Kissen. Kann man mitsamt Leinenbezug in einen Packbeutel stopfen und hat dann ein Packmaß ähnlich einem 0,5L Bierkrug. Entfaltet sich nach einiger Zeit selbst.

Reise-Handtuch

Handtuch

Ich hasse diese Microfaserteile. Man kann sich damit beschissen abtrocknen. Da sie aber vom Packmaß unschlagbar sind verwende ich sie doch. Als kleinen Luxus gönne ich mir die Größe L, sie ist vom Packmaß nur unwesentlich größer „S“-Variante.

Hast Du Lust auf eine Übernachtung in den Bergen? Sehen wir uns demnächst auf einer Hütte? Habe ich eine tolle Übernachtungsmöglichkeit nicht aufgeführt? Schreib es mir in die Kommentare!

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#039 Rund um das Degenfelder Tal

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Das Degenfelder Tal, dass sich vom Furtlespass bis zur Fils erstreckt ist im oberen Teil ein tiefer Einschnitt zwischen Bernhardus und Eierberg im Osten und Kaltem Feld und Galgenberg im Westen. 

Tour-Info

  • Ausdauer 90% 90%
  • Abenteuer 50% 50%
  • Spaß 50% 50%
  • Verpflegung 70% 70%

HINWEIS: 

GPX-Datei

Eine .gpx-Datei (GPS Exchange Format) ist ein Format zur Speicherung von Geodaten. Diese Datei enthält die Tour-Route und kann in alle gängigen Wander-Apps importiert werden. Ich empfehle die Nutzung von komoot.

Was Kinder gefällt

Selbst eine Wurst grillen am Franz-Keller-Haus, die Holzfiguren auf dem Kalten Feld und die tollen Ausblicke vom Albtrauf.

Ideale Witterung

Die Gegend um das Kalte Feld bieten bei jedem Wetter ein ganz eigenes Erlebnis. Egal ob bei strahlendem Sonnenschein, an diesigen Nebeltagen oder im Schnee!

Verpflegung

Eine Einkehr am Franz-Keller-Haus ist Pflicht. Entweder man kauft sich dort etwas zu essen, oder noch besser: man kauft eine rohe Rote und grillt sie selbst an einer Feuerstelle rund um die Hütte.

An- & Abreise

Wir parken direkt an den Degenfelder Skisprungschanzen auf dem Wanderparkplatz

Die Tour

Wir gehen „richtig“ wandern. 15 Kilometer, 500 Höhenmeter. Mit Kindern ist das definitiv eine Tagestour. Die Anstiege verteilen sich auf zwei Etappen, es geht gleich zu Beginn von den Skisprungschanzen auf das Kalte Feld. Nach einem Abstieg auf den Hornberg folgt noch ein weiterer Aufstieg zum Bernhardus. Die Tour ist kein Spaziergang, aber sie bietet einen sehr tollen Einblick in die Naturlandschaft der Ostalb.

Teusenberg

Sprungschanzen

Direkt zu Beginn der Wanderung wartet die erste Attraktion auf uns, wir laufen direkt an den Degenfelder Schanzen entlang. Mit etwas Glück können wir den Skispringern beim Training zusehen. Es ist sehr beeindruckend, wie schon kleine Stepke mutig von der Schanze springen!

Skisprungschanze Degenfeld
Skisprungschanze Degenfeld

Holzfiguren auf dem Kalten Feld

Ein besonderes Highlight erwartet uns, nachdem wir auf die Hochfläche des Kalten Feldes gestiegen sind: der Holzfigurenpfad. 

Auf einigen hundert Meter haben Künstler Holzfiguren am Wegesrand aufgestellt. Die Kinder haben eine große Freude daran die Figuren am Wegesrand zu suchen.

Holzfigurenweg
Kaltes Feld Holzfiguren

Franz-Keller-Haus

Nach dem Holzfigurenpfad erreichen wir schnell das nach dem „Rosensteindoktor“ Franz Keller benannte Franz-Keller-Haus. Es wird vom Schwäbischen Albverein ehrenamtlich bewirtschaftet. Das Wanderheim ist das ganze Jahr an allen Wochenenden, an allen Feiertagen außer Weihnachten und täglich während der Schulferien geöffnet.

Der Klassiker ist es sich eine rohe Rote Wurst zu kaufen und an einer der Grillstellen rund um die Hütte selbst zu grillen. Unbedingt probieren sollte man auch den Kalte-Feld-Tee, der aus 7 heimischen Kräutern nach einem alten Rezept hergestellt wird.

Franz-Keller-Haus
Franz-Keller-Haus Grillstelle

Segelflugplatz Hornberg

Wenn wir weiter marschieren erreichen wir nach wenigen Minuten den Segelflugplatz Hornberg. Den ersten Blick auf den Flugplatz haben wir noch von der Traufkante des Kalten Feldes direkt auf die Startbahn.  Wie die Witterung dort oben ist und ob Flugbetrieb ist kann man übrigens vorab über die Webcam der Segelflieger prüfen.

Familienausflug zum Aalbäumle
Flugplatz Hornberg

Furtlespass & Weg der Besinnung

Vom Flugplatz wandern wir über den Furtlespass zum Bernhardus hinüber. Nach dem Furtlespass steigt der Weg bis zu einer Hochfläche steil an. Dort oben befinden sich Skulpturen und Stelen entlang des Weges, der sogenannte „Weg der Besinnung“.

Im leichten Anstieg geht es bis an den Waldrand. Hier verlassen wir wieder den Hauptweg und nutzen den Trampelpfad rechts der Pilgerstraße. Nach einem Drittel des Weges überqueren wir einmal den Hauptweg und finden schräg links etwas versteckt unseren Trampelpfad wieder. Auf halbem Weg zum Gipfel finden wir rechts vom Trampelpfad eine interessante Felsformation, vielleicht ein alter Steinbruch?

Gegen Ende wird der Weg flacher und wenn wir uns immer hart am Trauf links halten erreichen wir den Gipfel am Aussichtspunkt mit dem Gipfelkreuz. Vor uns liegt Weiler in den Bergen, rechts unter uns das Bargauer Horn und das Himmelreich. Links können wir unseren Weg über die Kriegsebene von oben betrachten, dahinter die weite Ebene des Schwäbisch-Fränkischen Waldes.

Wege der Besinnung

Bernhardus

Die Legende besagt, dass sich im frühen 18. Jahrhundert an einer Statue des Heiligen Bernhard in einer Kapelle auf dem damals noch „Spitzkopf“ genannten Berg mehrere wundersame Heilungen ereigneten.

Wie heute noch eine Tafel an der Kapelle bezeugt, fand am Bernhardustag 1728 die erste „Heilige Messe solemniter“ (festlich) im Rahmen einer Wallfahrt statt. 1730, zwei Jahre nach Beginn der Wallfahrten, wurde mit dem Bau einer großen Wallfahrtskirche auf dem Bernhardus begonnen.

In den Jahren 1770 bis 1772 wütete eine große Hungersnot in Europa. Es war eine Periode einer der extremsten Wetteränderungen der Neuzeit und es folgten drei Missernten aufeinander. Im Nachgang dieser Hungersnot stiftete Maximilian Emanuel von Rechberg die Wallfahrtskirche auf dem Rechberg. 1806 litt diese neue Pfarrei auf dem Rechberg unter Geldnot und die Grafen von Rechberg verlegten kurzerhand die Statue des Bernhard mitsamt der Wallfahrt in ihre neue Kirche auf ihrem Hausberg. 1809 ließen sie die Kirche auf dem Bernhardus samt mehrerer benachbarter Häuser, einem Gasthaus und zwei Wohnhäusern abtragen.

1880 stiftete Graf Otto von Rechberg und Rothenlöwen die heutige Wallfahrtskapelle, sie wurde an der Stelle erbaut, an der sich der Hochaltar der alten Wallfahrtskirche befand.

Die Kapelle und der Aussichtspunkt daneben laden uns zu einer Rast ein.

Bernhardus-Kapelle

Eierberg

Eierberg? Kennt keine Sau! Genau das macht den Berg so interessant: Der südliche Gipfel des Bernhardus wird kaum von Wanderern frequentiert. Das bedeutet, dass wir vom Bernharduskapelle an alleine und auf einsamen Pfaden über die Hochfläche Richtung Degenfeld marschieren.

Hörschbachschlucht

Glasenbachquelle

Nach einer Runde über die Hochfläche des Eierberges steigen wir durch die Glasklinge hinab nach Degenfeld. Hier hat sich der Glasenbach tief in den Jura gegraben. Der Bach entspringt am oberen Ende der Klinge im Oberjura. Für Kinder eine spannende Entdeckung zu erleben wie das Wasser einfach aus dem Boden strömt!

Glasenbach-Quelle

Abstieg

Im unteren Teil des Eierbergs stehen die Chancen gut auf die Landschaftspfleger zu treffen, die dort täglich die Wacholderheide pflegen und sehr zutraulich sind. 

Eierberg

Geschafft!

Zum Abschluss geht es durch Degenfeld zurück zu den Schanzen. Von der Anhöhe haben wir einen tollen Blick durch das Tal, dass wir heute umwandert haben. Eine super Tour!

Eierberg

Hat dich die Beschreibung der Tour angesprochen? Sehen wir uns demnächst rund um Degenfeld? Schreib es mir in die Kommentare!

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#029 Zum Heiligen Bernhard

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Am 20. August feiern katholische, protestantische und anglikanische Christen den Gedenktag des Heiligen Bernhard. Seit dem frühen 18. Jahrhundert sind auf dem nach ihm benannten Bernhardus Wallfahrten nachgewiesen. Die Bernhardus-Wallfahrt am 20. August lockt jedes Jahr tausende Pilger auf den Berg. Eine Einladung.

ACHTUNG: Die Bernhardus-Wallfahrt 2023 findet am Samstag 19. August statt! Es fahren KEINE Sonderbusse. Die Heilige Messe beginnt um 09.00 Uhr.

Tour-Info

  • Ausdauer 70% 70%
  • Abenteuer 60% 60%
  • Spaß 30% 30%
  • Verpflegung 80% 80%

HINWEIS: 

Was Kinder gefällt

Ich erinnere mich noch an eine Bernhardus-Wallfahrt mit dem Kindergarten. Es hat mich sehr fasziniert. Ich war 2022 noch ohne Kinder unterwegs, aber ich glaube dass es für Kinder ein spannendes Erlebnis ist.

Ideale Witterung

Die Bernhardus-Wallfahrt ist kein Wunschkonzert. Ob Regen, Nebel oder Hochsommertag, am 20. August ist Bernhardustag. Wenn der 20. August auf einen Sonntag fällt ist die Wallfahrt bereits am Samstag, 19. August.

Verpflegung

Der TV Weißenstein sorgt nach der Messe direkt an der Kapelle für das leibliche Wohl. Ich empfehle aber, direkt nach der Messe zum Furtlespass abzusteigen und in der Skihütte des TV Weiler einzukehren. Traditionell gibt es Schlachtschüssel, aber auch andere Speisen.

An- & Abreise

Meine Tour startet in Unterbettringen, wer mit dem Auto anreist und dort starten möchte, sollte in der Nähe der Versöhnungskirche, Breslauer Str. 35, 73529 Bettringen parken und dort in meine Route einsteigen. Man kann auch bis zum Furtlepass fahren und dort, an der Abzweigung zum Flugplatz Hornberg, parken. Möchte man die komplette Tour laufen sollte man um 06.30 Uhr starten, ab dem Furtlespass um 08.00 Uhr.

GPX-Datei

Eine .gpx-Datei (GPS Exchange Format) ist ein Format zur Speicherung von Geodaten. Diese Datei enthält die Tour-Route und kann in alle gängigen Wander-Apps importiert werden. Ich empfehle die Nutzung von komoot.

El camino comienza en su casa (spanisch für „der Weg beginnt in Deinem Haus“) ist eine in Spanien geläufige Antwort auf die Frage, wo der Jakobsweg beginnt. Darum beginnt auch diese Reise an meiner Haustüre. Es steht natürlich jedem frei einen anderen Startpunkt zu wählen. Unterbettringen hat aber drei entscheidende Vorteile:

  1. man kann den Hin- und Rückweg so gestalten, dass man fast einen Rundweg schafft.
  2. man kann so mehr interessante Orte in eine Wanderung packen: das Naturschutzgebiet Lindenfeld und die Kriegsebene mit den amerikanischen Bunkeranlagen und dem Naturschutzgebiet Tannenrutschung.
  3. Am Zielpunkt der Reise findet man mit dem Kapperle eine hervorragende Gastwirtschaft und die Möglichkeit für den Wallfahrer zum Abschluss einzukehren.

 

Geschichte der Wallfahrt

Die Legende besagt, dass sich im frühen 18. Jahrhundert an einer Statue des Heiligen Bernhard in einer Kapelle auf dem damals noch „Spitzkopf“ genannten Berg mehrere wundersame Heilungen ereigneten.

Wie heute noch eine Tafel an der Kapelle bezeugt, fand am Bernhardustag 1728 die erste „Heilige Messe solemniter“ (festlich) im Rahmen einer Wallfahrt statt.

Diss ist der Ortt All wo

der Hl. Vatter Bernardus

nach seinem Verbott zu Clarenthal

Anno D. MDCCXXVII

sich wiederum das erste mahl

hat wunderthätig gezeigt

und Ihne zu Ehren das folgende Jahr

MDCCVIII den XX August

die Erste Hl. Messe solemniter

gehalten worden

MMII

Steintafel an der Kapelle

1730, zwei Jahre nach Beginn der Wallfahrten, wurde mit dem Bau einer großen Wallfahrtskirche auf dem Bernhardus begonnen. An der Stelle der ursprünglichen Kapelle wurde neben der neuen Wallfahrtskirche 1739 ein Standbild des Heiligen Nepomuk errichtet. Das Logo der „Glaubenswege“ zeigt stilisiert diese ehemalige Wallfahrtskirche auf dem Bernhardus. 

Glaubenswege - St. Bernhardus

In den Jahren 1770 bis 1772 wütete eine große Hungersnot in Europa. Es war eine Periode einer der extremsten Wetteränderungen der Neuzeit und es folgten drei Missernten aufeinander. Im Nachgang dieser Hungersnot stiftete Maximilian Emanuel von Rechberg die Wallfahrtskirche auf dem Rechberg. 1806 litt diese neue Pfarrei auf dem Rechberg unter Geldnot und die Grafen von Rechberg verlegten kurzerhand die Statue des Bernhard mitsamt der Wallfahrt in ihre neue Kirche auf ihrem Hausberg. 1809 ließen sie die Kirche auf dem Bernhardus samt mehrerer benachbarter Häuser, einem Gasthaus und zwei Wohnhäusern abtragen.

1880 stiftete Graf Otto von Rechberg und Rothenlöwen die heutige Wallfahrtskapelle, sie wurde an der Stelle erbaut, an der sich der Hochaltar der alten Wallfahrtskirche befand.

Du musst nicht über Meere reisen,
musst keine Wolken durchstoßen
und musst nicht die Alpen überqueren.
Der Weg, der dir gezeigt wird, ist nicht weit.
Du musst deinem Gott nur
bis zu dir selbst entgegengehen.

Bernhard von Clairvaux

Kirchenlehrer

Stadtbus Schwäbisch Gmünd

Sonderbusse zum Bernhardus (2023)

2023 fahren KEINE SONDERBUSSE zum Bernhardus! Der erste reguläre Bus zum Hornberg trifft Samstags um 08.15 Uhr am Flugplatz ein, was zu spät für die Messe um 09.00 Uhr auf dem Bernhardus ist.

Sehr schade, selbst im letzten Jahr hat man es trotz Sperrung am Furtlepass geschafft einen Busverkehr einzurichten.

 

Die Wanderung

Zur Kriegsebene

Mit dem Läuten der Kirchenglocken um 6 Uhr brechen wir in Unterbettringen auf und wandern am Schapfenbach entlang bis zum Ortsrand. Rechter Hand lädt ein Feldkreuz zu einer kurzen Pause und einem Gebet ein, links davon beginnt direkt hinter den ersten Häusern das Naturschutzgebiet Lindenfeld mit der für die Alb typischen Magerrasen-Wiesen. Hier und da, wo das Wasser aus dem Berg drückt oder die amerikanischen Panzer bis in die 80er Jahre tiefe Spuren hinterließen, haben sich kleine Tümpel und Feuchtwiesen gebildet.

Wir folgen dem Trampelpfad bergauf dem Waldrand zu. Wenn wir zurückblicken liegen Bargau, Bettringen und weiter hinten im Remstal die Stadt Gmünd vor uns. An feuchten Tagen sieht man zu dieser Stunde Gmünd im Nebel liegen.

Durch den Wald

Am Waldrand angekommen beginnt hinter Bäumen ein Trampelpfad, der uns weiter aufwärts führt. Schon nach kurzer Zeit erreichen wir einen kleinen Schotterplatz im Wald. Wir überqueren ihn und finden am anderen Ende einen weiteren Trampelpfad, der weiter bergauf führt. Am Ende wird er steiler und bei nassem Grund zu einer kleinen Kraxelei. Kurz darauf stehen wir am Gipfel der Kriegsebene, die den ersten Sporn des Kalte Feld-Massiv bildet.

Übrigens: wenn man von der Kriegsebene, dem offiziellen Namen der Anhöhe, redet erntet man meist verständnislose Blicke. Umgangssprachlich heißt der Berg nur „Staatswald“.

 

Naturschutzgebiet Lindenfeld
Naturschutzgebiet Lindenfeld

Über den Staatswald

Wir halten uns immer in südlicher Richtung und überqueren in kurzer Zeit das langgezogenen Bergeplateau. Am Wegesrand tauchen, zu dieser Jahreszeit dicht überwucherte, Bunker direkt am Weg auf.Diese insgesamt 28 Bunker wurden zwischen 1954 und 1958 durch die US Army errichtet wurden.

Ob die Bunker durch die Einheiten aus Schwäbisch Gmünd oder Göppingen genutzt wurden, darüber gibt es unterschiedliche Auffassungen. Bis zum Abzug der Streitkräfte wußten die Bürger am Fuße des Berges nicht, was dort vor sich ging und auch heute ist die Quellenlage dünn.

Kalter Krieg

Der rege Fahrzeugverkehr, auch in der Nacht, sorgte für allerlei Spekulation. Geschichten, dass die Pershing II-Mittelstreckeraketen zu Zeiten der Mutlanger Friedensdemo in den Staatswald verlegt wurden machten die Runde, sind aber unbestätigt. Bestätigt ist, dass auf dem Gipfel eine größere gerodete Fläche ist, die als Hubschrauberlandeplatz dienen konnte, oder eben auch als Aufstellungsort für mobile Abschußrampen.

Am Bernhardustag steht uns aber der Sinn nach Anderem und die Erkundung wird auf den Rückweg verschoben. Am Ende der Kriegsebene, am ehemaligen Gate 1 des Geländes, sehen wir eine Informationstafel zu den Bunkeranlagen. Von dort richten wir uns nach Südwest und folgen dem Weg auf einem breiten Grat in Richtung Hornberg. Wer auf der Suche nach einer Wanderung ist, bei der wir uns näher mit diesen Bunkern beschäftigen, sollte sich die Wanderung „Kalter Krieg in Waldstetten“ ansehen.

Bunker 856
Infotafel Bunker Staatswald

Auf den Hornberg

Nach einem eintönigen Waldweg, der uns eben hinüber zum Hornberg führt, biegen wir links ab in die Hornbergsteige. Der Weg wird steiler und nach 40 Höhenmeter verlassen wir die breite Hornbergsteige und biegen rechts ab in Richtung Dreikaiserberge-Blick. Das ist zwar ein kleiner Umweg, aber er wird uns zum schönsten Ausblick der Ostalb führen, wo wir uns eine Pause verdient haben.

Zuvor steht uns aber noch der steilste Anstieg der Tour bevor. Über Wurzeln und Felsen des weißen Jura windet sich der schmale Trampelpfad nach oben auf den Hornberg. Durch das dichte Blätterdach des Buchenmischwaldes am Trauf lässt sich der Ausblick schon erahnen, den wir gleich genießen wollen.

Dreikaiserberge-Blick

Plötzlich wird das Gelände ebener und nach kurzer Zeit treffen wir auf einen gemütlichen Holztisch mit einer Infotafel und einem Ausblick nach Westen. Unter uns im Tal liegt Weilerstoffel. Dahinter mit einer ungewohnten Silhouette die Ostflanke des Stuifens mit dem bewaldeten Urengarten. Rechts davon, gut zu erkennen, der Rechberg mit der Wallfahrtskirche und dazwischen der kegelförmige Hohenstaufen am Horizont.

Bevor wir weiter auf der Bernhardus-Wallfahrt pilgern bietet sich hier eine Rast an, bei der wir den Ausblick genießen. Um die frühe Stunde hat man den Berg für sich und wenn der Bernhardustag nicht gerade auf einen Sonntag fällt stehen die Chancen gut, dass uns bisher noch niemand begegnet ist, seit wir Bettringen hinter uns gelassen haben.

Alternativ können wir dem Trampelpfad noch etwa hundert Meter folgen und sehen dort einen zweiten Aussichtspunkt mit einer Bank. Von hier aus geht der Blick etwas mehr nach Südwesten. Von hier aus ist der Stuifen ganz rechts zu sehen, daneben die Hochebene von Wißgoldingen mit dem kleinen Schönbergle („Zuckerhütle“) und dem Schwarzhorn. Links davon blicken wir auf die Nordflanke des Kalten Felds.

Dreikaiserberge-Blick
Dreikaiserberge-Blick

Über den Hornberg

Kurz nach dem zweiten Aussichtspunkt treten wir aus dem Wald heraus und stehen auf der offenen, flachen Wacholderheide am Hornberg. Vor uns taucht der Segelflugplatz auf, den wir heute aber rechts liegen lassen. Wir laufen parallel zur Nordostflanke des Hornbergs bis vor uns das Ziel der Wallfahrt, der Bernhardus, als langgezogener bewaldeter Berg auftaucht.

Über die ebenen Wiesen geht es flott voran, das oft stark bevölkerte Ausflugsziel liegt zur Morgenstunde ruhig da, und wir genießen die Einsamkeit und Stille der Alb.

Am Ende des Hornbergs geht es wenige Meter hinab zum Furtlespass. Hier überqueren wir die Straße von Weiler i.d.B. nach Degenfeld und wir finden uns in belebter Umgebung wieder. Der Wanderparkplatz am Bernhardus wird schon von den Einweisern des Ordnungsamtes beherrscht und die ersten Pilger parken ihre Autos.

Blick auf den Bernhardus

Die Bernhardus-Wallfahrt

Für viele Pilger beginnt die Bernhardus-Wallfahrt erst hier am Wanderparkplatz. Um dem Trubel zu entgehen nehmen wir am oberen Ende des Parkplatzes den Trampelpfad rechts neben der Straße und steigen in fast gerader Linie durch den Wald nach oben bis wir die freie Hochebene unterhalb des Bernhardus betreten. Hier bleibt uns keine Wahl als den asphaltierten Pilgerweg mit dem Rest der Wallfahrer zu teilen.

Weg der Besinnung

Entlang des Weges befinden sich Skulpturen und Stelen, der sogenannte „Weg der Besinnung“. Im leichten Anstieg geht es bis an den Waldrand. Hier verlassen wir wieder den Hauptweg und nutzen den Trampelpfad rechts der Pilgerstraße. Nach einem Drittel des Weges überqueren wir einmal den Hauptweg und finden schräg links etwas versteckt unseren Trampelpfad wieder. Auf halbem Weg zum Gipfel finden wir rechts vom Trampelpfad eine interessante Felsformation, vielleicht ein alter Steinbruch? Gegen Ende wird der Weg flacher und wenn wir uns immer hart am Trauf links halten erreichen wir den Gipfel am Aussichtspunkt mit dem Gipfelkreuz. Vor uns liegt Weiler in den Bergen, rechts unter uns das Bargauer Horn und das Himmelreich. Links können wir unseren Weg über die Kriegsebene von oben betrachten, dahinter die weite Ebene des Schwäbisch-Fränkischen Waldes.

Gipfelkreuz am Bernhardus

Der Heilige Bernhard

Wenn wir uns vom Ausblick abwenden liegt wenige Meter hinter uns die Bernharduskapelle. Da wir früh aufgestanden und zügig marschiert sind, sind wir gegen 08 Uhr, eine Stunde vor der Heiligen Messe, an der Kapelle. Wir haben noch Zeit einen Blick in die Kapelle zu werfen und ein stilles Gebet zu sprechen. Das ist zwar auch nach der Messe möglich, aber dann wollen die anderen ein- bis fünftausend Pilger das auch. 

Wir suchen uns einen Platz und setzen uns auf der mitgebrachten Sitzunterlage ins taunasse Gras. Die mitgebrachte Brotzeit und der rege Betrieb der ankommenden Pilger verkürzen die Wartezeit bis zum Beginn der Messe. Als Erwachsener ist die Sicht von hinten ziemlich gut, wer kleine Kinder hat sollte sich einen Platz weiter vorne sichern. Insbesondere bei gutem Wetter wird sich die Wiese bis zum Beginn der Messe komplett füllen.

Der Heilige Bernhard, das Ziel der Bernhardus-Wallfahrt

Die Heilige Messe

Das Hochamt auf dem Bernhardus ist für mich eine sehr besondere Messe. Verbunden mit der einsamen Wanderung auf den Berg und durch die Gemeinschaft mit vielen Pilgern erfüllt mich immer große Dankbarkeit für die Schöpfung und mein Leben. Am Ende der Messe wird der Segen mit dem Bernhardusreliquiar gespendet.

Der Heilige Bernhard, das Ziel der Bernhardus-Wallfahrt
Bernhardus-Wallfahrt

Mittagspause

Der TV Weißenstein versorgt die Pilger nach der Messe mit Essen direkt auf dem Bernhardus. Ich empfehle aber zeitig aufzubrechen und das Mittagessen auf der Weilermer Skihütte einzunehmen.

Wir nehmen den selben Rückweg wie auf dem Anmarsch. Über den Trampelpfad hinab bis zum Ende des Waldes, dann über den Weg der Besinnung bis zum Wald an der Traufkante und dann wieder über den Trampelpfad bis zum Wanderparkplatz. Dort überqueren wir den Furtlespass und laufen dann weiter links unterhalb des Waldes an der Traufkante bis zur Skihütte.

Der Traditionalist bestellt die Schlachtplatte, wem das nicht liegt bekommt aber auch andere Speisen. So gestärkt laufen wir auf der Traufkante weiter zurück in Richtung Staatswald. Am Gate 1 kreuzen wir den Anmarschweg, halten uns nun aber weiter westlich.

Skihütte Weiler
Schlachtplatte

Bunker 

Nach dem Gate 1 finden wir wieder Bunker am Wegrand. Wer Interesse hat kann sich die Bunker von innen anschauen. Manche sind zugemauert und dienen als Fledermausunterkunft. Zwei Bunker haben verschlossene Türen und dienen als Lager. Bei vielen stehen die Türen aber offen. Spektakuläres gibt es nicht zu entdecken, aber meine Kinder sind sehr begeisterte Bunkerforscher.

Bunker im Staatswald

Rutschgebiet

Wir wandern in der Nähe der südlichen Traufkante entlang. Kurz hinter Bunker 876 endet der breite Forstweg abrupt. Der Weg wurde von der US Army im Zug des Bunkerbaus angelegt. am 17. März 1988 rutschte der Hang an dieser Stelle nach einem regenreichen Februar und März auf einer Länge von knapp 300m ab. Insgesamt bewegten sich schätzungsweise bis zu eine Million Kubikmeter Erde auf einer Fläche von 10 Hektar ins Tal. Bäume wurden entwurzelt, Hütten und Schuppen weggerissen und selbst einige (mittlerweile gesprengte) Bunker wurden umgekippt.

Ich erinnere mich noch gut, wie ich als kleiner Bub damals mit meinem Vater mit dem Traktor an genau diese Stelle fuhr. Als Gemeinderat machte er sich ein Bild der Lage, da auch die Waldstetter Wasserversorgung gefährdet war. Etwas unterhalb befindet sich im Gewann Vögelesrain einer der Waldstetter Wasserhochbehälter.

Heute ist der gesamte Hang ein Naturschutzgebiet, den wir auf einem Trampelpfad durchqueren der dem Weg der verschwundenen Straße folgt. 

Abbruchkante Rutschgebiet

Rückkehr

Am Ende des Rutschgebietes treffen wir wieder auf die Straße, wo wir die letzten Bunker der Tour sehen. Dann steigen wir vom Staatswald hinab und durchqueren den Rand des Naturschutzgebiet Lindenfeld, das wir an anderer Stelle am Morgen nach oben gestiegen sind.

Die letzten Meter laufen wir auf dem gut ausgebauten Radweg neben der Straße Waldstetten – Bettringen zurück ins Dorf. Unten angekommen lädt das Gasthaus Rößle, allgemein bekannt nach dem Hausnamen des Besitzers als „Kapperle„, zu einer Einkehr bei gut Schwäbischer Küche ein.

Eine schöne Bernhardus-Wallfahrt geht zu Ende. Ohne Kinder, mit flottem Marschtempo bin ich in 2h 15min von Bettringen auf den Bernhardus gepilgert. Von der Kapelle bis zur Skihütte war ich 20min unterwegs. Von dort bis zurück zum Ausgangspunkt war ich 1h 45min unterwegs, allerdings mit ein paar kleinen Umwegen im Staatswald. Die Laufstrecke war ziemlich genau 17 Kilometer und es galt 520 Höhenmeter zu überwinden.

Wer sich auch einmal auf Bernhardus-Wallfahrt begeben möchte, dem sei diese Route ans Herz gelegt. Wir sehen uns!

Markus Weber

Bernhardus-Wallfahrt 2022: auf den letzten Metern hat der Herrgott dem trockenen August noch 10 Liter Regen spendiert. Glücklich und müde!

Habe ich Deine Lust auf die Bernhardus-Wallfahrt geweckt? Sehen wir uns dieses Jahr auf dem Bernhardus? Schreib es mir in die Kommentare!

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Ausflugstipps
#062 Kreuzweg am Hohenrechberg

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#061 Großdeinbacher Osterweg

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#023 Sagenhaftes Christental

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Diese Woche begeben wir uns auf den Rundweg „sagenhaftes Christental“. Wir wandern vorbei an der Reiterleskapelle, wir finden die versteckten Ruinen der geheimnissvollen Burg Graneggle und lernen die Sagen kennen, die im geheimnisvollsten Tal der Ostalb spielen. An mehreren Punkten unserer Wanderung kannst Du Deinen Kindern diese Sagen erzählen, die ich Dir als Druckversion mitliefere.

Tour-Info

  • Ausdauer 40% 40%
  • Abenteuer 90% 90%
  • Spaß 90% 90%
  • Verpflegung 60% 60%

HINWEIS: Ich habe diese Wanderung als „Erzählreise Sagenhaftes Christental“ geplant. An verschiedenen Stationen kannst Du Deinen Kindern die Sagen des Christentals vorlesen. Du findest die Sagen, auch als Druckversion, unten.

Was Kinder gefällt

Eine versteckte Ruine, Sagen von Rittern und kopflosen Reitern, ein See mit Fischen, eine atemberaubende Natur und eine angenehme Strecke ohne große Steigungen. Was will man mehr?

Ideale Witterung

Mitte – Ende Mai beginnt die Blütezeit der Orchideen am Kalten Feld. Aber auch bis Mitte Juli findet man am Orchideenweg ein Blütenmeer. Idealerweise ist es sonnig aber nicht zu heiß, da der Rückweg uns über offene Wiesen führt.

Verpflegung

Ich empfehle ein Picknick am Christentalstausee und anschließen ein Eis am Gasthof Heldenberg. Natürlich kann man aber dort auch zum Mittagessen einkehren.

An- & Abreise

Start- und Zielpunkt ist der Wanderparkplatz am Tanzbödele zwischen Tannweiler und Weilerstoffel. Achtung: die Strecke von Wißgoldingen bis zum Parkplatz ist Sonn- und Feiertags für PKW gesperrt. Dann ist nur eine Anfahrt über Waldstetten, Weilerstoffel und Tannweiler möglich.

Die Erzähl-Sagen zur Wanderung

Hier findest du die Sagen als .pdf zum ausdrucken und mitnehmen und die Links zu den einzelnen Sagen.

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Eine Wanderung durch das Zentrum der Fürstpropstei Ellwangen mit Besuch der Wallfahrtskirche Schönenberg und des Schlosses ob Ellwangen

#058 Weiterweg & Hohen Tannen

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Fantastische Rundsicht von der Hohen Tannen, bizarre Felsformationen an der Teufelskanzel und ein nachdenklicher Walderlebnispfad.

GPX-Datei

Eine .gpx-Datei (GPS Exchange Format) ist ein Format zur Speicherung von Geodaten. Diese Datei enthält die Tour-Route und kann in alle gängigen Wander-Apps importiert werden. Ich empfehle die Nutzung von komoot.

Die Wanderung

Direkt am Parkplatz beginnt ein Fußweg, der uns im sanftem Anstieg nach nur rund 500 Metern zum Reiterles Kapelle führt. Linker Hand blicken wir in das Tal zwischen Stuifen und Kaltem Feld hinab, dass der Tobelbach in die Landschaft gegraben hat. Tief unter uns liegt Weilerstoffel, dahinter der Sporn des Hornberg mit dem Flugplatz. An der Passhöhe des Christentalpasses, taucht nun, wenn sich der Wald öffnet das Reiterleskapelle mit der mächtigen 400 Jahre alten Linde auf. Die Sommer-Linde  (Tilia plattypllos) hat einen Stammumfang von 4,10m und ist 21m hoch. Sie ist innen hohl, in den 90er Jahren haben „Baumdoktoren“ den Stamm mit Metallstreben versehen um einen Tod des markanten „Zeigerbaums“, der früher wohl den Weg ins Christental wies, zu verhindern.

Trampelpfad zum Reiterles Kapelle

Reiterleskapelle

Die St. Leonhard-Kapelle, die niemand so nennt, trohnt auf einer kleinen Anhöhe oberhalb des Christentalpass. Auf dem Türsturz ist die Jahreszahl 1714 eingemeißelt. Das Alter der Linde, dass Forstwissenschaftler auf gut 400 Jahre schätzen, deutet auf ein älteres Alter hin, ebenso die Sage, die das kleine Kirchlein umgibt.

Am 16. November 1911 erschütterte das Albstadt-Erdbeben Mitteleuropa, ein Erdbeben der Stärke 8 auf der Richterskala. Es war von Braunschweig bis zur Toskana spürbar. Dieses Erdbeben beschädigte das Reiterleskapelle schwer. Die Renovierung der beschädigten Kapelle übernahm der Schwäbische Albverein.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges sollte die „Reiterles-Linde gefällt werden um die darunterliegende Pass-Straße für die vorrückenden amerikanischen Panzer zu blockieren. Die Bauern waren der Erzählung nach von dieser Idee wenig begeistert und lehnten den Befehl mit der Ausrede, man habe keine Säge die groß genug sei, ab. Daraufhin wurde dem Christental- und dem Reiterlesbauer befohlen große Bäume im Wald zu schlagen um die Straße zu blockieren.

Mitte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts war die Kapelle baufällig und einsturzgefährdet. Der Landrat Konrad Burkhardt machte das Projekt zur Chefsache. 1957 wurde die alte Kapelle abgebrochen und exakt nach den Maßen des Vorgängerbaues wieder aufgerichtet. Am 27. Oktober 1957 wurde der Neubau unter großer Anteilnahme der Bevölkerung von Bischof Carl Joseph Leiprecht geweiht.

Nordwestlich der Kapelle befinden sich Bänke mit einem Blick über das Tal. Sie laden dazu ein den Kindern die Sage vom Reiterleskapelle zu erzählen.

HIER KANN MAN DIE SAGE VOM REITERLESKAPELLE ERZÄHLEN.

Reiterleskapelle am Christentalpass
Das Reiterleskapelle Ende März 2022

Zum Graneggle

Nach der Rast am Kapelle wandern wir auf dem breiten Kiesweg in Richtung Kaltes Feld, das Christental rechts von uns. Bald verlassen wir aber den Hauptweg und biegen rechts ab auf einen kleinen Trampelpfad zu einem 200m langen Bergsporn, dem Graneggle. Während das Kalte Feld weithin bekannt ist und auf dem Hauptweg entsprechend viele Wanderer unterwegs sind, ist das Graneggle nur Eingeweihten bekannt. Entsprechend einsam ist man die kurze Strecke bis zu den Überresten der Burg Granegg unterwegs. Die letzten Meter führen steil nach oben auf einen kleinen Hügel. Im hinteren Teil des Hügels befinden sich die Grundmauerreste des Bergfriedes, das sichtbarste Zeichen, dass hier einst eine Burg stand.

Aufstieg Kaltes Feld

Burgstall Granegg

Über die Burg ist nichts bekannt. Kein Dokument hat es aus dem finsteren Mittelalter in unsere Zeit geschafft, vielleicht mit ein Grund, warum es gleich mehrere Sagen gibt, die sich um die Mauerreste ranken.

Zu den Fakten: aufgrund der Buckelquader aus Weißjura-Gestein vermutet man die Erbauung der Burg im 13. Jahrhundert. Weiterhin wird angenommen, dass die Burg spätestens im 14. Jahrhundert verlassen wurde. Als Burgherren werden die Herren von Holtz, Dienstmannen derer von Rechberg, oder die Herren von Stoffel aus Weilerstoffel genannt, beides ist aber nicht bestätigt. Auf einer 1572 gezeichneten Pirschkarte des Gebietes fehlt jeder Hinweis auf eine Burg oder Ruine. Erst 1674 werden die Ruinen von einem Chronisten Friedrich Vogt aus Gmünd erwähnt.

Es fehlt auch an zeitgenössischen Ansichten der Burg. Durch Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass die Burganlage einst 60 x 22 Meter maß und durch einen 4m tiefen Graben, den wir eben heraufgestiegen sind, vom Kalten Feld abgetrennt war. Um 1885 waren noch Reste eines Kellergewölbes und einer Kellertreppe sichtbar, die Steine des Bergfrieds sollen in der Umgebung als Baumaterial gedient haben, so ist heute kaum noch ersichtlich wer dort oben wie residierte.

HIER KANN MAN DIE SAGE „JAKOB VEIT & DAS GOLDENE KEGELSPIEL“ ERZÄHLEN.

Grundmauern der Burg Granegg über dem Christental
Grundmauern der Burg Granegg über dem Christental
Grundmauern der Burg Granegg über dem Christental

Orchideenweg

Nachdem wir jetzt viel über Ritter, Burgen und Sagen gehört haben wenden wir uns der wundervollen Natur am Kalten Feld zu. Wir gehen den Weg ein kurzes Stück zurück, bis wir auf den Hauptweg stoßen und nehmen dort den nächsten Trampelpfad links ab, der uns auf unserem Rundweg um das Christental unterhalb des Christentalfelsen entlang des Kalten Feldes führt. Der Weg ist ein echtes Kleinod.

Ein schmaler Trampelpfad führt durch dichte Hecken, nach rechts wird der Blick immer wieder freigegeben ins Christental, auf den gegenüberliegenden Heldenberg und nach Nenningen hinunter.

Ab März blühem die Orchideen, nach denen der Pfad benannt ist, aber auch im Juli wandert man noch durch blühende Blumen die von Schmetterlingen umkreist werden.

AN EINER STELLE MIT BLICK AUF DEN HELDENBERG KÖNNEN WIR DIE GESCHICHTE VON DEN FEINDLICHEN BRÜDERN ERZÄHLEN.

Orchideenpfad zwischen Christental und Kaltem Feld

Die Bilder dieser Galerie entstanden auf einer einzigen Wanderung Mitte Juli 2020.

Zick-Zack-Weg

Am Ende des Orchideenweges weitet sich der Blick hinein auf die Schwäbische Alb. Links sehen wir den Grat der das Kalte Feld mit dem Galgenberg befindet. Auf der Hochfläche der Turm der Skisprungschanze von Degenfeld. Unter uns im Tal liegt Nenningen.

Wir steigen von hier aus in engen Kurven den Zick-Zack-Weg, der Name ist Programm, hinab ins Tal. Die Wanderung hat einen alpinen Charakter und macht richtig Spaß!

Am Fuß des Kalten Feldes angekommen laufen wir weiter im leichten Gefälle durch eine Wiesenlandschaft bis wir oberhalb Nenningen den Christentalstausee, ein Regenrückhaltebecken erreichen.

Zick-Zack-Weg vom Kalten Feld ins Christental

Christental-Stausee

Wir umrunden den Christentalstausee an der Südwestseite zur Hälfte, bis wir auf einen Steg treffen. Ein ruhiges Örtchen um eine Rast einzulegen. Man kann dort in der Regel gut Fische beobachten und hat einen herrlichen Blick zurück auf das Kalte Weg und den steilen Abstieg, den wir gerade genommen haben.

HIER IST ES AN DER ZEIT DIE GESCHICHTE VON DER HEIDENSCHLACHT IM CHRISTENTAL ZU ERZÄHLEN.

Am Christentalstausee

Am Heldenberg

Gegenüber dem Kalten Feld liegt der Heldenberg. Wer Lust hat, oder wie ich den Ehrgeiz besitzt auf jedem Gipfel zu stehen kann später, kurz vor dem Reiterleskapelle noch einmal links abbiegen und den Heldenberg mitnehmen. Er ist aber unspektakulärer als der Nme vermuten lässt und bietet auch kaum Aussicht. Jetzt wollen wir aber erst dem Landgasthof Heldenberg am Fuße des Berges einen Besuch abstatten. 

Wer, wie wir, sein Vesper im Rucksack hatte kann hier ein Eis kaufen. Für alle anderen bieten die Wirtsleute gute deutsch-schwäbische Küche und Wild aus heimischer Jagd.

Blick von der Terrasse des Landgasthofes

Blick von der Terrasse des Landgasthofes

Zurück durch das Christental

Der Tag ist fortgeschritten, Zeit umzukehren. Wir wandern durch das Christental nach oben. Dazu haben wir zwei Wege zur Auswahl. Der Hauptweg, der direkt am Christentalhof vorbeiführt und mehr frequentiert ist oder den westlich gelegenen Feldweg, den wir nehmen werden.

Im Gegensatz zum steilen Abstieg nach Nenningen führt uns dieser Weg, überwiegend durch grüne Wiesen zurück auf die Passhöhe. Zum Ende hin wird es etwas steiler und geht durch den Wald nach oben. Oben am Pass lassen wir das Schwarzhorn dieses mal rechter Hand liegen und laufen abwärts zurück bis zum Wanderparkplatz.

Als Alternative bietet sich zum Schluß wie schon erwähnt noch ein Abstecher zum Heldenberg an, oder man überschreitet das Schwarzhorn und kehrt von dort zum Parkplatz zurück.

HIER OBEN KÖNNEN WIR DIE LETZTE GESCHICHTE DES TAGES ERZÄHLEN, DIE VOM HOLZBROCKLER AM HELDENBERG.

Mit einem 3,5 Jahre alten Kind, dass die ganze Strecke alleine gelaufen (!) ist und einem Abstecher auf den Heldenberg (ca. 800m) waren wir inklusive aller Pausen 5h 15min unterwegs, haben 8 Kilometer zurückgelegt und sind 250 Höhenmeter ab- und wieder aufgestiegen. Ein toller Sonntagsausflug für Frühjahr & Sommer!

Rundweg durch das Christental

Blick von der Terrasse des Landgasthofes

Wie gefällt Dir die Sonntagsrunde? Hast Du die Sagen Deinen Kindern erzählt? Schreib es mir in die Kommentare!

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Ausflugstipps
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#016 Fliegerberg Hornberg

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Einen festen Platz im Wanderkalender der Ostalb hat das Fliegerfest der Segelflieger auf dem Hornberg an Pfingsten. Von allen Seiten strömen die Wanderer auf den Sporn des Kalten Feldes, wir starten heute in Waldstetten, nehmen aber nicht den steilen Weg über den Saurenhof, sondern den etwas gemütlicheren über die Au. Zurück geht es über Weilerstoffel und dann entlang des Stoffelbachs nach Waldstetten.

Tour-Info

  • Ausdauer 60% 60%
  • Abenteuer 90% 90%
  • Spaß 80% 80%
  • Verpflegung 90% 90%

HINWEIS: Bei schönem Wetter ist das Fest massiv überlaufen. Am besten ist es nicht gerade zur Mittagszeit anzukommen. Allerdings: wer zu spät kommt hat evtl. nicht mehr die volle Auswahl, da manche Speisen ausverkauft sind.

Wichtig: 2023 bleibt die Hornbergsteige vermutlich ganzjährig gesperrt. Siehe dazu mein Artikel mit Beschreibung der Umleitung. Da der Blog eine dauerhafte Sammlung von Routen sein soll habe ich den Artikel nicht umgearbeitet. Die Tour ist auch mit der Umleitung schön!

Was Kinder gefällt

Ein Gartenfest mit Segel- und Motorflugzeugen zum Anschauen. Am Boden und auch beim Flugbetrieb.

Ideale Witterung

Pfingsten ist Fliegerfest, da geht man auf den Hornberg. Außer es regnet, dann fällt es aus. Aktuelle Infos bei den Gmünder Segelfliegern.

Verpflegung

Natürlich auf dem Fliegerfest am Hornberg. Mit einem kleinen Umweg kann man auch auf dem Knörzer- oder Franz-Keller-Haus einkehren. Am Ende der Tour können wir uns am Parkplatz mit einem Eisbecher in der Eisdiele Vivo belohnen.

An- & Abreise

Wir starten am Malzeviller Platz in Waldstetten und kehren am Ende dorthin zurück.

GPX-Datei

Eine .gpx-Datei (GPS Exchange Format) ist ein Format zur Speicherung von Geodaten. Diese Datei enthält die Tour-Route und kann in alle gängigen Wander-Apps importiert werden. Ich empfehle die Nutzung von komoot.

Die Wanderung

Wir parken in Waldstetten und wandern auf einem Rundweg über den Hornberg. Am höchsten Punkt der Tour kehren wir beim Fliegerfest auf dem Flugplatz ein.

Fliegerfest Hornberg

Über die Au auf den Hornberg

Es gibt viele Wege auf den Hornberg. Heute nehmen wir den Weg über die Au: er führt uns in recht gemütlichem Anstieg hinauf. Zuerst geht es über die Fluren von Waldstetten und dann in den Wald hinein, der die Flanken des Hornberges bedeckt. Wir haben einen schönen Ausblick über Waldstetten und ins Remstal hinein.

Im Rehgebirge

Dreikaiserbergblick

Auf dem Gipfelplateau des Hornberges angekommen, kommen wir am schönsten Ausblick der Ostalb vorbei. Im Wald taucht rechter Hand plötzlich eine Lichtung aus und es bietet sich der Dreikaiserblick. Der Stuifen in ungewohntem Anblick von Osten aus, schmal und unförmig. Der Rechberg mit der Wallfahrtskirche Hohenrechberg und der kugelrunde Hohenstaufen, wie ein Vulkan am Horizont.

Kurz danach kommen wir noch an einen zweiten Aussichtspunkt, von dem wir das Kalte Feld und den Galgenberg sehen können.

Info für 2023: Bitte Umleitung beachten!

Dreikaiserbergblick
Dreikaiserbergblick

Segelflugplatz

Wenn wir weiter marschieren erreichen wir nach wenigen Minuten den Segelflugplatz Hornberg, wo zum Fliegerfest viel Betrieb ist. Natürlich wird, wie jedes Wochenende bei entsprechender Witterung, auch zum Fest geflogen. Wie die Witterung dort oben ist und ob Flugbetrieb ist kann man übrigens vorab über die Webcam der Segelflieger prüfen.

Fliegerfest Hornberg
Fliegerfest Hornberg
Fliegerfest Hornberg
Fliegerfest Hornberg

Geschichte

Auf dem Hornberg wird seit 1928 geflogen, damit gehört der Flugplatz zu den Ältesten in ganz Deutschland. Anfangs starteten die Segelflieger mittels einer Gummiseilstartbahn über die Hangkante (Im Foto links vorne).

Nach dem ersten Weltkrieg war der Motorsportflug von den Alliierten weitgehend verboten worden, dies war die starke Triebfeder für den Aufschwung des Segelflugs in Deutschland. Zentrum des Segelflugsports war die Rhön. 1925 entwickelte der Gmünder Josef Schedel einen Segelflieger, der getauft auf den Namen „Kaltes Feld“ zuerst vom Lindenfeld in Bettringen, am Klarenberg und am Messelberg abhob. 

Im August 1928 startete dann der erste Flug vom Kalten Feld. Anfangs kamen die Flieger vom Hornberg in der Scheuer des Bauern Reißmüller vom Saurenhof (Waldstetten) unter. Der Bauer und seine Frau bewirteten auch die Flieger, legendär wurde sein Kalte-Feld-Tee, der bis heute nach Originalrezept im Franz-Keller-Haus ausgeschenkt wird.

1930/31 begann man mit dem Ausbau der Scheune, schließlich wurde das Gelände des heutigen Flugplatzes erworben und in einem ersten Schritt wurde eine Flugzeughalle, Unterkunfts- und Wirtschaftsgebäude errichtet.

1940 Reichsflugschule für Segelflug

Reichsflugschule Hornberg (1940)

Segelflugplatz Hornberg vor dem Krieg

Segelflugplatz Hornberg vor dem 2. Weltkrieg

1930er Jahre

Am 12. Juli 1933 wurde der neu errichtete Flugplatz offiziell eingeweiht. Unter nationalsozialistischer Herrschaft war der Segelflug hoch angesehenen, da nach dem Versailler Vertrag die kriegswichtige Flugausbildung mit Motorfliegern nach wie vor verboten war.

Gerd Zipper, Autor aus Schwäbisch Gmünd, beschreibt die Szene in seinem Buch „Der Hornberg“ (leider nur noch antiquarisch zu haben) wie folgt:

Schon am Morgen des 12. Juli 1933 waren die Straßen von Schwäbisch Gmünd mit Wimpeln und Flaggen geschmückt. Kaum waren um die Mittagszeit die ersten Sonnenstrahlen durch die grauen Regenwolken gedrungen, da setzte auch schon eine wahre Völkerwanderung zu Fuß, mit Kraftrad, Kraft — und Lastwagen sowie Omnibussen zum Hornberg ein. Dabei waren Autokennzeichen aus dem ganzen Land und dem benachbarten Ausland zu sehen.

Der Platz zwischen der Brücke am ehemaligen Waldstetter Tor und dem Gasthaus Weißer Ochsen, glich dem Hauptverkehrsknotenpunkt einer Großstadt. An jeder Straßenecke standen Polizeibeamte, Landjäger und Sanitäter. In Weiler in den Bergen wies ein Fesselballon den Kraftwagen den Weg an einer Tankstelle vorbei Richtung Furtlepass. Der Flugplatzrand war mit 1000 Kraftwagen und 500 Motorrädern in dicht gedrängten Reihen zugeparkt. Nahezu 10000 Menschen belagerten das Fluggelände und die Abhänge des Kalten Feldes. Ununterbrochen kreiste über den Köpfen der Besucher ein Segelflugzeug, das von Hanna Reitsch geflogen wurde. Ihre Landung nach vier Stunden Flugzeit wurde ein neuer Hornberg-​Dauerflugrekord. Am gleichen Tag weihte man noch sechs gestiftete neue Segelflugzeuge ein.

Gerd Zipper

Autor "Der Hornberg"

Fliegerlager 1935

Fliegerlager 1935

Fliegerlager 1937

Fliegerlager 1937

Nationalsozialismus

Der Segelflug erlebte in den Jahren des Dritten Reiches einen Boom. Mitten im Krieg wurde 1941/42 auf dem Hornberg auf Weisung von Goebbels der Film „Himmelhunde“ gedreht. In kleineren Rollen durften Gmünder Hitlerjungen als Komparsen mitspielen um dem Film Authentizität zu geben.

Am 16. April 1945 zerstörte in zwei Angriffen die amerikanische Luftwaffe den Segelfliegerhorst. Lediglich die Halle III und etwa 30 Segelflugzeuge überlebten die Angriffe. Am 25. April besetzten amerikanische Truppen den Hornberg und beschlagnahmten das Gelände, das von nun an von Degenfelder Bauern bewirtschaftet wurde.

Am 28. Mai 1951 entfiel dann nach sechs Jahren das von den Amerikanern ausgesprochene Verbot des Segelflugsports, im gleichen Jahr erhielt der neugegründete Württembergische Luftfahrtverband seine 1933 enteigneten Liegenschaften auf dem Hornberg zurück.

Der Wiederaufbau ging dann zügig voran. Seit 1968 gibt es auf dem rekonstruierten Geländes des Hornbergs zusätzlich einen lufttechnischen Betrieb, zuständig für die Schulung der Werkstattleiter einzelner Flugvereine. Von den rund 40 Segelflugplätzen auf der Schwäbischen Alb, ist der Hornberg heute einer der bedeutendsten.

Reichssegelflugschule

Reichsflugschule Hornberg

Himmelhunde

Himmelhunde (Filmplakat 1942)

Eine umfangreiche Beschreibung des Filmes findet man auf der Seite „Zukunft braucht Erinnerung“ – sehr spannend zu lesen! Die Uraufführung lief übrigens parallel in der Gauhauptstadt Stuttgart und im Palast-Lichtspiele in Gmünd.

Himmelhunde Anzeige

Nachkriegszeit

Nach der Erlaubnis der Allierten wird der Flugbetrieb 1952 wieder aufgenommen. Der Hornberg ist die erste Segelflugschule der noch jungen Bundesrepublik (Video: Auszug aus der Neuen Deutschen Wochenschau 142/1952 zur Eröffnung).

Über Weilerstoffel zurück

Der schnellste Rückweg wäre über den Saurenhof, diesen Weg schlagen wir auch zuerst ein. Wir biegen dann allerdings links ab und drehen eine Kurve über Weilerstoffel. Der Weg führt weniger steil abwärts und ist reizvoller.

In Stoffel besuchen wir auf jeden Fall das Patriziuskapelle mit dem kleinen Spielplatz daneben. Wer mag kann im Hölzle oder im Veit einkehren. Beide Wirtshäuser kann man absolut empfehlen. Gute schwäbische Küche!

Danach laufen wir am Kapelle vorbei, entlang des Stoffbaches nach Waldstetten. Wir kommen durch ein grünes Tal, vorbei am Edelhof wo es Pferde und Alpakas zu bestaunen gibt und schließlich zurück nach Waldstetten.

XXL-Waldkugelbahn
XXL-Waldkugelbahn

Wie gefällt Dir die Pfingsttour auf den Hornberg? Schreib es mir in die Kommentare!

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#006 Orchideenweg am Kalten Feld

#006 Orchideenweg am Kalten Feld

#006 Orchideenweg am Kalten Feld

Der Orchideenweg am Kalten Feld ist ein bezaubernder, etwas abgelegener Wanderweg mit einer herrlichen Blütenpracht im Frühjahr und Frühsommer. Wenn das Kalte Feld an schönen Tagen total überlaufen ist, dann findet man auf dem Orchideenweg immer noch eine ruhige Alblandschaft mit herrlichem Weitblick. Das besondere ist definitiv die Blütenpracht und die Schmetterlinge, die man entdecken kann.

Tour-Info

  • Ausdauer 50% 50%
  • Abenteuer 80% 80%
  • Spaß 70% 70%
  • Verpflegung 70% 70%

HINWEIS: Gutes Schuhwerk ist Pflicht.

Was Kindern gefällt

Blumen & Schmetterlinge auf dem Orchideenpfad und die Holzfiguren auf dem Kalten Feld. Am Franz-Keller-Haus kann man eine Wurst grillen.

Ideale Witterung

Im Frühjahr und Frühsommer, wenn der Orchideenpfad blüht. Ideal für heißere Tage, da wir viel im Schatten des Waldes unterwegs sind.

Verpflegung

Wir kehren auf dem Franz-Keller-Haus ein. Mit einem kleinen Abstecher ist auch das Knörzerhaus möglich – dort gibt es auch Eis! Wir haben oft ein Rucksackvesper dabei und gönnen uns am Franz-Keller-Haus nur ein Getränk und ein Hanuta für die Kids.

An- & Abreise

Start- und Zielpunkt ist der Wanderparkplatz zwischen Tannweiler und Wißgoldingen (Sonn- und Feiertags keine Zufahrt von Wißgoldingen her erlaubt!)